07.04.2026

M&A in Europa: Stabiler Markt, neue Dynamik

Der europäische M&A-Markt bleibt stabil, während Käufertrends, Private Equity und KI an Einfluss gewinnen, zeigt die neue European M&A Study von CMS.

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Das Jahr 2025 war durch eine Fortsetzung der käuferfreundlichen Trends gekennzeichnet, darunter eine zunehmende Verwendung von Earn-out-Vereinbarungen, längere Verjährungsfristen und weniger low Liability Caps. Kaufpreisanpassungen und die Nutzung von Gewährleistungsversicherungen (W&I-Insurance) blieben im Vergleich zu 2024 weitgehend unverändert auf hohem Niveau. Andere Transaktionskennzahlen, wie die anhaltende Seltenheit von MAC-Klauseln (Material Adverse Change) und Sicherheiten für Ansprüche, spiegeln, insbesondere im Vergleich zu den USA, etablierte Marktpraktiken wider und entsprechen den Vorjahren.

Dies sind die Erkenntnisse der 18. Ausgabe der European M&A Study der internationalen Wirtschaftskanzlei CMS. Die European M&A Study basiert auf der Analyse von 601 europäischen Transaktionen, die CMS im Jahr 2025 begleitet hat – dies ist ein Rekordvolumen. Kernaussagen und Erkenntnisse:

  • Käufer- und Verkäufergruppen blieben im vergangenen Jahr stabil. Strategen und Finanzinvestoren machten 96 % der Käufer aus, wobei die Zahl der strategischen Investoren um 4 % (auf 69 %) gesunken und die der Finanzinvestoren um 6 % (auf 27 %) gestiegen ist. Dies unterstreicht die wachsende Rolle von Private-Equity-Investoren im M&A-Geschäft. Auf der Verkäuferseite ist der Anteil strategischer Investoren auf 48 % angestiegen, während Finanzinvestoren, Manager und Einzelpersonen jeweils einen Rückgang von 2 % gegenüber 2024 verzeichneten.
  • Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein zentrales Thema in der juristischen Branche. Der Einsatz von KI bei M&A-Transaktionen hat zugenommen mit echten Effizienzsteigerungen. Marktteilnehmer berichten, dass diese Tools in den ganz überwiegenden Fällen die Effizienz verbesserten. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren zusätzlich verbreitet, da immer mehr Anwälte und M&A-Berater Technologie im gesamten M&A-Prozess einsetzen.
  • Die Daten für 2025 zeigen, dass preisbezogene Vertragsbedingungen im Vergleich zu 2024 konsistent geblieben sind. Kaufpreisanpassungen blieben stabil, während Earn-outs und EBIT/EBITDA-basierte Earn-out-Kennzahlen zunahmen und damit den käuferfreundlichen Trend aus dem Jahr 2024 fortsetzten. Dies trifft insbesondere für den deutschsprachigen Raum zu.
  • Die Risikoverteilung zeigt leichte Verschiebungen, mit einer leichten Zunahme von De-minimis und Basket limitations zugunsten der Verkäufer, sowie einer erhöhten Verwendung von längeren Verjährungsfristen in Europa. Bei letzterem bildet der deutschsprachige Raum eher die Ausnahme. Die Daten zu Limitation Caps und Sicherheiten für Ansprüche blieben im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sich Transaktionsbedingungen eher weiterentwickeln als grundlegend verändern. Insgesamt deuten die Daten für 2025 auf einen stabilen europäischen M&A-Markt mit teilweise käuferfreundlichen Verschiebungen statt struktureller Veränderungen hin.

(CMS vom 30.03.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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