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28.07.2021

Rückläufige Innovationskraft des Mittelstands schwächt auch die Digitalisierung

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©adam121/123rf.com

Die seit Jahren nachlassende Innovationskraft der mittelständischen Unternehmen in Deutschland wirkt sich auch nachteilig auf deren Digitalisierung aus. Eine im Auftrag von KfW Research durchgeführte Studie des Leibniz-Instituts für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat den Zusammenhang zwischen Innovationsaktivitäten und Digitalisierung aufgezeigt. Danach weisen Unternehmen, die sowohl Digitalisierungs- als auch Innovationsvorhaben umsetzen, ein höheres Wachstum bei Umsatz und Beschäftigung auf als Unternehmen, die nur Digitalisierungsmaßnahmen, aber keine Innovationsaktivitäten durchführen. Die Studie macht deutlich, dass sich Digitalisierung und Innovation gegenseitig bedingen: Je innovationsaktiver Unternehmen sind, desto tiefgreifender und umfassender sind auch ihre Digitalisierungsmaßnahmen.

Gleichzeitig stellen neue, digitale Technologien und digital vorliegende Daten für Unternehmen eine wichtige Basis für die Durchführung von Innovationsaktivitäten dar. Die Digitalisierung unterstützt die Unternehmen auf diese Weise dabei, Innovationen hervorzubringen. Unternehmen, die keine Innovationsaktivitäten betreiben, sondern nur Digitalisierungsmaßnahmen durchführen, sind demgegenüber kleiner und wachsen langsamer. Zudem beschränken sie sich oft auf einzelne, weniger anspruchsvolle Digitalisierungsschritte.

Digitalisierung und Innovation in Unternehmen bedingen sich gegenseitig

Laut der Studienautoren sind Innovation und Digitalisierung zwei Seiten derselben Medaille, wenn es um Wachstum und Beschäftigung geht. So sind digitale Technologien oft die Grundlage von Innovationen. Andererseits sind es gerade die innovativen Unternehmen, die die Digitalisierung voranbringen. Die Tatsache, dass immer weniger Mittelständler innovativ sind, bereitet deshalb Sorge, denn ohne eine breite Basis an mittelständischen Innovatoren werden sich auch die Fortschritte bei der Digitalisierung im Mittelstand verlangsamen.

Innovatorenquote im Mittelstand rückläufig

Die Innovatorenquote im Mittelstand ist seit rund anderthalb Jahrzehnten rückläufig. Seit ihrem Höchststand im Zeitraum 2004-2006 ging der Anteil innovativer Mittelständler bis 2017-2019 um knapp die Hälfte zurück (-49 %), wie der KfW-Innovationsbericht Mittelstand zeigt.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

(Pressemitteilung KfW vom 28.07.2021)


Redaktion

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