• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Regulierung, neue Technologien und Schwellenländer sind die wichtigsten Themen für den Finanzmarkt

10.11.2016

Regulierung, neue Technologien und Schwellenländer sind die wichtigsten Themen für den Finanzmarkt

Beitrag mit Bild

Finanzmarktregulierung, neue Technologien wie Blockchain und die Wiederbelebung der Schwellenländer sind aktuell die wichtigsten Schlüsselthemen für den Finanzmarkt. Das hat eine weltweite Umfrage der Deutschen Bank und FT Remark unter 200 Finanzmarktteilnehmern ergeben.

Finanzmarktregulierung, neue Technologien wie Blockchain und die Wiederbelebung der Schwellenländer sind aktuell die wichtigsten Schlüsselthemen für den Finanzmarkt. Das hat eine weltweite Umfrage der Deutschen Bank und FT Remark unter 200 Finanzmarktteilnehmern ergeben.

„Diese drei Themen werden die Wertpapierindustrie fundamental verändern und weitreichende Folgen für die Geschäftsmodelle vieler Kapitalmarktteilnehmer haben“, sagte Satvinder Singh, der Leiter des Bereichs, der in der Transaktionsbank der Deutschen Bank verantwortlich ist für Wertpapierdienstleistungen. Fast alle befragten Unternehmen haben deshalb in den letzten beiden Jahren ihr Geschäftsmodell (96 Prozent), ihr Einkaufsverhalten (95 Prozent) oder ihre Kapitalallokation (98 Prozent) verändert.

Differenzierter Blick auf Regulierung

Ebenso eindeutig bewerten die befragten Unternehmen die Auswirkungen der Finanzmarktregulierung. Während 62 Prozent Basel III und fast die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) Solvency II begrüßen, wird die EU-Verordnung „European Market Infrastructure Regulation“ (EMIR) und das US-Steuergesetz „Foreign Account Tax Compliance Act“ (FATCA) mit Blick auf die Belastungen für Unternehmen kritisiert. Die Zustimmung für EMIR liegt nur bei 2 Prozent, die für für FATCA bei 1 Prozent.

Blockchain wird schneller kommen als viele glauben

Die Blockchain-Technologie wird den Markt für Wertpapierdienstleistungen radikal verändern. 87 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass dadurch völlig neue Abwicklungsmodelle für Wertpapiere entstehen. In der Folge wird das Clearing und Settlement von Wertpapieren effizienter, und die Kosten werden deutlich sinken. Fast zwei Drittel (62 Prozent) erwarten dadurch Einsparungen in Höhe von 11 bis 25 Prozent. Nahezu die Hälfte (48 Prozent) geht davon aus, dass die Finanzbranche durch den Einsatz von Blockchain besser in der Lage sein wird, Risiken wie Systemausfälle und Marktstörungen zu bewältigen. Obwohl diese Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, halten es 75 Prozent der Befragten für wahrscheinlich, dass sich Blockchain flächendeckend durchsetzen wird.

Schwellenländer werden interessanter

Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) erwarten einen Aufschwung der Schwellenländer. Indien und Süd-Asien werden dabei als interessanteste Regionen gesehen. Eine sehr große Mehrheit (76 Prozent) der Befragten kritisiert die fehlende Kapitalmarktinfrastruktur in vielen Schwellenländern. Das halte sie davon ab, in diesen Regionen zu investieren oder aktiv zu sein.

(Pressemitteilung Deutsche Bank vom 10.11.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© adiruch na chiangmai/fotolia.com

02.02.2026

Weltweiter M&A-Markt geht mit Schwung ins neue Jahr

Der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen ist gut aufgestellt, seinen Aufwärtstrend auch 2026 fortzusetzen. Das Transaktionsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 40 % auf insgesamt 4,9 Billionen US-Dollar und damit auf den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Bain & Company in ihrem „Global M&A Report 2026“. Auch der deutsche

Weltweiter M&A-Markt geht mit Schwung ins neue Jahr
Meldung

© bakhtiarzein/fotolia.com

29.01.2026

Ohne ESG kein Kapital: Wie Fintechs unter Druck geraten

Was lange als Thema klassischer Industrien galt, erreicht nun die Fintech-Szene: ESG-Anforderungen aus CSRD, Investorenlogiken und strenger Governance. Prof. Dr. Oliver Roll, Managing Partner bei Prof. Roll & Pastuch und Professor an der Hochschule Osnabrück, und Dr. Johann Thieme, Senior Director Financial Services, diagnostizieren einen klaren Paradigmenwechsel. Nachhaltigkeit wird vom „Nice-to-have“ zum Bewertungsmaßstab und zum

Ohne ESG kein Kapital: Wie Fintechs unter Druck geraten
Meldung

©pitinan/123rf.com

29.01.2026

Bankenregulierung: Eigenkapitalregeln blockieren Milliarden für die Transformation

Für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft müssen private Unternehmen bis 2045 hohe Milliardensummen investieren. Doch in einer Studie warnen Wissenschaftler am Institut der deutschen Wirtschaft (IW): Die Finanzierung droht an den Eigenkapitalgrenzen der Banken zu scheitern. 867 Milliarden Euro Eigenkapital benötigt Um die zusätzliche Kreditnachfrage für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft abzusichern, müssten europäische Kreditinstitute

Bankenregulierung: Eigenkapitalregeln blockieren Milliarden für die Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)