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03.02.2023

Nach Rekordhoch: M&A-Markt im Digital-Commerce-Umfeld normalisiert sich

Einen rekordverdächtigen Start in das Jahr 2022 erlebte der Sektor Digitaler Handel mit 699 registrierten M&A-Deals. Die Deal-Volumina gingen dann aber in den folgenden drei Quartalen zurück: 544 im zweiten Quartal, 451 im dritten Quartal und 473 im vierten Quartal. Dies führte zu einer Gesamtjahreszahl von 2.167 Deals in 2022 und einem Rückgang von neun Prozent gegenüber den 2.370 Deals in 2021. Laut des Digital Commerce M&A-Reports von Hampleton Partners zeigt sich, dass eine "neue Normalität" eingetreten ist, die sich aber auf höherem Niveau abspielt als vor Covid.

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© Tim/Fotolia.com

Nach Spitzenwert von 699 Deals im ersten Quartal schloss 2022 mit Rückgang ab

Der Rückgang des Geschäftsvolumens im digitalen Handel im zweiten Quartal spiegele den allgemeinen Rückgang des M&A-Marktes wider. Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten sowie die dem Markt innewohnende Neigung, sich nach einer Phase hoher Aktivität und Volatilität zu normalisieren, haben diesen Abschwung den Studienautoren zufolge verursacht. Die Autoren des Digital Commerce M&A-Reports sehen in diesen Zahlen eine ’neue Normalität‘, die deutlich höher ist als vor der Pandemie. Die Akquisiteure seien weiterhin auf der Suche nach neuen digitalen Technologien, aber sie seien selektiver und risikoscheuer geworden. Es gebe immer noch einen großen Markt mit starken Multiplikatoren für etablierte und gesunde Unternehmen. Für unsichere Unternehmen sei der Markt aber begrenzt.

Top-Akquisiteure im Digital Commerce

Der aktuelle Hampleton-Report verzeichnete 5.474 aktive Akquisiteure in den letzten 30 Monaten.

Drei Unternehmen haben in den letzten 30 Monaten mehr als 10 Übernahmen getätigt:

  • Embracer Group – 19 Übernahmen, darunter Crystal Dynamics, Square Enix und Aspyr Media.
  • Tencent – 15 Übernahmen, darunter die Spieldesign- und Entwicklungsstudios Shift Up, Inflexion Studios und 1C Entertainment.
  • Animoca Brands – 11 Übernahmen, darunter TinyTap, WePlay Media und BDVL OU.

Die beiden Segmente mit dem größten Wachstum waren ‚Media, Social und Gaming‘ sowie ‚Agenturen und Dienstleister‘.

Media, Social und Gaming: Transaktionsvolumen auf neuem Niveau

Der Sektor Media, Social und Gaming veränderte sich mit den Auswirkungen von Covid im vierten Quartal 2020. Das Transaktionsvolumen stieg von 2020 auf 2021 um 134 Prozent an. Nach dem Abebben der Pandemie 2022 ging die Zahl der Transaktionen um 27 Prozent auf 438 zurück, wobei die Normalisierung des Marktes auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie liegt. GamingTech-Deals waren mit einer Rekordzahl von rund 97 Deals im Online-Gaming-Segment besonders häufig.

Agenturen und Anbieter von Dienstleistungen

Die Transaktionen im Bereich Agenturen und Dienstleister stiegen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf ein noch nie dagewesenes Niveau von 312 Deals. Die EBITDA-Multiplikatoren für die letzten 30 Monate sanken leicht von 7,7x auf 7,5x, während die Umsatzmultiplikatoren gleichblieben.

Zur Zukunft von Digital Commerce M&A

Ausgehend von den aktuellen Bedingungen gehen die Studienautoren davon aus, dass der globale, ‚einheitliche‘ Digital Commerce M&A-Markt in den nächsten zwei bis drei Jahren wahrscheinlich stärker segmentiert sein wird und stärkere regionale Unterschiede in Bezug auf den Transaktionswert und die Multiplikatoren aufweisen wird.

Der „Hampleton Partners Digital Commerce M&A Market Report 1H2023“ kann hier heruntergeladen werden. Der Digital Commerce Report deckt die Segmente Internetdienste und -portale, Digital Commerce Software, Agenturen und Dienstleister, Media, Social und Gaming sowie den Online-Handel ab.

(Pressemitteilung Hampleton Partners vom 02.02.2023)


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