• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Lieferketten haben herausragende Bedeutung für den ESG-Impact von Unternehmen

25.09.2020

Lieferketten haben herausragende Bedeutung für den ESG-Impact von Unternehmen

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© weerapat1003/fotolia.com

Die durchschnittliche Relevanz der Lieferkette für den ESG-Impact der mehr als 1.600 Unternehmen des MSCI Welt Index beträgt rund 41%. Betrachtet man ausschließlich die negativen Umweltauswirkungen der Unternehmen („E“), sind es sogar rund 59%.

Lieferketten rücken bei der Beurteilung von Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus – sowohl von Investoren und Unternehmen als auch von Gesetzgebern: Die Bunderegierung plant noch in dieser Legislaturperiode die Verabschiedung des so genannten „Lieferkettengesetzes“. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass deutsche Unternehmen bei ihren Auslandsgeschäften auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichtet werden und bei Nicht-Einhaltung mit Bußgeldern belangt werden können.

Ein wesentlicher Grund für den zunehmenden Fokus auf Lieferketten ist ihre herausragende Bedeutung für die ESG-Auswirkungen von Unternehmen. Nach Berechnungen der Ratingagentur Scope beträgt die durchschnittliche Relevanz der Lieferkette für den ESG-Impact der mehr als 1.600 Unternehmen des MSCI Welt Index rund 41%. Betrachtet man ausschließlich die negativen Umweltauswirkungen der Unternehmen („E“), sind deren Zulieferer und Vorprodukte sogar für rund 59% verantwortlich. Mit anderen Worten: Deutlich mehr als die Hälfte der negativen Umwelteinflüsse werden in den global verzweigten Lieferketten erzeugt.

Die Auswirkungen des geplanten Lieferkettengesetzes werden deutsche Unternehmen unterschiedlich stark treffen. Während für einige Produkte und Dienstleistungen nur ein kleiner Teil der Wertschöpfung und der negativen ESG-Auswirkungen innerhalb der Lieferkette anfällt, werden andere Produkte weit überwiegend von Zulieferern gefertigt oder es sind überwiegend Vorprodukte, die mit negativen Umwelt- und Sozialrisiken belastet ist.

Von den im MSCI Weltindex enthaltenen Sektoren weist zum Beispiel der Nahrungsmittelsektor mit 78% die mit Abstand höchste Relevanz der Lieferkette für die ESG Auswirkungen dieser Unternehmen auf. Betrachtet man nur die Umwelteinflüsse liegt der Anteil der Lieferkette sogar bei 88%. Ein wesentlicher Grund ist, dass Nahrungsmittelkonzerne kaum als Produzent, sondern vielmehr als Großhändler und Distributor agieren.

Am anderen Ende des Spektrums steht der Dienstleistungssektor sowie der Bergbau. Die Lieferkette ist für Unternehmen aus diesen Sektoren im Durchschnitt für weniger als ein Viertel des ESG Impacts verantwortlich. Ein wesentlicher Grund: Beide Sektoren verwenden relativ wenige Vorprodukte und verfügen dementsprechend selten über komplexe Lieferkettenstrukturen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung Scope vom 24.09.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


M&A, Mergers, Fusion, Übernahme
Meldung

© Tim/Fotolia.com

03.02.2023

Nach Rekordhoch: M&A-Markt im Digital-Commerce-Umfeld normalisiert sich

Einen rekordverdächtigen Start in das Jahr 2022 erlebte der Sektor Digitaler Handel mit 699 registrierten M&A-Deals. Die Deal-Volumina gingen dann aber in den folgenden drei Quartalen zurück: 544 im zweiten Quartal, 451 im dritten Quartal und 473 im vierten Quartal. Dies führte zu einer Gesamtjahreszahl von 2.167 Deals in 2022 und einem Rückgang von neun Prozent gegenüber den 2.370 Deals in 2021. Laut des Digital Commerce M&A-Reports von Hampleton Partners zeigt sich, dass eine „neue Normalität“ eingetreten ist, die sich aber auf höherem Niveau abspielt als vor Covid.

Nach Rekordhoch: M&A-Markt im Digital-Commerce-Umfeld normalisiert sich
Meldung

©aksanakoval / 123rf

02.02.2023

M&A-Markt: Wettbewerbsvorsprung durch Zukäufe

Ungeachtet der schwachen Konjunktur und der hohen Unsicherheit setzen Unternehmen weiterhin auf Zukäufe. Dies hat eine Befragung von weltweit rund 300 M&A-Verantwortlichen im Rahmen des „Global M&A Report 2023“ der Unternehmensberatung Bain & Company ergeben. Danach planen 80%, 2023 gleich viele Transaktionen wie im Vorjahr zu tätigen oder sogar noch mehr. Neben der jüngsten Entwicklung des weltweiten M&A-Geschäfts zeigt der Bain-Report auch auf, wie sich Firmen durch Übernahmen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen können.

M&A-Markt: Wettbewerbsvorsprung durch Zukäufe
Kredit
Meldung

© ferkelraggae/fotolia.com

02.02.2023

KfW-ifo-Kredithürde: Situation am Kreditmarkt wird zusehends ungemütlich

Im Schlussquartal 2022 ist die KfW-ifo-Kredithürde für kleine und mittlere Unternehmen zum dritten Mal in Folge angestiegen. 31,3% der befragten Mittelständler, die sich in Kreditverhandlungen befanden, stufen das Verhalten der Banken als restriktiv ein. Das sind 3,4 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Die Kredithürde für den Mittelstand hat damit zugleich einen neuen Höchststand seit Einführung der aktuellen Befragungsmethodik im Jahr 2017 erreicht.

KfW-ifo-Kredithürde: Situation am Kreditmarkt wird zusehends ungemütlich
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank