21.07.2017

Premier League bleibt Finanzmacht Nummer eins

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Der Umsatzrekord aus dem letzten Jahr konnte erneut übertroffen werden. So stiegen die Gesamtumsätze des europäischen Fußballmarktes (ohne Transfererlöse) von 21,8 auf 24,6 Milliarden Euro. Mit rund 13,4 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 54 % entspricht, machten die sogenannten „Big Five“-Ligen mehr als die Hälfte des Marktvolumens aus.

Der Umsatzrekord aus dem letzten Jahr konnte erneut übertroffen werden. So stiegen die Gesamtumsätze des europäischen Fußballmarktes (ohne Transfererlöse) von 21,8 auf 24,6 Milliarden Euro. Mit rund 13,4 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 54 % entspricht, machten die sogenannten „Big Five“-Ligen mehr als die Hälfte des Marktvolumens aus.

Wie in den Vorjahren blieb die englische Premier League mit Umsätzen von 4,87 Milliarden Euro in finanzieller Hinsicht das Maß aller Dinge. Die Bundesliga konnte ihren zweiten Platz aus dem Vorjahr mit Erlösen von rund 2,71 Milliarden Euro bestätigen. Mit einem Wachstum von 13 % beziehungsweise 320 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erreichte die höchste deutsche Spielklasse auch in dieser Hinsicht Platz zwei – nur die spanische Primera División wies mit einem Plus von 19 % (384 Mio. Euro) ein noch höheres prozentuales Wachstum aus, während die italienische Serie A mit 7 % und die französische Ligue 1 mit 5 % Wachstum darunter lagen. Wenn die generell immer wichtiger werdenden Transfererlöse der Bundesliga (2015/16: 533 Mio. Euro / 2014/15: 231 Mio. Euro) in Bezug auf den Gesamtumsatz hinzugerechnet werden, ergibt sich sogar ein Wachstum von fast 24 % im Vergleich zum Vorjahr. Traditionell ist die Bundesliga bei den kommerziellen Erlösen besonders stark. Mit einem Umsatz von rund 1,25 Mrd. Euro (+111 Mio. Euro/+10 %) lag sie hier ebenfalls auf dem zweiten Rang.

Das sind Ergebnisse des „Annual Review of Football Finance“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte, der die zentralen Finanzzahlen des internationalen Profifußballs für das Geschäftsjahr 2015/16 analysiert.

„Das starke Umsatzwachstum der Bundesliga lässt sich vor allem anhand der gesteigerten Medienerlöse erklären. Diese machen mit 202 Millionen Euro rund 63 % des Gesamtwachstums ohne Berücksichtigung der Transfererlöse aus. Eine entscheidende Rolle spielten hierbei insbesondere die neuen Verträge zur Vermarktung der internationalen Fernsehrechte und der UEFA-Clubwettbewerbe. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz aus Medienrechten um 28 % auf 933 Mio. Euro gesteigert werden. Die Premier League spielt mit Medienerlösen von über 2,58 Milliarden Euro allerdings nach wie vor in einer eigenen Liga“, sagt Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

Bundesliga bleibt Zuschauermagnet Nummer eins

Die Bundesliga lockt die Fans weiterhin in Scharen ins Stadion. Mit einem Zuschauerschnitt von 42.421 pro Spiel ist sie in dieser Hinsicht die klare Nummer eins im Weltfußball, trotz eines kleinen Rückgangs gegenüber der Saison 2014/15. Dennoch stiegen die Spieltagerlöse minimal auf 528 Millionen Euro und damit um 1 % im Vergleich zum Vorjahr (521 Mio. Euro).

Spielergehälter steigen weiter

Parallel zum Umsatzwachstum stiegen auch die Gehälter der Fußballprofis. Insgesamt zahlten die Bundesliga-Clubs 1,34 Milliarden Euro an Gehältern. Dies entspricht einem Plus von 8 % bzw. 95 Millionen Euro. Das Verhältnis der Personalkosten zur Summe der Erlöse konnte die Bundesliga erneut positiv gestalten – mit 49 % bleibt es das niedrigste innerhalb der „Big Five“. Zum Vergleich: In der Premier League entsprachen die Personalkosten mit 3,05 Milliarden Euro mehr als 62 % des Gesamtumsatzes.

Großteil der Clubs arbeitet profitabel

Zwar sank der operative Gesamtgewinn (exklusive Transfers) der Bundesliga im Geschäftsjahr 2015/16 um 10 % auf 284 Millionen Euro; dennoch konnte jeder Club im Schnitt einen Gewinn von 16 Millionen Euro ausweisen und 16 der 18 Clubs erzielten ein positives Ergebnis. In der Vorsaison war dies nur elf Clubs gelungen. Zudem war die Bundesliga mit einem Plus von 21 Millionen Euro eine von nur zwei „Big Five“-Ligen, die eine positive Transferbilanz erzielte.

„Mit den ab der Saison 2017/18 in Kraft tretenden nationalen und internationalen Medienrechteverträgen werden die Umsätze in diesem Bereich in den nächsten vier Jahren um etwa 75 % steigen. Zusammen mit zu erwartenden Rekord-Transfers und kontinuierlich steigenden kommerziellen Erlösen stellen sie die größten Wachstumstreiber der Bundesliga dar. Auch wenn die Bundesliga dadurch nicht in die Sphären der Premier League vorstoßen wird, sollten diese Faktoren dazu beitragen, mittelfristig den zweiten Platz zu verteidigen“, ergänzt Hollasch.

(Pressemitteilung Deloitte vom 12.07.2017)


Redaktion

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