• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Private Equity Studie: Zunehmende Nachfrage und Sorge um überhöhte Preise

10.12.2021

Private Equity Studie: Zunehmende Nachfrage und Sorge um überhöhte Preise

Beitrag mit Bild

© alexlmx/fotolia.com

Montana Capital Partners (mcp) hat seine neunte mcp Annual Investor Survey veröffentlicht. Ein besonderer Fokus galt der Frage wie man eine Outperformance mit Private Equity-Investments erzielt und wie führende Investoren ihre Portfolios aktiv managen. Die Ergebnisse zeigen, dass Private Equity für Anleger nach wie vor eine sehr gefragte Anlageklasse ist. Es kommen aber auch Bedenken zum Ausdruck, dass sich GPs mit zu hohen EBITDA-Multiples in Unternehmen einkaufen könnten.

Der Bericht fasst die Ansichten einiger der weltweit führenden Private Equity-Investoren zusammen und gibt wertvolle Einblicke in ihre Anlagestrategien und -präferenzen im aktuellen Marktumfeld, das gekennzeichnet ist durch eine rege Transaktionstätigkeit, hohe Bewertungen und die Sorge vor einer steigenden Inflation.

Der allgemeine Tenor ist klar. Die Nachfrage nach Private Equity-Investments ist ungebrochen: 35 % der institutionellen Anleger und beeindruckende 88 % der Family Offices und Stiftungen geben an, mehr als 10 % ihres Portfolios in diese Anlageklasse investiert zu haben. Beide Anlegertypen haben die Allokationen in den letzten Jahren allmählich erhöht – als eine zentrale Maßnahme zur Steigerung der Portfoliorenditen und als Ergebnis der relativen Outperformance der Anlageklasse.

Secondaries gehören nach wie vor zu den drei wichtigsten langfristigen strategischen Präferenzen der Investoren – zusammen mit Mid-Market-Buyouts und Wachstumskapital. Fast 60 % der institutionellen Anleger widmen dieser Strategie inzwischen mehr als 5 % ihrer Private Equity-Allokation. Auch Family Offices und Stiftungen haben ihre Allokation erhöht: 39 % von ihnen setzen nun mehr als 15 % ihres Private Equity-Portfolios für Secondaries ein.

Erhöhte Bewertungsniveaus hingegen sind das vorherrschende Thema, das den Anlegern durchaus schlaflose Nächte bereitet. 72 % der Befragten gaben an, dass GPs, die sich mit zu hohen EBITDA-Multiples in Unternehmen einkaufen, die größte Sorge im Hinblick auf die Marktaktivität in den nächsten 12 bis 24 Monaten sind. Auf Platz zwei folgen mit 15% Bedenken hinsichtlich einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung, 10 % nannten politische und regulatorische Unsicherheiten.

Wenn es um die Verwaltung von Private Equity-Allokationen geht, übernehmen die Anleger zunehmend eine aktive Rolle, anstatt sich ausschließlich darauf zu verlassen, dass ihre GPs die richtigen Chancen für sie finden. Die Umfrage ergab, dass zwei von drei Anlegern Branchen und Sektoren analysieren, die in einem Post-Covid-Umfeld voraussichtlich profitieren werden, um das Risiko-Ertrags-Profil ihres Portfolios zu verbessern.

Dr. Marco Wulff, Managing Partner bei mcp, kommentiert: „Die Attraktivität von Private Equity ist für Investoren nach wie vor sehr hoch, und Secondaries spielen für viele von ihnen eine wichtige Rolle. Das liegt an den Vorteilen, die Secondaries den Investoren bieten, so zum Beispiel das attraktive Risiko-Rendite-Profil. Darüber hinaus hat die Strategie im aktuellen Marktumfeld Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit gezeigt.“

Dr. Christian Diller, Managing Partner bei mcp, fügt hinzu: „Das Governance-Modell von Private Equity hat während der Pandemie sehr gut funktioniert, da es zu erheblichen Ausschüttungen und Ausstiegsaktivitäten kam. Die hohen Bewertungen und der derzeitige Anstieg der Inflationsraten bereiten den Anlegern zwar Sorgen. Es wird aber erwartet, dass Private Equity dank des erheblichen Wachstums und den operativen Verbesserungen in den zugrunde liegenden Portfoliounternehmen, die GPs einbringen können, weiterhin besser abschneiden wird als die Publikumsmärkte.“

Eduard Lemle, Partner bei mcp, kommentiert: „Es ist interessant zu sehen, dass die Anleger offenbar entschlossen sind, ihre Portfolios aktiver zu verwalten, da sie erkannt haben, dass einige Sektoren sich besser entwickelt haben als andere. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in Zukunft auch auf dem Sekundärmarkt widerspiegeln wird, mit einer steigenden Nachfrage nach spezialisierten sektororientierten Fonds.“

Hinweis: Die Studie basiert auf zwei Teilen: Eine Online-Befragung von mehr als 60 der weltweit führenden Family Offices und institutionellen Investoren der Branche in den Monaten August und September 2021. Ergänzt wurde dies durch umfassende Interviews mit einem Teil dieser Investoren mit dem Ziel, weitere Einblicke zu erhalten.

(Pressemitteilung Montana Capital Partners vom 09.12.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

Esker Advertorial

26.11.2025

KI macht Finanzentscheider schneller, smarter, strategischer

Die Anforderungen an CFOs und Finanzexperten steigen: strategisches Handeln ist gefragt. Durch die KI-gestützte Automatisierung lassen sich Entscheidungen verbessern, Prozesse vernetzen und Wachstum gezielt fördern. Erfahren Sie, wie das Office of the CFO zur digitalen Schaltzentrale wird – mit klarer Vision und echtem Mehrwert. Hier können Sie den Praxisleitfaden downloaden. (Advertorial von Esker)

KI macht Finanzentscheider schneller, smarter, strategischer
Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

26.11.2025

KfW Research prognostiziert für 2026 Wachstum von 1,5%

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im dritten Quartal stagniert. Noch ist der Aufschwung in Deutschland nicht sichtbar, die Frühindikatoren zeigen in der Gesamtschau kein eindeutig positives Bild. KfW Research rechnet aber damit, dass die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2025 leicht zulegt. Nach zwei Jahren Rezession prognostizieren die Ökonomen der KfW für das Gesamtjahr 2025 unverändert ein

KfW Research prognostiziert für 2026 Wachstum von 1,5%
Meldung

© m.mphoto/fotolia.com

26.11.2025

Deutsche trauen KI keine Anlageberatung zu

Grundsätzlich stehen die Bundesbürger digitalen Finanzgeschäften aufgeschlossen gegenüber: 40 % wollen künftig sogar noch mehr Online-Angebote nutzen. Zwei von drei Befragten bezahlen mittlerweile kontaktlos mit Bank- und Kreditkarte oder mobil mit Smartphone und Smartwatch. Auch beim Onlinebanking gehört der schnelle Blick aufs Konto für jeden Zweiten zur Routine. Neue Technologien brauchen dagegen ihre Zeit, bis sie

Deutsche trauen KI keine Anlageberatung zu
Corporate Finance Zeitschrift plus Datenbank

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank