• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Mittelstandsfinanzierung: Privilegien für KMU bleiben erhalten

27.04.2016

Mittelstandsfinanzierung: Privilegien für KMU bleiben erhalten

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Der Mittelstand wird auch in Zukunft privilegiert Bankkredite erhalten. Brüssel will an Vergünstigungen nicht rütteln, die für Darlehen an kleine und mittlere Unternehmen gelten.

Speziell für den Mittelstand hatte das Europäische Parlament 2013 Erleichterungen bei der Kreditvergabe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durchgesetzt. Dieser so genannte KMU-Unterstützungsfaktor bestand nun die Überprüfung und wird beibehalten. Dies gab Lord Hill, EU-Kommissar für Finanzstabilität, am vergangen Freitag bekannt.

Mittelstand Motor der europäischen Wirtschaft

„Zur Ankurbelung der Wirtschaft brauchen wir vor allem Investitionen des Mittelstands, denn er ist der Motor der europäischen Wirtschaft“, sagte der Europaabgeordnete und CSU-Finanzexperte Markus Ferber. „Ohne den KMU-Korrekturfaktor wären die Kapitalanforderungen für einen Mittelstandskredit enorm gestiegen.“ Die Ankündigung der Kommission schaffe langfristige Planungssicherheit für kleine und mittlere Unternehmen.

EU-Kommissar Lord Hill kündigte nicht nur den Erhalt des KMU-Unterstützungsfaktors an, sondern stellte auch eine Anhebung des Schwellenwerts in Aussicht. „Damit könnten sich noch mehr KMU-Kredite für geringere Kapitalanforderungen qualifizieren“, sagte Ferber. Begünstigte Kredite kämen vor allem mittelständischen Unternehmen zugute, die in der Wachstumsphase höheren Kapitalbedarf entwickelten.

Mittelstandskredite benötigen geringere Eigenkapitalanforderung

Für Mittelstandskredite gelten verringerte Eigenkapitalanforderungen. Wegen des KMU-Unterstützungsfaktors müssen Mittelstandskredite mit weniger Eigenkapital hinterlegt werden als zum Beispiel Darlehen an Großkonzerne. Dies macht die Vergabe von Krediten an kleine Firmen besonders attraktiv. Bis zum 28. Juni 2016 ist die Europäische Kommission aufgefordert einen Bericht über den KMU-Unterstützungsfaktor vorzulegen.

Deutsche Finanzexperten hatten der EU-Kommission in Brüssel in der Vergangenheit vorgeworfen, eine mittelstandsfeindliche Politik zu betreiben. Sie sehen durch EU-Vorgaben vor allem die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bedroht. Die beiden Bankengruppen zählen zu den wichtigsten Geldgebern des Mittelstands in Deutschland.

(Quelle: DeutscheHandwerksZeitung Online vom 25.04.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

02.07.2026

Unternehmen setzten auf strikten Sparkurs

In der angespannten wirtschaftlichen Situation fokussieren sich die Finanzverantwortlichen in Deutschland auf Kostenreduktion (68 %), die Integration von Künstlicher Intelligenz (64 %) und ihr Kerngeschäft (50 %). Knapp weniger als die Hälfte der Finanzverantwortlichen baut auf Innovationen (48 %), sehr viel weniger auf die Erschließung neuer Märkte (40 %) oder neuer Geschäftsfelder (28 %), um

Unternehmen setzten auf strikten Sparkurs
Meldung

© moomsabuy/fotolia.com

01.07.2026

IPO-Markt mit Rekordvolumen im zweiten Quartal

Ein ereignisreiches 2. Quartal liegt hinter dem globalen IPO-Markt; die Zahlen weisen deutliche Verschiebungen im Vorjahresvergleich auf. Während die Zahl der weltweiten Börsengänge im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht von 246 auf 250 stieg, wuchs das Emissionsvolumen massiv von 32,1 auf 144,8 Milliarden US-Dollar. Damit wurde der höchste Quartalswert seit Beginn der EY-Aufzeichnungen im Jahr 2003

IPO-Markt mit Rekordvolumen im zweiten Quartal
Meldung

©pitinan/123rf.com

01.07.2026

Unternehmen vermelden hohe Investitionsbedarfe, aber niedrige Investitionsplanungen

Die deutschen Unternehmen nehmen bei sich große Investitionsrückstände wahr. In einer Unternehmensbefragung, die KfW Research gemeinsam mit 19 Spitzen-, Fach-, und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, gaben 92 % der Unternehmen an, dass sie grundsätzlich Investitionsbedarf haben. Am häufigsten sehen sie diesen im Bereich Digitalisierung, wo 53 % Bedarf melden. Demgegenüber planen allerdings lediglich 61 % der

Unternehmen vermelden hohe Investitionsbedarfe, aber niedrige Investitionsplanungen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)