• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Nachhandelstransparenz: BaFin gestattet weiterhin spätere Veröffentlichung

21.06.2023

Nachhandelstransparenz: BaFin gestattet weiterhin spätere Veröffentlichung

Die BaFin hat durch drei neue Allgemeinverfügungen geregelt, dass Geschäfte mit Finanzinstrumenten weiterhin später veröffentlicht werden können, als es die MiFIR vorschreibt.

Beitrag mit Bild

©kamasigns/fotolia.com

Geschäfte mit Finanzinstrumenten können weiterhin später veröffentlicht werden, als es die europäische Finanzmarktverordnung (Markets in Financial Instruments Regulation – MiFIR) grundsätzlich vorschreibt. Die Finanzaufsicht BaFin hat dafür ihre entsprechenden Regelungen verlängert.

Neue Allgemeinverfügungen

Die Regelungen zu den Veröffentlichungsfristen von Geschäften galten bisher bis zum 02.07.2023. Mit Wirkung zum 03.07.2023 verlängert die BaFin deren Gültigkeit und erlässt die drei folgenden Allgemeinverfügungen:

  • Allgemeinverfügung zur Gestattung einer späteren Veröffentlichung von Geschäften mit Nichteigenkapitalinstrumenten an Handelsplätzen, die durch ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen betrieben werden.
  • Allgemeinverfügung zur Gestattung einer späteren Veröffentlichung von Over-the-Counter (OTC)-Geschäften mit Nichteigenkapitalinstrumenten durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen.
  • Allgemeinverfügung zur Gestattung einer späteren Veröffentlichung von Geschäften mit Eigenkapitalinstrumenten an Handelsplätzen, die durch ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen betrieben werden.

Die Veröffentlichung von OTC-Geschäften mit Eigenkapitalinstrumenten kann weiterhin nicht gesondert gestattet werden. Diese sind nach der MiFIR von der Gestattung für Handelsplätze erfasst. Handelsplätze, die von der BaFin beaufsichtigt werden, brauchen deren Genehmigung. Erst dann können sie sich eine spätere Veröffentlichung gestatten lassen.

Zum Hintergrund

Seit dem 03.01.2018 gelten nach der MiFIR neue Regelungen zur Nachhandelstransparenz bei Geschäften mit Finanzinstrumenten. Grundsätzlich sind demnach Einzelheiten zu Geschäften mit Finanzinstrumenten an einem Handelsplatz in Echtzeit bzw. so schnell wie technisch möglich zu veröffentlichen. Gleiches gilt für OTC-Geschäfte mit Finanzinstrumenten, die an einem Handelsplatz gehandelt werden.

Die nationalen Aufsichtsbehörden können unter bestimmten Voraussetzungen eine spätere Veröffentlichung gestatten. Ebenso können sie erlauben, dass bestimmte Informationen zu den Geschäften zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Neben der BaFin räumen weitere nationale Aufsichtsbehörden Ausnahmen von der Nachhandelstransparenz ein. Einzelheiten dazu sind dem aktuellen ESMA Annual Report – 2022 – On the Application of Waivers and Deferrals zu entnehmen.

(BaFin vom 20.06.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

Dominik Spanier

24.08.2026

KI verändert die Spielregeln der IT-Finanzierung

Künstliche Intelligenz verändert die Geschäftsmodelle von IT-Dienstleistern und damit auch ihre Finanzierbarkeit. Banken, Private-Debt-Fonds und Finanzinvestoren prüfen inzwischen genauer, welche Anbieter von Produktivitätsgewinnen profitieren und welche durch Automatisierung und Preisdruck unter Druck geraten. Dominik Spanier von Lincoln International erklärt, welche Geschäftsmodelle künftig noch attraktive Finanzierungskonditionen erhalten. CF: Herr Spanier, IT-Dienstleister galten lange als besonders verlässliche

KI verändert die Spielregeln der IT-Finanzierung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

20.08.2026

Private Equity: Nachfolgewelle eröffnet neues Potenzial

Der globale Private-Equity-Markt hat sich im ersten Halbjahr 2026 trotz geopolitischer Konflikte, steigender Inflation und unterschiedlicher Zinspolitiken als widerstandsfähig erwiesen. Weltweit wurden 1,0 Billion US-Dollar in 9.294 Transaktionen investiert. Damit bewegt sich das Investitionsvolumen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Zahl der Transaktionen entwickelte sich dagegen deutlich schwächer. Im rollierenden Zwölfmonatszeitraum sank das Investitionsvolumen leicht

Private Equity: Nachfolgewelle eröffnet neues Potenzial
Meldung

©Olivier Le Moal

19.08.2026

CO₂-Preis entscheidet über grüne Investitionen

Deutsche Industrieunternehmen würden mehr in klimafreundliche Technologien investieren, wenn der CO₂-Preis höher und zugleich verlässlich wäre. Dies zeigt eine aktuelle ifo-Umfrage. „Für viele Unternehmen machen planbare CO₂-Preise den Unterschied, ob sich etwa eine neue, klimafreundliche Anlage rechnet“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls. „Die befragten Unternehmen investieren im Schnitt erst, wenn der Preis konstant über 90 Euro

CO₂-Preis entscheidet über grüne Investitionen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)