• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Simulation von Wertpapiertransaktion über Blockchain

27.09.2017

Simulation von Wertpapiertransaktion über Blockchain

Beitrag mit Bild

©DenysRudyi/fotolia.com

Die Commerzbank, die KfW Bankengruppe und die MEAG, der Vermögensmanager von Munich Re und ERGO, haben gemeinsam ein von der KfW begebenes Geldmarktwertpapier (Euro Commercial Paper, ECP) gehandelt und die Transaktion parallel in einer Blockchain abgebildet.

Die Blockchain oder auch Distributed Ledger Technologie ist eine dezentrale Datenstruktur und zum Beispiel Grundlage für intelligente elektronische Verträge, sogenannte „Smart Contracts“, bei denen die automatisierte Abwicklung von Geschäftsvorfällen im Vordergrund steht. Das Wertpapier wurde ohne Einbeziehung einer Zahlstelle und eines Clearingsystems abgewickelt und an die MEAG verkauft. Die Pilottransaktion umfasste ein Volumen in Höhe von 100.000 Euro bei einer Laufzeit von fünf Tagen.

Hohes Potenzial für Effizienzsteigerungen im Wertpapiergeschäft

Parallel zur Begebung und Abwicklung wurden wesentliche Teile dieser Transaktion auf Basis der Distributed Ledger Technologie und der Plattform R3 Corda nachvollzogen und simuliert. Die normalerweise erforderliche Zahl von Intermediären wurde dabei reduziert. Dies ermöglichte eine unmittelbare Wertstellung und wurde zugleich in Echtzeit auf Basis der Distributed Ledger Technologie abgebildet. Üblicherweise nehmen die Zahlung und die Abwicklung von Wertpapieren zwei Tage in Anspruch, da diese unter Einbeziehung von Clearingsystemen mit zeitlicher Verschiebung vorgegeben sind.Aufgrund kurzer Laufzeiten und einfacher Strukturen eignen sich Geldmarktwertpapiere gut für die Emission und den Handel auf Basis der Distributed Ledger Technologie. Basierend auf der Pilottransaktion konnte nunmehr ein echtes Geschäft mit mehreren Kontrahenten in wesentlichen Teilen über eine Blockchain parallel simuliert werden.

Minderung von Kapital- und Liquiditätskosten

Die Möglichkeit der unmittelbaren Abwicklung eines Wertpapiers kann für die Zukunft deutliche Vorteile bieten. Erstens lassen sich Effizienzgewinne durch schlankere Transaktionsprozesse und weniger Intermediäre realisieren. Zweitens kann eine taggleiche Valuta das Settlement Risiko verringern und damit gebundenes Kapital freisetzen. Aufgrund der üblichen hohen Handelsvolumina solcher Geschäfte können Kapital- und Liquiditätskosten deutlich gemindert werden. Die vollständige Hebung der Effizienzvorteile erfordert jedoch weitere technische, regulatorische und rechtliche Anpassungen.

Mehr erfahren

Mehr zum Thema Blockchain erfahren Sie im Interview mit Rechtsanwalt und Software-Entwickler Florian Glatz: „In der Welt der Blockchain ist der „Code“ das Recht“.

(KfW, PM vom 25.09.2017 / Viola C. Didier)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©alfaphoto/123rf.com

04.05.2026

Deutscher Markt für Wagniskapital startet solide ins Jahr 2026

Trotz großer wirtschaftlicher und weltpolitischer Unsicherheiten ist der deutsche Markt für Wagniskapital solide ins Jahr 2026 gestartet. Deutsche Start-ups sammelten im ersten Quartal 1,7 Milliarden Euro ein, das waren 6 % mehr als im ersten Quartal 2025. Das Investitionsvolumen war dabei nicht von einzelnen Megadeals getrieben, sondern ergab sich aus einer stabilen Entwicklung in der Breite

Deutscher Markt für Wagniskapital startet solide ins Jahr 2026
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

29.04.2026

Verwaltetes Vermögen wächst weltweit auf 147 Billionen US-Dollar

Das weltweit verwaltete Vermögen (Assets under Management, AuM) stieg im Jahr 2025 um 11 % auf 147 Billionen US-Dollar. Die Margen der Asset-Management-Unternehmen blieben stabil bei über 30 %. Trotz dieser starken Kennzahlen steht die globale Branche vor einem strukturellen Wendepunkt. Denn das Umsatzplus beruht zu 80 % auf positiven Marktentwicklungen, während nachhaltige Nettozuflüsse nur einen begrenzten Beitrag

Verwaltetes Vermögen wächst weltweit auf 147 Billionen US-Dollar
Meldung

© kritchanut/fotolia.com

28.04.2026

M&A-Deal-Volumen bei Deutschlands Tech-Unternehmen steigt deutlich

Die Zahl der Übernahme-Deals bei deutschen Tech-Unternehmen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – von 387 auf 375 Deals. Allerdings ist das Volumen der Transaktionen deutlich – um 28 % – auf umgerechnet gut 16 Milliarden Euro gestiegen, ein Plus von 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr 2024. Zum Vergleich: Den Höhepunkt erreichten

M&A-Deal-Volumen bei Deutschlands Tech-Unternehmen steigt deutlich
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)