• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Probleme bei der Datenanalyse bremsen Industrieunternehmen bei der Nachhaltigkeitstransformation

11.06.2024

Probleme bei der Datenanalyse bremsen Industrieunternehmen bei der Nachhaltigkeitstransformation

Noch erschweren zahlreiche Lücken in der Datenauswertung vielen Unternehmen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit: 74 % beklagen, dass ihnen Daten (z.B. von Lieferanten) fehlen.

Beitrag mit Bild

©stockwerkfotodesign/123rf.com

Nachhaltigkeit ist für Industrieunternehmen längst ein Muss. Das unterstreicht die aktuelle Studie „Spotlight Zukunft 2024„, nach der drei von vier Unternehmen sich sowohl von Kunden und Investoren als auch von der eigenen Belegschaft zu einem umweltverträglicheren Handeln gedrängt fühlen. Das Problem: Um den Wünschen der Stakeholder möglichst schnell gerecht werden zu können, müssen die Unternehmen nach eigener Aussage bei der Erfassung und Aufbereitung ihrer Daten noch deutlich zulegen. Im Auftrag des PLM-Anbieters Aras wurden 835 Expertinnen und Experten auf Führungsebene in den USA, Europa und Japan befragt.

„Wie unsere Studie eindrücklich zeigt, ist der Übergang zu einer grünen Wirtschaft nicht nur ein politisches Ziel, sondern wird weltweit von zahlreichen weiteren Stakeholdern massiv gefordert“, sagt Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras. Fortschritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit sind also der Schlüssel, um auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich zu sein. „Egal ob in Europa, den USA oder Japan – in neun von zehn Unternehmen hat das Management bereits erkannt, dass die grüne Transformation nicht Bremser, sondern Treiber ihres künftigen Geschäftserfolgs ist“, so Rollenmüller weiter.

Reduce, Reuse, Recycle – Industriebetriebe nehmen Nachhaltigkeit ernst

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele spielen die sogenannten drei Rs eine zentrale Rolle: Reduce, Reuse, Recycle. So hat bei 83 % der befragten Unternehmen der geringere Verbrauch von Rohstoffen, Materialen und Produkten bereits hohe Priorität. Zudem setzen schon rund 70 % der Unternehmen auf den Einsatz von Gebrauchtmaschinen, den Umbau bestehender Anlagen sowie die Rückführung von Materialien und Werkstoffen in den wirtschaftlichen Kreislauf. Interessant: Mit 78 % (Reduce), 57 % (Reuse) und 65 % (Recycle) bilden die Industriebetriebe der DACH-Region im internationalen Vergleich eher das Schlusslicht.

PLM führt zu neuen digitalen und nachhaltigen Geschäftsmodellen

„An die Stelle einer Wegwerfwirtschaft tritt ein auf Wiederverwendung basierendes Produktionsmodell. Doch damit der Übergang von der linearen Ressourcenverarbeitung zur Kreislaufwirtschaft gelingt, sollten Unternehmen ihre Entwicklungs- und Produktionsprozesse anders denken und planen“, ist Industrieexperte Rollenmüller überzeugt. „Um das grüne Potenzial voll auszuschöpfen, müssen Unternehmen nicht nur ihre Daten aus der Konstruktions- und Fertigungsphase erfassen und analysieren, sondern auch die Liefer- und Abnehmerkette integrieren.“

Noch erschweren zahlreiche Lücken in der Datenauswertung vielen Unternehmen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit: 74 % der Studienteilnehmer beklagen, dass ihnen Daten (zum Beispiel von Lieferanten) fehlen, in 72 % der Unternehmen mangelt es an der entsprechenden Datenaufbereitung, und 67 % der Befragten räumen ein, dass ihnen schlichtweg die Fähigkeiten fehlen, die vorhandenen Daten zu verarbeiten. „Der Ausweg ist ein softwarebasiertes Product Lifecycle Management (PLM), um den gesamten Wertschöpfungszyklus auch datentechnisch miteinander zu vernetzen“, sagt Aras-Manager Rollenmüller. „Dieser digitale Faden zeigt nicht nur direkte Sparpotenziale bei Energieverbrauch und Materialeinsatz auf, sondern führt über die Verknüpfung mit Betriebs- und Leistungsdaten gleichzeitig zu neuen digitalen und nachhaltigen Geschäftsmodellen.“

(aras vom 11.06.2024 / RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.08.2026

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper

Deutschlands Banken blicken so skeptisch auf die Wirtschaft wie seit dem Sommer 2019 nicht mehr. Laut dem aktuellen Bankenbarometer von EY erwarten 56% der 100 befragten Institute in den kommenden zwölf Monaten eine Eintrübung der Konjunktur. Nur 17% rechnen mit einer leichten Verbesserung. Eigenes Geschäft bleibt robust Trotz des schwierigen Umfelds bewerten 78% der Banken

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper
Meldung

©ngad/fotolia.com

04.08.2026

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck

Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter eingetrübt. Sowohl Private-Equity- als auch Venture-Capital-Investoren bewerten ihre Geschäftslage deutlich schlechter. Hauptbelastungen sind die hohe makroökonomische Unsicherheit, gestiegene Zinsen und schwierige Exitbedingungen. Private Equity: Investitionsbereitschaft steigt Der Geschäftsklimaindikator im Private-Equity-Segment sank um 17,4 Zähler auf -32,2 Punkte. Die aktuelle Lage wurde mit

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck
Meldung

© habrda/ fotolia.com

03.08.2026

Automobilindustrie: Abhängigkeit von asiatischen Batterieproduzenten steigt

Europas Abhängigkeit insbesondere von chinesischen Batterieproduzenten steigt deutlich auf hohem Niveau. Demnach wurden im vergangenen Jahr 77 % der Batteriezellen für Elektroautos in Asien hergestellt (2024: 70 %), während auf Europa unverändert 13 % entfallen, wie eine aktuelle Analyse von Deloitte zeigt. Hinzu kommt, dass 98 % der europäischen Produktionskapazitäten von asiatischen Unternehmen kontrolliert werden

Automobilindustrie: Abhängigkeit von asiatischen Batterieproduzenten steigt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)