25.10.2019

Schuldscheinmarkt bleibt auf Rekordkurs

Beitrag mit Bild

© fotografin/fotolia.com

Der deutsche Schuldscheinmarkt hat im dritten Quartal seinen Rekordkurs fortgesetzt. In den ersten neun Monaten erreichte der Schuldscheindarlehensmarkt nach Daten der LBBW ein Neugeschäftsvolumen von 20,5 Milliarden Euro bei 98 Transaktionen.

Die Finanzierungssumme lag damit um gut ein Drittel und die Anzahl der Finanzierungen um gut 10 Prozent über dem Vorjahr. Im gesamten vergangenen Jahr hatten die Darlehensnehmer gut 23 Milliarden Euro über Schuldscheindarlehen (SSD) eingesammelt.

„Trotz der konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten erwarten wir im Gesamtjahr 2019 einen Marktumfang von rund 25 Milliarden Euro und damit am oberen Rand unserer bisher anvisierten Spanne“, prognostiziert Analystin Barbara Ambrus.

Wie üblich hatten mit 53 Prozent Unternehmen aus Deutschland den höchsten Anteil an den neuen Schuldschein-Transaktionen. Darauf folgten Österreich mit 17 Prozent und Frankreich mit 12 Prozent. „Auffällig ist in diesem Jahr, dass darüber hinaus Firmen aus elf anderen Ländern aktiv waren und somit am SSD-Markt eine hohe internationale Diversifikation erreicht wurde“, erklärt Barbara Ambrus.

Im dritten Quartal 2019 belief sich das Neuemissionsvolumen auf 7,4 Milliarden Euro und übertraf damit den langfristigen Durchschnitt der letzten zehn Herbstquartale um mehr als 70 Prozent. Die absolute Zahl von 35 Schuldschein-Transaktionen blieb etwas unter dem Vorjahr, übertraf aber ebenfalls deutlich den Durchschnittswert. Viele Firmen entschieden sich dabei für Schuldscheine mit mittlerer Laufzeit. Rund zwei Drittel von ihnen werden in fünf bis sieben Jahre fällig, berechnete die Analystin. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen nahm Beträge von bis zu 200 Millionen Euro auf.

(Pressemitteilung LBBW vom 17.10.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©fotomek/fotolia.com

24.06.2026

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken

Die Europäische Bankenaufsicht (European Banking Authority – EBA) konsultiert den überarbeiteten EU-weiten Stresstest. Dieser ist stärker risikoorientiert. Bei der Methodik, den Templates und Anleitungen, die bei dem Stresstest 2027 angewendet werden sollen, sind zum Beispiel die Datenanforderungen an die beaufsichtigten Unternehmen gesunken. Zudem sollen die Anforderungen des Stresstests mit aufsichtlichen Standards harmonisiert werden. Dadurch sinkt

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken
Meldung

©7razer/fotolia.com

23.06.2026

10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft und deutschen Export

Zehn Jahre nach dem Brexit zeigt sich die britische Wirtschaft insgesamt robust, bleibt aber deutlich hinter ihrem Potenzial zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade. Das hat auch Folgen für Deutschland und die Europäische Union (EU), die mit einer dauerhaft geringeren Handelsdynamik, stärkerem Wettbewerb und hoher Unsicherheit durch

10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft und deutschen Export
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

22.06.2026

KI bringt Geschäftsmodelle der Softwarebranche ins Wanken

Die Softwarebranche muss sich auf tiefgreifende Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle einstellen. Weil KI-Agenten zunehmend selbst Arbeit verrichten und nicht mehr nur als Werkzeug bedient werden, verschiebt sich, wofür Kundinnen und Kunden zu bezahlen bereit sind. Statt Entwicklungsstunden oder pauschaler Lizenzen werden künftig verstärkt messbare Ergebnisse wie behobene Sicherheitslücken oder gelöste Tickets abgerechnet. Das ist eine zentrale

KI bringt Geschäftsmodelle der Softwarebranche ins Wanken
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)