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22.11.2018

Mitarbeiterkapitalbeteiligung: Vorteile für Unternehmen, Mitarbeiter und Gesellschaft

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© Andrey Popov - Fotolia.com

Eine aktuelle Studie des Deutschen Aktieninstituts gemeinsam mit der hkp group zeigt, basierend auf dem Rendite-Dreieck, die Vorteilhaftigkeit von Mitarbeiteraktien auf, bei denen der Arbeitgeber einen Rabatt auf den Marktpreis oder nach einer bestimmten Haltedauer Gratisaktien gewährt.

„Das Rendite-Dreieck Mitarbeiteraktien zeigt, welche Erträge Arbeitnehmer mit Mitarbeiteraktienprogrammen des eigenen Unternehmens erzielen können. Es bietet damit hervorragende Argumente für eine Kapitalbeteiligung“, sagt Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktien­instituts. „Mit Hilfe dieses neuen Rendite-Dreiecks können Unternehmen ihren Mitarbeitern die Vorteile ihrer Mitarbeiteraktienprogramme veranschaulichen. Unternehmen, die bislang noch keine Aktienbeteiligungen haben, können simulieren, welche Rendite die Mitarbeiter erwirtschaftet hätten. Unser Ziel ist es, Mitarbeiteraktien aus dem Nischendasein, das sie in Deutschland führen, herauszuholen,“ so Bortenlänger.

„Wir müssen Mitarbeitern den geförderten Vermögensaufbau in Aktien ermöglichen. Das ist in aller Interesse. Das Rendite-Dreieck Mitarbeiteraktien, das von der hkp/// group entwickelt wurde, simuliert die Wertentwicklung von Mitarbeiteraktienprogrammen der Unternehmen aus den Indizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX. Es ermöglicht eine faktenbasierte Diskussion zu den Vorteilen und Risiken von Mitarbeiterkapitalbeteiligung und berücksichtigt dabei Parameter wie gewährte Rabatte und die steuerliche Förderung“, so Michael H. Kramarsch, Managing Partner der hkp/// group.

In der Studie wird in einem ersten Schritt die Nachsteuerrendite eines fiktiven Mitarbeiteraktienprogramms aller DAX-Unternehmen als Benchmark berech­net; zunächst ohne Förderung durch Unternehmen und ohne Ein­beziehung des steuerlichen Freibetrags. Unter Hinzunahme der von den Unternehmen gewähr­­ten Rabatte bzw. Gratisaktien und des steuerlichen Freibetrags verdop­pelt sich die Wertentwicklung von Mitarbeiteraktien­programmen bei einem zehnjährigen Anlagezeitraum von insgesamt 34 Prozent auf rund 70 Prozent.

Bei der konkreten Berechnung der Renditen einzelner Unternehmen zeigt sich, dass vier von fünf der Unternehmen aus dem DAX, MDAX und SDAX bei ihren Mitarbeiteraktienprogrammen eine Wertsteigerung von insgesamt mehr als 50 Prozent nach Steuern erzielen konnten. Nur bei fünf Prozent der unter­suchten Unternehmen kam es in dem Zeitraum überhaupt zu Verlusten.

Auch der Renditeeffekt der staatlichen Förderung lässt sich im Rahmen des Rendite-Dreiecks Mitarbeiteraktien simulieren. „Der steuer- und abgabenfreien Betrag von derzeit 360 Euro muss dringend auf 1.000 Euro pro Jahr erhöht werden. Nur dann lohnt es sich für die Unternehmen, ihre Mitarbeiteraktien­programme durch größere Rabatte oder mehr Gratisaktien noch attraktiver zu gestalten. Bei geringeren Freibeträgen frisst ansonsten die Steuer dieses Arbeitgebergeschenk auf. Das Ziel, dass sich deutlich mehr Mitarbeiter an den Programmen beteiligen, könnte so erreicht werden“, erläutert Kramarsch. Die Erhöhung auf 1.000 Euro ist auch moderat, bleibt sie doch hinter Freibeträgen anderer Länder, wie beispielsweise Österreich mit einem Förderbetrag von bis zu 4.500 Euro, weiterhin zurück.

„Neben der Erhöhung der Freibeträge muss der Staat für weniger Bürokratie bei Mitarbeiteraktienprogrammen sorgen. Vor allem aber müssen die steuerlichen Rahmenbedingungen für Aktien, die derzeit auf Unternehmens- und Anlegerebene uneingeschränkt besteuert werden, attraktiver ausgestaltet werden“, fordert Bortenlänger.

Die Studie steht unter www.dai.de/studien zum Download bereit. Das Rendite-Dreieck Mitarbeiteraktien finden Sie unter www.mab-renditedreieck.de.

(Pressemitteilung DAI vom 21.11.2018)


Redaktion

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