• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Nachhaltigkeit bei Investoren auf dem Weg zum Mainstream

05.04.2019

Nachhaltigkeit bei Investoren auf dem Weg zum Mainstream

Beitrag mit Bild

© weerapat1003/fotolia.com

Für institutionelle Investoren spielen Umwelt- und Sozialbelange sowie Corporate Governance bei der Bewertung von Unternehmen und bei Anlageentscheidungen neben den üblichen finanziellen Kriterien eine immer wichtigere Rolle.

Diesen Trend belegt eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Aktieninstituts und Rothschild & Co.

Die Studie „ESG from the perspective of institutional investors – What listed companies should know” beruht auf umfangreichen Interviews mit 18 internationalen institutionellen Investoren mit einem verwalteten Vermögen von 14,4 Billionen Euro, darunter zehn der Top-20-Investoren in DAX und MDAX. „Unsere Studie erlaubt einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Entscheidungsfindung institutioneller Investoren“, erklärt Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. „Sie bietet Unternehmen, die sich auf die Anforderungen und Erwartungen der Investoren in Bezug auf die Umwelt-, Sozial- und Governance-Belange einstellen wollen, eine wichtige Orientierung.“ Die Studie zeigt, dass nicht mehr nur einige wenige Investoren mit dem Spezialfokus ESG diese Kriterien berücksichtigen. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer beziehen ESG-Kriterien in ihre Entscheidungsfindung ein. Nachhaltigkeitskriterien sind damit auf dem Weg in den Mainstream der Entscheidungsfindung institutioneller Investoren.

„Defizite bei ESG-Kriterien können bereits heute Auswirkungen auf Qualität, Breite und Loyalität der Aktionärsbasis haben,“ unterstreicht Dr. Martin Reitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rothschild & Co Deutschland GmbH, mit Blick auf mögliche Konsequenzen für börsennotierte Unternehmen. „Diese Entwicklung wird sich weiter verstärken. Wer darauf nicht reagiert,“ so Reitz, „schwächt unter Umständen die Verteidigungsfähigkeit des Unternehmens gegenüber aktivistischen Aktionären oder muss mit niedrigeren Kapitalmarktbewertungen rechnen.“

Reitz empfiehlt den Unternehmen, Investoren aktiv auf diese Themen anzusprechen: „Investoren honorieren eine offene Kommunikation von Vorstand und Aufsichtsrat zu ESG-Themen. Um einen klaren ESG-Fußabdruck zu zeichnen, sollten Unternehmen ihre wichtigsten ESG-Faktoren identifizieren und entsprechende Ziele formulieren. Dafür ist es aber auch wichtig, den Dialog mit den Investoren zu suchen, um deren Sicht der Dinge kennenzulernen.“

Das Gespräch mit den Investoren ist auch deshalb sinnvoll, weil sich, wie die Studie zeigt, Investoren teilweise erheblich in ihren Anforderungen an die ESG-Positionierung der Unternehmen unterscheiden. Dies gilt auch für die Gewichtung der ESG-Kriterien bei den Investitionsentscheidungen. „Es gibt unter Investoren keine einheitliche Sichtweise auf das Thema“, betont Bortenlänger. „Damit Vorstände, Aufsichtsräte und Investor Relations-Verantwortliche sich selbst ein Urteil bilden, haben wir uns entschieden, in der Studie eine Vielzahl von Originalzitaten wiederzugeben, die das breite Meinungsspektrum spiegeln.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung DAI vom 03.04.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©tadamichi/fotolia.com

16.07.2026

Wirtschaftsprüfer wachsen trotz Rezession weiter

Der deutsche Markt für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung bleibt auf Wachstumskurs. Nach einem Plus von 7,6% im Jahr 2024 stieg das Marktvolumen 2025 um 6,1% auf 22,6 Milliarden Euro. Die 25 umsatzstärksten Gesellschaften legten im Durchschnitt sogar um 8,1% zu. Das zeigen erste Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2026, die im August erscheinen soll. Deloitte erreicht erstmals Platz

Wirtschaftsprüfer wachsen trotz Rezession weiter
Meldung

©tashatuvango/ fotolia.com

14.07.2026

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief

Die Investitionsbereitschaft deutscher Mittelständler ist so niedrig wie seit Beginn der Erhebung 1995 nicht mehr. Nur noch 52% der Unternehmen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Das zeigt eine Umfrage der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken unter mehr als 1.000 Firmen. Hohe Kosten bremsen Unternehmen Die Geschäftserwartungen bleiben schwach:

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.07.2026

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt

Die staatliche Kaufprämie hat den deutschen Elektroautomarkt im zweiten Quartal deutlich belebt. Mit knapp 208.400 Neuzulassungen wurde ein neuer Quartalsrekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 54%. Von dem Wachstum profitieren jedoch vor allem ausländische Hersteller. Deutsche Konzerne wachsen langsamer Die deutschen Autobauer steigerten ihre Elektroverkäufe zwar um 31%, ihr gemeinsamer Marktanteil sank

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)