• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Risk-Experten stellen Asset Liability Management auf den Prüfstand

23.08.2023

Risk-Experten stellen Asset Liability Management auf den Prüfstand

Zwar setzen die meisten Banken und Kapitalmarktfirmen bereits ALM-Technologie ein. Allerdings nutzt rund die Hälfte noch überholte Systeme.

Beitrag mit Bild

© castelberry/fotolia.com

Finanzinstitute weltweit richten ihr Augenmerk – spätestens seit dem Kollaps der Silicon Valley Bank (SVB) – stärker auf ihr Asset Liability Management (ALM). Laut einer aktuellen Celent-Studie, die von SAS, einem Anbieter von Lösungen für Analytics und künstliche Intelligenz (KI), unterstützt wurde, haben demnach 80 % der Unternehmen umfassende Verbesserungen ihrer ALM-Funktionen auf der Agenda.

Der Report „Modernizing Asset Liability Management“ basiert auf der globalen Befragung von mehr als 250 Risikoexperten im Finanzdienstleistungssektor in 22 Ländern zu ihren Bilanzierungsstrategien angesichts steigender Zinsen und zunehmender Liquiditätsrisiken. Die drei wichtigsten Ergebnisse:

ALM-Modernisierung ist geschäftsentscheidend

Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur plant die Mehrheit der befragten Unternehmen: Tier-1-Firmen, die über mindestens 750 Milliarden US-Dollar an Assetwerten verfügen, sind überwiegend (57 %) daran interessiert, ALM-Technologie der nächsten Generation zu implementieren. Dazu gehören zum Beispiel Cloud-native, API-getriebene Systeme und Machine Learning. Hingegen zieht weniger als die Hälfte (zwischen 48 und 38 %) der Tier-3- und Tier-4-Unternehmen (50 bis 249 Millionen US-Dollar an Assetwerten) eine Einführung neuer Systeme in Erwägung.

Prognosen, Alignment, Automatisierung sind die Top-3-Prioritäten bei kurzfristigen ALM-Optimierungen

Rund sechs von zehn Unternehmen planen, ihre Simulation für Forecasting aufzustocken. Jeweils mehr als die Hälfte (53 %) der Befragten wiederum möchte die Verknüpfung ihres ALM mit Risikomanagement, Treasury und Finance verbessern beziehungsweise regulierte Bereiche im Risikomanagement stärker automatisieren (52 %).

Integriertes Bilanzmanagement ist oftmals das langfristige Ziel

Weniger als ein Drittel (29 %) der Banken haben ihren Datenaustausch zwischen ALM und anderen Risiko- oder Fachbereichen komplett automatisiert. Allerdings geben 40 % der Unternehmen an, dass sie ihr Bilanzmanagement bereits erfolgreich integriert haben, 39 % haben dies zumindest vor.

(SAS vom 17.08.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

© bakhtiarzein/fotolia.com

13.08.2026

Bevölkerung sieht Mehrwert in Open Finance

Die Open-Finance-Pläne der EU treffen in der Bevölkerung auf ein geteiltes Echo: Zwar kennt bereits ein Drittel der Europäerinnen und Europäer das Konzept – ein überraschend hoher Anteil. Doch während knapp ein Drittel der Bevölkerung darin bereits klare Chancen für die eigene Finanzplanung sieht, überwiegen bei der Mehrheit noch Skepsis und Datenschutzbedenken. Unabhängig davon, wann

Bevölkerung sieht Mehrwert in Open Finance
Meldung

©blende11.photo/fotolia.com

12.08.2026

Due Diligence 2026: Mehr Unsicherheit bei Transaktionen

Geopolitische Spannungen, fragile Lieferketten und technologische Umbrüche erschweren die Bewertung von Unternehmen. Laut dem „European Due Diligence Report 2026“ von Alvarez & Marsal reagieren Private-Equity-Investoren mit erweiterten Prüfprozessen. Basis ist eine Befragung von mehr als 80 Führungskräften europäischer Beteiligungsgesellschaften. KI wird zum Standard Mehr als 80% der Befragten nutzen KI bereits regelmäßig oder testen sie

Due Diligence 2026: Mehr Unsicherheit bei Transaktionen
Meldung

©peshkova/123rf.com

11.08.2026

Jedes vierte Startup hat wegen KI auf Neueinstellungen verzichtet

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat Auswirkungen auf die Jobs in Tech-Startups. In den vergangenen zwölf Monaten hat rund jedes vierte Tech-Startup (27 %) wegen KI auf Neueinstellungen verzichtet, 7 % haben deshalb sogar Stellen abgebaut. Zugleich haben 16 % aber wegen KI zusätzliches Personal eingestellt, in jedem zweiten Startup (50 %) hat KI keine Auswirkungen auf den Personalbedarf.

Jedes vierte Startup hat wegen KI auf Neueinstellungen verzichtet
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)