• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • M&A im Bereich Cybersecurity auf neuem Höchststand

19.12.2018

M&A im Bereich Cybersecurity auf neuem Höchststand

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Unternehmen im Cyberwar: Ausgefeilte Daten-Hacks, die weltweit voranschreitende Digitalisierung von Unternehmen und neue Richtlinien und Vorschriften führen zu Rekordtransaktionsvolumina und -bewertungen bei Übernahmen und Fusionen von Cybersicherheits-Unternehmen. Bis Oktober 2018 wurde mit 141 abgeschlossenen Transaktionen die Zahl der M&A-Deals der Jahre 2016 und 2017 nochmals übertroffen, so der Cybersecurity M&A-Marktreport des Technologieberatungsunternehmens Hampleton Partners.

Der Studie zufolge liegen die Gründe für den Aufwind im Bereich Cybersecurity am Hacking, einer neuen Form der Kriegsführung gegen Unternehmen und Nationalstaaten. Die durchschnittlichen Kosten für einen einzelnen Datenverstoß betragen heute laut der Studie 3 Mio. € zuzüglich der Reputationsschäden, die katastrophal sein können.

Beispiel einer Cyberattacke war der „NotPetya“-Ransomware-Angriff auf Maersk. Das Unternehmen wurde durch die Verschlüsselungs-Malware gezwungen, 4.000 Server und 45.000 Computer neu zu installieren. Das Unternehmen wies die indirekten Kosten des Angriffs mit einer Höhe von über 300 Mio. € aus.

Steigende Marktnachfrage nach Cybersicherheitslösungen

Seit 2016 gab es 426 Akquisitionen im Bereich Cybersicherheit. 27% der 40 wichtigsten Transaktionen seit 2016 wurden von Private Equity-Käufern getätigt. 2018 wurden neun große Deals über 500 Mio. USD von Käufern wie Thoma Bravo, Cisco, RELX, AT&T und Francisco Partners abgeschlossen. Die Gesamtbewertung der Märkte erreichte einen neuen Rekord von 5,6x Umsatz (hinter dem 30-Monats-Median). Aufgrund von Regulierung, Digitalisierung, ausgefeilten Hacks und neuen Technologien, die verstärkte IT-Sicherheit verlangen, gebe es eine steigende Marktnachfrage nach Cybersicherheitslösungen. Identitäts- und Zugriffsmanagement, Anti-Malware-Software, Netzwerk- und mobile Sicherheit, IT-Sicherheitsdienste sowie Finanztransaktionssicherheit sind die Wachstumstreiber der Cybersecurity-Branche.Branchenanalysten prognostizieren, dass der gesamte Cybersicherheitsmarkt durchschnittlich von 132 Mrd. USD im Jahr 2018 auf gut 235 Mrd. € im Jahr 2022 wachsen wird. Der Studie zufolge ist es nicht überraschend, einen hochaktiven M&A-Markt für Cybersecurity-Assets mit hohen Bewertungen zu sehen. Die Studienautoren gehen davon aus, dass Cybersicherheit auch künftig ein heißes Thema im Bereich M&A bleiben wird.

Der Cybersecurity M&A-Report kann hier heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung Hampleton Partners vom 18.12.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© adiruch na chiangmai/fotolia.com

02.02.2026

Weltweiter M&A-Markt geht mit Schwung ins neue Jahr

Der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen ist gut aufgestellt, seinen Aufwärtstrend auch 2026 fortzusetzen. Das Transaktionsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 40 % auf insgesamt 4,9 Billionen US-Dollar und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Bain & Company in ihrem „Global M&A Report 2026“. Auch der deutsche

Weltweiter M&A-Markt geht mit Schwung ins neue Jahr
Meldung

© bakhtiarzein/fotolia.com

29.01.2026

Ohne ESG kein Kapital: Wie Fintechs unter Druck geraten

Was lange als Thema klassischer Industrien galt, erreicht nun die Fintech-Szene: ESG-Anforderungen aus CSRD, Investorenlogiken und strenger Governance. Prof. Dr. Oliver Roll, Managing Partner bei Prof. Roll & Pastuch und Professor an der Hochschule Osnabrück, und Dr. Johann Thieme, Senior Director Financial Services, diagnostizieren einen klaren Paradigmenwechsel. Nachhaltigkeit wird vom „Nice-to-have“ zum Bewertungsmaßstab und zum

Ohne ESG kein Kapital: Wie Fintechs unter Druck geraten
Meldung

©pitinan/123rf.com

29.01.2026

Bankenregulierung: Eigenkapitalregeln blockieren Milliarden für die Transformation

Für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft müssen private Unternehmen bis 2045 hohe Milliardensummen investieren. Doch in einer Studie warnen Wissenschaftler am Institut der deutschen Wirtschaft (IW): Die Finanzierung droht an den Eigenkapitalgrenzen der Banken zu scheitern. 867 Milliarden Euro Eigenkapital benötigt Um die zusätzliche Kreditnachfrage für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft abzusichern, müssten europäische Kreditinstitute

Bankenregulierung: Eigenkapitalregeln blockieren Milliarden für die Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)