• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Mittelstand mit Nachholbedarf bei professionellem Cash-Management

14.01.2016

Mittelstand mit Nachholbedarf bei professionellem Cash-Management

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die zunehmende Digitalisierung sowie wachsende internationale Aktivitäten führen für den Mittelstand in steigendem Maße dazu, jederzeitige Liquidität sicherzustellen. Zudem wird für die Unternehmen das präzise Steuern ihrer weltweiten Zahlungsströme immer wichtiger.

Eine aktuelle Studie der FH des Mittelstands (FHM) in Bielefeld zeigt, dass lediglich 36% der befragten Finanzverantwortlichen ein professionelles Cash-Management-System nutzen. Um einen Überblick zu gewinnen, ob und wie effizient der Mittelstand Cash-Management betreibt, hat die FHM 239 Finanzverantwortliche in mittelständischen Unternehmen befragt.

Effizientes Cash-Management wichtig für Unternehmen

Der Verbreitungs- sowie insbesondere der Professionalisierungsgrad der Cash-Management-Systeme weichen der Studie zufolge deutlich voneinander ab. Während etwa zwei Drittel der Finanzverantwortlichen, die Cash-Management betreiben, eine von ihrem Kreditinstitut angebotene Lösung verwenden, nutzen rund 22% ein eigenes System. 14% setzen Lösungen eines externen Softwarehauses ein. 37% der Befragten nutzen das verwendete System für ein Unternehmen, 27% hingegen steuern damit fünf und mehr Unternehmen. Knapp über die Hälfte der Befragten verwaltet fünf und mehr Kontoverbindungen mit ihrer Cash-Management-Lösung. „Cash ist nach wie vor King. Umso wichtiger ist ein effizientes Cash-Management, denn es steuert nicht nur alle Finanzströme, sondern reduziert Transaktionskosten und maximiert gleichzeitig Zinserträge für Liquiditätsüberschüsse. Damit liefert es einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensrentabilität“, so Frank-Oliver Wolf, Leiter Vertrieb Deutschland Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft der Commerzbank.

Anlage kurzfristiger Mittel für viele Unternehmen nicht mehr attraktiv

Die Niedrigzinspolitik der EZB hat das Finanzverhalten bei einem Großteil der Befragten nicht verändert. Nur ein kleinerer Teil reagiert auf die Auswirkungen, jedoch mit einer beschränkten Zahl von Maßnahmen, wie etwa das Vorziehen von Investitionen – auch zum Abbau von Liquidität. Dabei wird der langfristige Kredit als reines Finanzierungsinstrument gegenüber Leasing bevorzugt. Die Anlage kurzfristiger Mittel ist aus Sicht eines Großteils der Befragten nicht mehr attraktiv.

Liquiditätsmanagement weiterhin in zentraler Verantworung

Weitere Befunde zeigen, dass in der weit überwiegenden Zahl der Unternehmen operativer Zahlungsverkehr sowie Liquiditätsmanagement in zentraler Verantwortung organisiert sind. Das Herausstellen als eigenständiger Teilbereich, etwa als Profit- oder Servicecenter hat sich noch nicht durchsetzen können. Für die Zusammenarbeit mit einem Kreditinstitut sind zwei Dritteln der Befragten dabei ein eigenes Filialnetz und globale Vernetzung der Bank wichtig.

„Das professionelle Cash-Management gehört sicher zu den nächsten wesentlichen Innovationen im mittelständischen Finanzmanagement. Die Ergebnisse der ersten kundenbezogenen Cash-Management-Studie bestätigen diesen Entwicklungsschritt deutlich“, so der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Volker Wittberg. Die Umfrage der FHM wurde vom 15.09. bis zum 10.10.2015 durchgeführt.

(Pressemitteilung FHM vom 13.01.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© vege/fotolia.com

26.02.2026

Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China

Der deutsche Mittelstand sorgt sich um seine internationale Konkurrenzfähigkeit. Eine Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel im September 2025 ergab: Mehr als 40 % aller im globalen Wettbewerb stehenden deutschen Mittelständler rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition in den kommenden drei Jahren – das sind gut doppelt so viele wie zweieinhalb Jahre zuvor. Nur 23 % gehen von einer Verbesserung

Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China
Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

25.02.2026

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Schlussquartal 2025 leicht gewachsen, nachdem es im Vorquartal noch stagniert hatte. KfW Research betrachtet die Entwicklung als eine gute Ausgangsbasis für das laufende Jahr. Die volkswirtschaftliche Abteilung der KfW bleibt daher bei ihrer optimistischen Sicht auf die Wachstumschancen Deutschlands und geht für 2026 von einer Steigerung des BIP um

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

24.02.2026

Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust

Deutschlands Startups sind beim Blick auf die Lage des eigenen Unternehmens gespalten: Rund ein Drittel (35 %) berichtet von einer Verbesserung im vergangenen Jahr, fast ebenso viele (30 %) aber von einer Verschlechterung. Für weitere 35 % ist die Lage unverändert. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bitkom Research unter 133 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Jedes

Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)