• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Rekord-Investitionen von Family Offices: 2021 Jahr der europäischen Mega-Deals

27.06.2022

Rekord-Investitionen von Family Offices: 2021 Jahr der europäischen Mega-Deals

Familienvermögen und Familienunternehmen sind eine zentrale Säule unserer Wirtschaft – und ein wichtiger Teil der Rolle von Family Offices bei der Unterstützung der Strategie und des Erbes von Familienunternehmen ist die kluge Verwaltung des Familienvermögens und der Vermögenswerte. Unter anderem durch Investitionen und Deals. Sowohl die Anzahl als auch der Gesamtwert der Family Office-Investitionen in Europa erreichen derzeit Rekordwerte. Laut der aktuellen Studie „Family Office Deals 2022“ des Beratungsunternehmens PwC, lag der Gesamtwert der von Family Offices unterstützten Immobilien- sowie direkten Firmeninvestitionen in, aus und nach Europa im Jahr 2021 bei 227,6 Mrd. USD und erreichte somit einen neuen Höchststand. Hervorzuheben ist die hohe Zahl der Mega-Deals: 20 Transaktionen erreichten 2021 einen Investitionswert von jeweils mehreren Milliarden USD. Die Studie gibt erstmals Einblick in die diskrete Welt der Family Offices und deckt Investment-Trends mit europäischem Fokus auf. Für die Analyse hat PwC Direktinvestitionen in Unternehmen und Immobilientransaktionen von Family Offices zwischen Januar 2012 und Ende 2021 recherchiert.

Beitrag mit Bild

© Robert Kneschke / fotolia.com

Real Estate, Health und BioTech beliebte Investitionsfelder

Im Zeitraum von 2012 und 2021 konzentrierten sich Investitionen von Family Offices vor allem auf den Immobiliensektor (1.698 Transaktionen), während der Transaktionswert in der Gesundheits- und BioTech-Branche mit 255,9 Mrd. USD am höchsten war. Als beliebtester Zielmarkt für direkte Firmeninvestitionen galt Großbritannien, während sich die USA als attraktives Land für Immobilieninvestitionen erwies – gefolgt von Großbritannien auf Platz 2 und Deutschland auf dem dritten Platz.

2021 größtes Wachstum in Spanien, Frankreich und Österreich

Neben Langzeitentwicklungen geben die Transaktionsdaten Aufschluss über aktuelle Trends. Zwischen 2020 und 2021 verzeichnete Spanien mit einem Anstieg von 50% den größten Zuwachs an direkten Firmeninvestitionen. In der Assetklasse Immobilien war das schnellste Wachstum in Frankreich zu erkennen. Hier stiegen die Transaktionen um mehr als 300%, in Österreich um 200%. Wien gilt zudem als beliebter Ort für Real Estate-Investitionen. Die Bundeshauptstadt liegt auf Platz 6 im Langzeit-Ranking „City Hot-Spots for Family Offices Investments (2012 – 2021)“.

Der Analyse zufolge haben Family Offices ihre Rolle in der Investitionslandschaft im vergangenen Jahrzehnt beachtlich ausgebaut. Europa hat sich dabei als Dreh- und Angelpunkt etabliert, was die Attraktivität des Kontinents für heimische wie internationale Investoren verdeutlicht. In Hinblick auf die aktuell ungewisse wirtschaftliche sowie geopolitische Lage in Europa reagieren Investoren zögerlich, stellen die Studienautoren fest. Die Anzahl der Transaktionen aus dem ersten Quartal 2022 deute auf einen Rückgang des Wachstumstrends hin.

Club Deals: Starker Anstieg an Investment-Kooperationen unter Family Offices

Die Art und Weise, wie Family Offices Investitionen tätigen, hat sich in der vergangenen Dekade verändert. Einen Boom entdeckten die Studienautoren bei sog. Club Deals. So bezeichnet die Branche Zusammenschlüsse zwischen Family Offices und anderen Investoren-Gruppen wie etwa Private Equity Häusern, um gemeinsam Investitionen zu tätigen. Seit 2012 hat sich die Zahl der Club Deals um mehr als das 25-fache erhöht und erreichte 2020 ihren Höhepunkt. Die meisten Club Deals wurden in der Branche Computer, Elektronik und optische Produkte getätigt, die 38% des Gesamtanteils ausmachte – fast doppelt so viel wie die zweitgrößte Branche: Internet/E-Commerce.

Grund für den Boom von Club Deals ist laut der Studie einerseits der Anstieg der Deal-Größe – es braucht mehrere Investoren, um das benötigte Kapital aufzubringen. Andererseits wächst der Wunsch nach Risikodiversifizierung. In einer unsicheren Welt sind Family Offices zunehmend daran interessiert, die Risiken und Chancen ihrer Investitionen zu teilen, erklären die Studienautoren.

Die Analyse von PwC und Family Capital der Family Office-Transaktionen in oder aus Europa in den vergangenen zehn Jahren basiert auf der PwC-eigenen Datenbank mit weltweit 5.200 Single Family Offices, von denen fast 2.300 in Europa ansässig sind. Für die Erstellung dieser Analyse hat PwC Direktinvestitionen in Unternehmen und Immobilientransaktionen von Family Offices zwischen Jänner 2012 und Ende 2021 recherchiert, wobei PwC sich auf Informationen aus verschiedenen Drittquellen, aber auch auf in den Medien oder auf den Websites der Unternehmen veröffentlichte Artikel über größere Transaktionen gestützt hat.

Weitere Informationen zur Family Office-Studie finden Sie hier.

(Pressemitteilung PwC Österreich vom 23.06.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

©vege/fotolia.com

10.08.2026

Gebäudeenergieregister soll Finanzwirtschaft Daten liefern

Das geplante nationale Gebäudeenergieregister soll nach Angaben der Bundesregierung auch Finanzunternehmen bei der Bewertung und Finanzierung von Immobilien unterstützen. „Das Gebäudeenergieregister kann für Finanzunternehmen bei der Bepreisung von Krediten oder dem Zeichnungsgeschäft hilfreich sein, indem es erleichtert, energetische Kennzahlen verfügbar zu machen“, schreibt sie in der Antwort (21/7442) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis

Gebäudeenergieregister soll Finanzwirtschaft Daten liefern
Meldung

© vege/fotolia.com

06.08.2026

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand

Sechs von zehn Unternehmen, die kritische Rohstoffe direkt oder indirekt benötigen, befürchten Produktionsstopps oder Verzögerungen, sollte China seine Beschränkungen bei kritischen Rohstoffen wie Seltene Erden, Lithium oder Gallium ausweiten. 88 % rechnen mit höheren Beschaffungskosten, 71 % mit Lieferengpässen, vier von zehn droht der Verlust von Kunden. Das zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand
Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.08.2026

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper

Deutschlands Banken blicken so skeptisch auf die Wirtschaft wie seit dem Sommer 2019 nicht mehr. Laut dem aktuellen Bankenbarometer von EY erwarten 56% der 100 befragten Institute in den kommenden zwölf Monaten eine Eintrübung der Konjunktur. Nur 17% rechnen mit einer leichten Verbesserung. Eigenes Geschäft bleibt robust Trotz des schwierigen Umfelds bewerten 78% der Banken

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)