• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Report zu ESG-Kriterien: Wie bewertet man den „Plastik-Fußabdruck“ von Unternehmen?

25.03.2021

Report zu ESG-Kriterien: Wie bewertet man den „Plastik-Fußabdruck“ von Unternehmen?

Autokonzerne auf der Überholspur

© weerapat1003/fotolia.com

Unternehmen stehen vermehrt unter Druck, relevante Informationen zu Kunststoffnutzung und -management für Investoren und Regulierungsbehörden offenzulegen. Mit dem Report „Integration of plastics impact evaluation into ESG assessments” bietet die Nichtregierungsorganisation World Wide Fund For Nature (WWF)Analysten erstmals eine detaillierte Anleitung, wie relevante Leistungsindikatoren für Kunststoffe entwickelt und in bestehende ESG-Analyserahmen integriert werden können. Der Report „Integration of plastics impact evaluation into ESG assessments“ richtet sich in erster Linie an ESG-Datenanbieter und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Berichterstattung und Transparenz in Bezug auf die Verwendung von Kunststoffen und deren Auswirkungen zu verbessern.

Anbieter von ESG-Daten haben die finanziellen Auswirkungen des Umgangs mit Plastikmaterialien auf Unternehmen erkannt. Der Mangel an verlässlichen und vergleichbaren Unternehmensdaten erschwert jedoch eine objektive Bewertung der Kunststoff-Performance eines Unternehmens, stellen die Studienautoren fest. Mit dem Report will der WWF eine konkrete Anleitung bieten, wie die Einschätzung der Auswirkungen von Kunststoffen effektiv in ESG-Bewertungen integriert werden kann.

Relevante Leistungsindikatoren in bestehenden ESG-Analyserahmen integrieren

Der Bericht skizziert, wie relevante Leistungsindikatoren für Kunststoffe entwickelt und in bestehende ESG-Analyserahmen integriert werden können. Berücksichtigt wird dabei, wo sich Unternehmen in der Kunststoff-Wertschöpfungskette befinden, welche Maßnahmen zur Kunststoff-Reduktion getroffen werden und welche Bereitschaft für Veränderungen vorliegt.

Transparenz über den Plastik-Fußabdruck von Unternehmen

Durch das Setzen von Standards für die Bewertung von Plastikauswirkungen in ESG-Analysen können ESG-Dienstleister verstärktes Berichten und Handeln von Seiten der Unternehmen fördern. Langfristig sollte dies in eine verpflichtende standardisierte Berichterstattung und volle Transparenz über den Plastik-Fußabdruck von Unternehmen überführt werden, fordert der WWF.

Plastikverschmutzung ist an die Spitze der globalen Umweltagenda gerückt

Im letzten Jahrzehnt ist die Plastikverschmutzung aufgrund der zunehmenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen an die Spitze der globalen Umweltagenda gerückt. Unternehmen stehen vermehrt unter Druck, relevante Informationen zu Kunststoffnutzung und -management für Investoren und Regulierungsbehörden offenzulegen. Anhand von Interviews mit ESG-Analysten sowie Investoren zeigt der Report, dass die Bewertung von Kunststoffauswirkungen aktuell begrenzt ist. Während einzelne Anbieter von ESG-Daten bereits über Aspekte der Kunststoffauswirkungen von Unternehmen berichten, ist es für viele Datenanbieter ein neuer Arbeitsbereich. Die daraus resultierende mangelnde Vergleichbarkeit verschiedener ESG-Ratings erschwere es Investoren, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Der vollständige Report „Integration of plastics impact evaluation into ESG assessments“ kann hier abgerufen werden.

(Pressemitteilung WWF Deutschland vom 19.03.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Banking
Meldung

© momius / fotolia.com

27.02.2024

Verordnung über Sofortzahlungen angenommen

Der Rat der EU hat am 26.02.2024 eine Verordnung angenommen, mit der Sofortzahlungen in Euro für Verbraucher und Unternehmen in der EU und in den EWR-Ländern in vollem Umfang zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Vorschriften werden die strategische Autonomie des europäischen Wirtschafts- und Finanzsektors verbessern, da sie dazu beitragen, übermäßige Abhängigkeiten von Finanzinstituten und

Verordnung über Sofortzahlungen angenommen
Meldung

© adiruch na chiangmai/fotolia.com

27.02.2024

Rückläufige Bewertungen erschwerten 2023 das M&A-Geschäft

Das weltweite M&A-Transaktionsvolumen ist 2023 um 15 % auf 3,2 Billionen US-Dollar gesunken – den niedrigsten Wert in den vergangenen zehn Jahren. Angesichts steigender Zinsen, konjunktureller Unsicherheit sowie verschärfter Prüfungen durch Aufsichtsbehörden agierten potenzielle Firmenkäufer erheblich vorsichtiger. Laut einer Befragung von weltweit rund 300 M&A-Verantwortlichen, die im Rahmen des „Global M&A Report 2024“ der internationalen Unternehmensberatung

Rückläufige Bewertungen erschwerten 2023 das M&A-Geschäft
CO2, Treibhausgase
Meldung

dmitrydemidovich/123rf.com

26.02.2024

Digitalisierung kann 2030 mehr als 70 Mio. Tonnen CO2 einsparen

Windräder, die mithilfe von Sensoren ihre Rotorblätter optimal an die Windstärke anpassen, Felder, die auf Basis von Satellitendaten sparsamer gedüngt werden, Fabriken, die dank KI hocheffizient produzieren und dabei Energie einsparen: Digitale Technologien können wesentlich dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele im Stichjahr 2030 erfüllt. Wie die neue Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ zeigt, kann der

Digitalisierung kann 2030 mehr als 70 Mio. Tonnen CO2 einsparen
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank