14.09.2026

M&A 2027: Optimismus trotz Gegenwind

Trotz geopolitischer Spannungen, hoher Zinsen und schwieriger Finanzierungsbedingungen bleibt die Stimmung am europäischen M&A-Markt überraschend positiv.

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Europas M&A-Markt zeigt sich trotz geopolitischer Spannungen widerstandsfähig. Laut dem „CMS European M&A Outlook 2027“, für den CMS gemeinsam mit Mergermarket 250 Führungskräfte aus Unternehmen und Private Equity befragt hat, rechnen 64 % der Befragten in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Transaktionszahlen. Im Vorjahr waren es 50 %.

Weniger Deals, deutlich höheres Volumen

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Europa knapp 9.500 Transaktionen registriert – 5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stieg der aggregierte Transaktionswert um 54 % auf 723 Mrd. Euro. Hauptgrund ist die Rückkehr großer Megadeals.

Als größte Hindernisse nennen die Befragten Inflations- und Zinsdruck mit 35 %, gefolgt von Bewertungsunterschieden zwischen Käufern und Verkäufern mit 33 % sowie Finanzierungsschwierigkeiten mit 27 %.

Digitalisierung treibt Käufe

Auf Käuferseite gilt die Digitalisierung mit 33 % als wichtigster Transaktionstreiber. Sanierungsmöglichkeiten folgen mit 30 %, Konsolidierungen mit 27 %. Verkäufer setzen vor allem auf Kapitalbeschaffung für Investitionen in wachstumsstärkere Bereiche: 49 % nennen diesen Faktor, 42 % steigende Bewertungen.

Private Equity dürfte dabei eine zentrale Finanzierungsquelle bleiben. 50 % halten PE-Kapital für besonders gut verfügbar, gefolgt von Barreserven mit 42 % und Bankkrediten mit 40 %.

Südeuropa und US-Käufer im Fokus

Das größte Wachstum erwarten die Befragten in den Benelux-Ländern sowie im Vereinigten Königreich und Irland mit jeweils 38 %. Dahinter folgen die Iberische Halbinsel mit 31 % und Italien mit 22 %.

Zusätzlichen Schub könnte Kapital aus den USA bringen: 88 % haben bereits eine stärkere Aktivität US-amerikanischer Käufer beobachtet. 95 % erwarten, dass deren Interesse an europäischen Unternehmen weiter zunimmt.

(CMS vom 11.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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