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06.03.2020

Künstliche Intelligenz: Zu viele Unternehmen wissen nicht, wie sie beginnen sollen

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© gearstd/fotolia.com

Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist für Unternehmen spannend und vielversprechend. Doch wo und wie fängt man damit an? Genau das ist das Problem vieler Unternehmen, wie die Umfrage von BearingPoint unter 600 Unternehmensvertretern für den „Digitalisierungsmonitor 2020“ ergab.

So bestätigen 68% der Unternehmensvertreter, in deren Unternehmen noch keine KI-Initiativen vorhanden sind, dass sie nicht wissen, wie sie sich KI nähern sollen. Wen dieses Problem lähmt und inaktiv zurücklässt, der könnte den Anschluss und eine große Chance für sein Unternehmen verpassen.

Von den Vorreitern lernen

Unternehmen, die bereits über KI-Initiativen verfügen, machen es vor und begegnen dem Thema KI mittels externer Berater (42%), informieren sich auf Messen (25%) und gehen Partnerschaften ein (24%). Auch Start-ups sind als Partner für Kollaborationen oder Austausch begehrt (20%). KI ist jedoch kein theoretisches Phänomen, stellen die Studienautoren fest. So würden 21%der Befragten Tatkraft zeigen und mit KI in eigenen „Spezialprojekten“ oder Innovation Labs experimentieren.

Ohne Daten keine KI

Ein weiterer Vorsprung der KI-Pioniere zeigt sich laut der Erhebung in Bezug auf die Voraussetzungen rund um Daten in Unternehmen. Während die Abhängigkeit einer erfolgreichen KI von Verfügbarkeit, Qualität und Nachvollziehbarkeit der Daten vom Durchschnitt der Befragten durchaus anerkannt werde (62%), würden Unternehmen mit KI diese deutlich elementarer einschätzen (99%). Ohne gute Daten sei KI schlicht nicht möglich.

Trotz der immensen Wichtigkeit von Daten seien allgemein Verfügbarkeit (43%), Qualität (39%) sowie Analysekompetenz (37%) noch zu wenig ausgeprägt. Das verhindere in vielen Unternehmen einen erfolgreichen Start von KI-Projekten. Unternehmen ohne KI-Initiativen haben im Vergleich zu Unternehmen mit KI-Projekten großen Nachholbedarf bei den Themen Verfügbarkeit (25%vs. 65%), Qualität (27%vs. 52%) und Analysekompetenz (21%vs. 56%), stellen die Studienautoren fest.

Datenmanagementkonzepte gewinnen an Bedeutung

Umfassende Datenmanagementkonzepte gewinnen dadurch ebenfalls an Bedeutung, sind aber noch nicht ausgereift. Rund jeder Fünfte nutzt laut der Umfrage ein ganzheitliches Datenmanagementkonzept (23%). 16% der Befragten geben an, aus rechtlichen Gründen nicht bereit zu sein, systematisch Daten zu sammeln beziehungsweise auszuwerten.

Das bringt Unternehmen weiter

Im aktuellen „Digitalisierungsmonitor 2020“ hat die Unternehmensberatung BearingPoint vier unterschiedliche KI-Entwicklungsstufen identifiziert – vom Nachzügler bis hin zum Innovator. Hier können sich Unternehmen selbst einordnen und Tipps für den Einsatz und den Ausbau von KI im Unternehmen gewinnen. Auch für die Innovatoren, die vielleicht schon vier bis fünf Pilotprojekte erfolgreich etabliert haben und KI als Enabler zur Effizienzsteigerung nutzen, haben die Studienautoren die nächsten Entwicklungsschritte ermittelt.

Eine gute Nachricht für die sogenannten Nachzügler gibt es von den Autoren der Studie: Es ist noch nicht zu spät, sich mit dem Thema KI auseinanderzusetzen. Diese Unternehmen sollten mit der Identifizierung geeigneter interner und externer Multiplikatoren beginnen sowie Use Cases und Pilotprojekte diskutieren. Wichtig sei, sich in der Anfangsphase nicht von den noch fehlenden Prozessen und Zuständigkeiten für die Nutzung von Daten entmutigen zu lassen. Darüber hinaus gelte es für Unternehmen, die sich an ersten KI-Projekten versuchen, einen konkreten Fehler zu vermeiden – das Scheitern an zu hohen Erwartungen. Es sei wichtig, realistische Erwartungen an KI-Initiativen zu definieren. Wer von der großartigen Technologie und ihren Möglichkeiten profitieren will, müsse schlichtweg irgendwann damit anfangen. Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Pilotprojekte zu etablieren, ist der erste Schritt in die richtige Richtung, so das Fazit der Studienautoren.

Den „Digitalisierungsmonitor 2020 – How to start“ finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung BearingPoint vom 05.03.2020)


Redaktion

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