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27.03.2021

Private Equity-Markt im Aufwind: Revival für alte Zielbranchen?

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© pichetw/fotolia.com

Trotz anhaltender Pandemie und einem durchwachsenen vergangenen Jahr erlebt die Private Equity-Branche eine Renaissance. 2021 scheint im deutschen Mittelstands-Private Equity ein transaktionsstarkes Jahr zu werden. Dabei erleben drei lange verkannte Zielbranchen, bestehend aus Handel, Maschinenbau und Clean-Tech, offenbar ein Revival. Das sind die Kernergebnisse des aktuellen Private Equity Panels, bei dem die Wirtschaftskanzlei CMS und das Magazin Finance mehr als 50 verschiedene Private Equity-Häuser aus dem deutschen Mittelstand befragen.

Im Frühjahr 2020 dominierten Angst und Zurückhaltung am Markt die Panel-Ergebnisse. Anders in diesem Jahr. Bewertet auf einer Skala von 1 (wenig) bis 10 (viel), erwarten die Panel-Teilnehmer von den Private Equity-Kollegen auf Verkäuferseite eine sehr starke Aktivität von 7,52 Punkten und damit einen Anstieg von fast 60%.

Deal- und Kapitalquellen sprudeln wieder

Einen Anstieg von 50% markieren die zu erwartenden Aktivitäten auf Sell-Side von Unternehmen mit einem Wert von 6,58. Nachdem schon das letzte Quartal 2020 sehr viele Transaktionen sah, hat auch das erste Quartal in 2021 einen echten Blitzstart hingelegt mit ungewöhnlich hoher Deal-Aktivität ab der ersten Woche, stellen die Studienautoren fest.

Neu-Investments sind fest eingeplant

Ganz oben auf der To-Do-Liste der Befragten stehen in diesem Jahr Neu-Investments. Rund 55% der Panelisten planen, hier mehr Zeit zu verbringen. Bei Add-on-Deals sind es sogar mehr als zwei Drittel der Teilnehmer. Lediglich 33% geben an, Exits vorzubereiten. Bei vielen Häusern dürften die Portfolios damit weiter wachsen. Da die Anlagealternativen laut der Studie weiterhin fehlen, ist der Zufluss neuer Finanzmittel ungebrochen. Diese müssten jetzt eingesetzt werden.

Fest auf den vordersten Plätzen der Beliebtheitsskala stehen für die Panelisten nach wie vor die Branchen Software und Healthcare mit Werten von 8,94 sowie 8,62. Allerdings geraten gleich drei Branchen neu in den Blickwinkel der Panel-Teilnehmer.

Maschinenbau, Handel und Clean-Tech zurück auf den Kauflisten

Zurück auf dem Tableau der Panelisten sind die drei Branchen Erneuerbare Energien, Handel/E-Commerce und Maschinenbau. Vor allem (Online-)Händler verzeichnen im Vergleich zur letzten Befragung, mit einem Plus von 64% auf 6,38 Punkte einen Anstieg, den es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gab. Im Bereich Erneuerbare Energien verzeichnet das Panel ein Plus von 30% auf 6,21 Punkte, der Maschinenbau legt um 26% auf 5,03 Punkte zu. Die Branchenvorlieben der Private Equity-Investoren im deutschen Mittelstand scheinen sich also wieder zu verbreitern.

Die große Attraktivität von Software- und Healthcare-Assets bleibt der Umfrage zufolge erst einmal ungebrochen. Die Chancen für Private Equity-Investoren, bei einem solchen Asset zum Zug zu kommen, seien allerdings eher gering, selbst wenn man die sehr sportlichen Bewertungen mitgehe. Die Investoren müssten sich daher auch nach anderen Branchen umsehen, die trotz oder gerade wegen der Coronakrise reüssieren.

Ob jedoch auch die Finanzierungsoptionen mitziehen, ist laut des Private Equity Panels nicht ganz deutlich. Bereits vor der Corona-Pandemie hat sich das Umfeld für Buy-out-Finanzierungen im deutschen Mittelstand stark ausdifferenziert. Im aktuellen Panel deuten die Werte mit 7,68 Punkten bei der Verfügbarkeit (plus 23%) und mit 7,09 Punkten bei den Finanzierungskonditionen (plus 22%) zwar nach oben, doch eine klare Angebotsdifferenzierung lässt sich dadurch nicht abbilden. Banken und Debt Funds scheren nicht alle Assets über einen Kamm, stellen die Studienautoren fest. Auch weniger eingängige Investments lassen sich finanzieren. Man muss aber etwas mehr Zeit einplanen, um das Finanzierungspaket in trockene Tücher zu bekommen, so das Fazit der Studie.

Das Private Equity Panel Frühjahr 2021 finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung CMS vom 26.03.2021)


Redaktion

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