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31.03.2017

Mittelstandsfinanzierung: Ratingnoten einschätzen und vergleichen

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Banken und Sparkassen überprüfen in einem Ratingverfahren die Kreditwürdigkeit ihrer Firmenkunden. Die Unternehmen sollten die Ergebnisse kennen, einschätzen und vergleichen können. Dafür haben die KMU-Berater eine Vergleichsübersicht erarbeitet, die den Unternehmen eine realistische Einschätzung und einen Vergleich verschiedener Ratingergebnisse ermöglicht.

Banken und Sparkassen überprüfen in einem Ratingverfahren die Kreditwürdigkeit ihrer Firmenkunden. Die Unternehmen sollten die Ergebnisse kennen, einschätzen und vergleichen können. Dafür haben die KMU-Berater eine Vergleichsübersicht erarbeitet, die den Unternehmen eine realistische Einschätzung und einen Vergleich verschiedener Ratingergebnisse ermöglicht.

Mit einer Vergleichsübersicht können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Mittelständler ab sofort die Ratingergebnisse ihrer Banken und Sparkassen und deren Bedeutung für die weitere Kreditvergabebereitschaft der Kreditgeber einschätzen und die Ratingnoten ihrer Banken vergleichen. Der Verband „Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e. V.“ will damit die Kommunikation zwischen Kreditinstituten und Unternehmen über das Rating der Banken unterstützen. 

Die Übersicht stellt die Notensysteme von Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Deutsche Bank, Commerzbank, Creditreform und Standard & Poors einander gegenüber. Ergänzend zeigt die Übersicht die mit den Noten jeweils verbundene Ausfallwahrscheinlichkeit für Unternehmen. Diese sagt aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit Unternehmen mit dieser Ratingnote in einem Jahr insolvent sein werden. Auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit können Unternehmen die Ratingnoten ihrer verschiedenen Banken vergleichen.

Ratingnoten in sieben Stufen

Die KMU-Berater unterteilen die Ratingnoten in sieben Stufen. Diese Stufen treffen eine Aussage über die weitere Kreditbereitschaft der Banken. „Eine solche Einschätzung wird für die Unternehmen immer wichtiger, da die Erträge bei Banken und Sparkassen rückläufig sind und deshalb die Kreditgeber zunehmend vorsichtiger agieren werden“ ist Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating der KMU-Berater, überzeugt.

Die Stufen-Einteilung haben die Mitglieder der Fachgruppe Finanzierung-Rating auf der Grundlage vieler gemeinsamer Bankgespräche mit Beratungskunden erarbeitet. „Den Unternehmen geben wir aus Beratersicht Hinweise, welche Aktivitäten je nach Stufe für sie sinnvoll sind, um ihre Unternehmensfinanzierung dauerhaft zu sichern“ ergänzt Christoph Rasche von den KMU-Beratern.

Während auf „Stufe 1“ aus Sicht der KMU-Berater „alles im grünen Bereich ist“, empfehlen sie Unternehmen mit einer Ratingnote auf „Stufe 3“ bereits, nach Verbesserungspotenzialen im Unternehmen und in der Finanzierung zu suchen und diese auch zu nutzen. Auf der „Stufe 5“ sehen die KMU-Berater einen für die Unternehmen besonders sensiblen „Graubereich“. Bei den Sparkassen sind das die Ratingnoten 9 und 10, bei den Genossenschaftsbanken ist es die Note 2e und bei der Commerzbank zum Beispiel die Noten 3,6 und 3,8. „Während einige Institute bei diesen Noten noch eine gewisse aber bereits eingeschränkte Kreditbereitschaft haben, ist bei anderen keine Bereitschaft für zusätzliche Kredite mehr vorhanden“, erläutert Rasche die Erfahrungen aus vielen Beratungsfällen.

„Wir erleben in Beratungen immer wieder, dass Banken und Sparkassen ihre Firmenkunden nicht über die Ergebnisse des Ratings informieren. Und ebenso erleben wir, dass die Unternehmen nicht danach fragen. Aus Beratersicht kann ein Gespräch über das Rating aber für beide Seiten sehr fruchtbar sein. Deshalb möchten wir die Kommunikation über das Rating mit unserer Vergleichsübersicht im Sinne einer konstruktiven Partnerschaft fördern“ betont Sander.

Die Daten in der Übersicht basieren auf aktuellen Informationen seitens der Kreditinstitute beziehungsweise eigenen Recherchen der KMU-Berater, da drei Institute / Institutsgruppen auf Anfrage nicht bereit waren, Informationen zu ihren Ratingskalen mitzuteilen.

Die Übersicht kann unter www.ratingnoten.kmu-berater.de heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung KMU-Berater vom 23.03.2017)


Redaktion

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