15.02.2018

Rekordinvestitionen in Blockchain-Start-ups

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Fintechs, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen, geraten verstärkt in den Fokus der Investoren. So haben vor allem Risikokapitalgeber im vergangenen Jahr 512 Millionen Dollar in Blockchain-Unternehmen gesteckt – das sind 65 Prozent mehr als noch 2016 und damit so viel wie noch nie.

Auffällig ist auch das wachsende Interesse von Private Equity-Firmen an Start-ups aus dem Finanzdienstleistungsbereich: Mit 139 Investitionen in einem Gesamtvolumen von 17 Milliarden US-Dollar wurde auch hier eine neue Höchstmarke erreicht (2016: 128 Finanzierungen und Deals mit 10 Mrd. Dollar). Das zeigt die aktuelle KPMG-Analyse „Pulse of Fintech“, für die die weltweiten M&A-Deals und Finanzierungsrunden mit Fintechs im Jahr 2017 ausgewertet wurden.

Weltweit wurden 2017 Finanzierungen von und Deals mit Fintechs in Höhe von 31 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und damit das Vorjahresniveau erreicht. Im Insurtech-Sektor kam es bei einem Gesamtvolumen von 7,4 Milliarden Dollar zu 339 Venture Capital- und Private Equity-Investitionen oder M&A-Deals (2016: 299/12,3 Milliarden). Der Anteil von Corporate Venture Capital an den gesamten Venture Capital-Investitionen in Fintechs erreichte mit 19 Prozent im Jahr 2017 eine neue Höchstmarke.

KPMG-Partner Sven Korschinowski: „ICOs (Initial Coin Offering) waren in den letzten Monaten sicher ein Hype-Thema und müssen bei manchen „Emittenten“ sicher kritisch betrachtet werden. Blockchain als Technologie hingegen bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, die sie für Investoren interessant macht. Die Investitionen in Insurtechs wiederum werden sowohl getrieben durch traditionelle Versicherer, die mit der zunehmenden Digitalisierung ringen als auch durch das wachsende Interesse von Risikokapitalgebern, die in diesem interessanten Vertical einen Fuß in die Tür bekommen wollen. In Deutschland haben viele Versicherer die Notwendigkeit zur digitalen Transformation erkannt und entsprechende Investitionen angestoßen.“

Starkes Wachstum in Deutschland

In Deutschland erfuhr der Finanzierungs- und Dealmarkt rund um Fintechs eine deutliche Belebung: Wurden 2016 noch 57 Finanzierungsrunden beziehungsweise Deals im Gesamtvolumen von 455,1 Millionen Dollar verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr bereits 67 Fälle, bei denen insgesamt 1,21 Milliarden Dollar flossen – ein Zuwachs von 166 Prozent.

M&A-Deals bleiben bevorzugte Exit-Option

Strategische Akquisitionen waren global gesehen auch im vergangenen Jahr die bevorzugte Exit-Option für Fintechs. 2017 kam es insgesamt zu 59 Fusionen und Übernahmen im Volumen von 2,37 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus wurden bei neun Börsengängen 1,78 Milliarden Dollar erlöst.

Trends 2018: Verknüpfung von Fintech und Smart Home-Anwendungen

Für dieses Jahr erwartet KPMG verstärkte Investitionen in Fintechs aus den Bereichen Maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz und Internet der Dinge. KPMG-Partner Sven Korschinowski: „Sowohl strategische Investoren als auch Fintechs suchen zunehmend nach Möglichkeiten, die rasante Entwicklung bei Machine Learning, AI and IoT auf den Finanzsektor zu übertragen – sei es bei der Digitalisierung von Prozessen oder neuen Produkten. Blockchain-Anwendungen dürften 2018 die nächste Reifestufe erreichen. In vielen Ländern werden zahlreiche konkrete Anwendungsfälle getestet, und auch im Bereich entsprechender Konsortien ist extrem viel Bewegung. So haben sich beispielsweise dem Versicherungskonsortium B3i alleine im vierten Quartal 2017 22 neue Mitglieder angeschlossen.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung KPMG vom 13.02.2018)


Redaktion

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