• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Rekordinvestitionen in britische Tech-Start-ups

17.01.2020

Rekordinvestitionen in britische Tech-Start-ups

Beitrag mit Bild

© tashatuvango/fotolia.com

Der bevorstehende Brexit hält Anleger nicht davon ab, kräftig in junge britische Technik-Start-ups zu investieren. Laut einer Studie des Unternehmernetzwerks Tech Nation und des Venture Capital-Dienstleisters Dealroom sind entsprechende Kapitalanlagen 2019 auf der Insel um satte 44% auf einen neuen Rekordwert von 13,2 Mrd. USD (rd. 11,9 Mrd. €) geklettert. Dieses Wachstum stellt die führenden Wagniskapitalmärkte in den USA und China deutlich in den Schatten, wo im selben Zeitraum sogar 20 bzw. 65% weniger Venture Capital-Investments verbucht werden konnten als im Vorjahr.

Die Zahlen bezeugen die Stärke der gesamten Technikbranche in Großbritannien, so die Studie. Die britischen Unternehmen würden nicht nur das Vertrauen der globalen Anlegerschaft besitzen, sondern auch neue Jobs und Wohlstand im ganzen Land erzeugen. 2019 habe sich das Land ganze 33% der gesamten in Europa getätigten Tech-Investments gesichert, obwohl Großbritannien nur 9% der europäischen Bevölkerung stellt, errechnen die Studienautoren.

Auch in Deutschland hatten Top-Start-ups im vergangenen Jahr erneut der Studie zufolge kaum Probleme, an frisches Kapital zu kommen. Deutsche Start-ups haben im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Rekordsumme von 6,2 Mrd. € von Investoren eingesammelt, was eine Steigerung von 36% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Studienautoren gehen davon aus, dass sich diese positive Entwicklung in den nächsten Jahren noch weiter fortsetzen wird.

Europa überholt China

Der Analyse zufolge, liegen die USA mit 116 Mrd. USD (rund 104 Mrd. €) weiterhin unangefochten an der Spitze, was die weltweiten Investitionen in Tech-Start-ups betrifft. Der bisherige Zweitplatzierte China wurde 2019 allerdings von Europa überholt: Während die Volksrepublik im vergangenen Jahr einen Einbruch von fast zwei Drittel bei Risikokapitalinvestments hinnehmen musste, durften sich junge Unternehmen in Europa über Rekordinvestitionen in Höhe von beinahe 40 Mrd. USD freuen. Auch auf einzelne Länder gerechnet, zeigt sich ein klarer europäischer Aufwärtstrend. Neben Großbritannien, das um 44% zulegte, wurden etwa auch in Deutschland und Frankreich mit 41% beziehungsweise 37% hohe Zuwächse auf den Wagniskapitalmärkten verzeichnet. Nach Deutschland flossen der Studie zufolge 7 Mrd. USD, nach Großbritannien 13,2 Mrd. USD und nach Frankreich 5,2 Mrd. USD.

(Pressemitteilung pressetext.redaktion vom 16.01.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

Dominik Spanier

24.08.2026

KI verändert die Spielregeln der IT-Finanzierung

Künstliche Intelligenz verändert die Geschäftsmodelle von IT-Dienstleistern und damit auch ihre Finanzierbarkeit. Banken, Private-Debt-Fonds und Finanzinvestoren prüfen inzwischen genauer, welche Anbieter von Produktivitätsgewinnen profitieren und welche durch Automatisierung und Preisdruck unter Druck geraten. Dominik Spanier von Lincoln International erklärt, welche Geschäftsmodelle künftig noch attraktive Finanzierungskonditionen erhalten. CF: Herr Spanier, IT-Dienstleister galten lange als besonders verlässliche

KI verändert die Spielregeln der IT-Finanzierung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

20.08.2026

Private Equity: Nachfolgewelle eröffnet neues Potenzial

Der globale Private-Equity-Markt hat sich im ersten Halbjahr 2026 trotz geopolitischer Konflikte, steigender Inflation und unterschiedlicher Zinspolitiken als widerstandsfähig erwiesen. Weltweit wurden 1,0 Billion US-Dollar in 9.294 Transaktionen investiert. Damit bewegt sich das Investitionsvolumen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Zahl der Transaktionen entwickelte sich dagegen deutlich schwächer. Im rollierenden Zwölfmonatszeitraum sank das Investitionsvolumen leicht

Private Equity: Nachfolgewelle eröffnet neues Potenzial
Meldung

©Olivier Le Moal

19.08.2026

CO₂-Preis entscheidet über grüne Investitionen

Deutsche Industrieunternehmen würden mehr in klimafreundliche Technologien investieren, wenn der CO₂-Preis höher und zugleich verlässlich wäre. Dies zeigt eine aktuelle ifo-Umfrage. „Für viele Unternehmen machen planbare CO₂-Preise den Unterschied, ob sich etwa eine neue, klimafreundliche Anlage rechnet“, sagt ifo-Forscher Mathias Dolls. „Die befragten Unternehmen investieren im Schnitt erst, wenn der Preis konstant über 90 Euro

CO₂-Preis entscheidet über grüne Investitionen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)