• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Nachfolge wird für Mittelstand zunehmend zum Problem

11.01.2019

Nachfolge wird für Mittelstand zunehmend zum Problem

Beitrag mit Bild

©cirquedesprit/fotolia.com

Das Thema Unternehmensnachfolge bewegt den Mittelstand immer stärker: Insgesamt 6.674 Senior-Unternehmer – ein Rekordwert – und 4.321 Übernahmeinteressierte ließen sich 2017 bei ihrer IHK beraten. Das geht aus dem „DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2018“ hervor.

Die Untersuchung bietet eine Einschätzung der IHK-Organisation zur Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand. Er beruht auf mehr als 23.000 Kontakten der IHK-Experten mit Übergabe- und Übernahmeinteressierten im Jahr 2017.

Demnach nehmen die Sorgen des Mittelstands um die Unternehmensnachfolge weiter zu. So hatten zum Zeitpunkt der Beratung 47 Prozent der Senior-Unternehmer noch keinen passenden Nachfolger in Sicht – betroffen waren 3.105 Betriebe – und sogar 70 Prozent der potenziellen Übernehmer noch nicht den richtigen Chefsessel gefunden. Das sind Höchststände in der seit 2007 geführten IHK-Statistik.

Die Umfrage zeigt, dass die nach wie vor nicht geklärten Fragen bei der Anwendung des neuen Erbschaftsteuerrechts weiterhin für große Verunsicherung sorgen: Nach Aussage von 25 Prozent der potenziellen Nachfolger in der IHK-Beratung erschwert dieser Aspekt die familieninterne Stabsübergabe. Entmutigend wirken auch der Fachkräftemangel und die zunehmende Bürokratie.

Eine weitere Hürde liegt in den emotionalen Schwierigkeiten, die 36 Prozent der Senior-Chefs damit haben, ihr Lebenswerk loszulassen. Und gerade in Zeiten rasanter Digitalisierung gilt: Wird zu lange mit der Nachfolge gewartet, werden hier oft wichtige Trends verpasst.

Ein Lichtblick: Die IHKs verzeichnen ein wachsendes Interesse an Themen der Unternehmensgründung und -nachfolge. So nahmen 2017 deutliche 14 Prozent mehr Senior-Unternehmer und Nachfolgeinteressenten an IHK-Nachfolgetagen, -Seminaren und -Beratungen teil als im Jahr zuvor.

Und auch der Anteil der Frauen, die sich für eine Unternehmensübernahme interessieren, steigt: 2017 kletterte er auf den Rekordwert von 26 Prozent. Unter sämtlichen beratenen Existenzgründern ist die Frauenquote mit 40 Prozent allerdings immer noch deutlich höher.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung DIHK vom 03.01.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

17.02.2026

Wachstumsmotor Hightech

Ein Hightech-Potenzial von rund 1,7 Billionen Euro bietet deutschen Unternehmen die Chance, im internationalen Technologiewettbewerb entscheidend aufzuholen. In zentralen Schlüsseltechnologien liegen die Voraussetzungen, um Wertschöpfung zu skalieren und industrielle Stärke in zukünftigen Leitmärkten auszubauen – während andere Nationen wie die USA und China diese Hebel bereits systematisch nutzen und damit den Handlungsdruck für Deutschland erhöhen.

Wachstumsmotor Hightech
Meldung

©JulienEichinger/fotolia.com

17.02.2026

Deutsche Unternehmen blicken optimistisch gen Osten

Mittel- und Osteuropa gewinnt für deutsche Unternehmen in deren globalen Strategien weiter an Gewicht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von KPMG und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, für die 115 Unternehmen hinsichtlich ihrer Geschäftserwartungen in der Region befragt wurden. 63 % der Firmen erwarten demnach, dass die Länder Mittel- und Osteuropas in den kommenden fünf Jahren

Deutsche Unternehmen blicken optimistisch gen Osten
Meldung

© WrightStudio/fotolia.com

16.02.2026

Wagniskapitalgeber setzen in Deutschland andere Prioritäten

Der deutsche Markt für Wagniskapital (Venture Capital, VC) weist teils deutliche Unterschiede zum weltweiten VC-Geschehen auf. So erhielten deutsche Start-ups aus dem Bereich Climate-Tech – die also an Technologien und Dienstleistungen zur Dekarbonisierung und zur Minimierung von Klimarisiken arbeiten – im vergangenen Jahr zwar deutlich weniger Investorengelder als in den Vorjahren. Trotz des Rückgangs auf

Wagniskapitalgeber setzen in Deutschland andere Prioritäten
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)