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04.11.2021

Start-ups aus dem Labor: Digitalverband Bitkom fordert mehr Unterstützung für Ausgründungen

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© tashatuvango/fotolia.com

In Deutschland wird es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unnötig schwer gemacht, auf Basis ihrer Forschungen ein Start-up zu gründen. So fehlt es an Anreizen für Hochschulen, Ausgründungen zu unterstützen, Patent- und Lizenzverhandlungen verzögern den Gründungsprozess und es mangelt an finanzieller Unterstützung gerade für kapitalintensive Tech-Start-ups. Darauf hat der Digitalverband Bitkom in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier hingewiesen.

Spitzenforschung muss sich auch in Spitzengründungen niederschlagen. Deutschland sollte bei der Start-up-Förderung seine Stärken nutzen, und dazu gehören zweifellos eine hervorragende Forschungslandschaft und einige der weltweit klügsten Köpfe in vielen Wissenschaftsdisziplinen, fordert der Digitalverband. Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen dürften nicht weiter dem Zufall überlassen oder sogar behindert werden, sondern müssten verstärkt gefördert werden. Hier seien die neue Bundesregierung ebenso wie die Landesregierungen gefordert.

Konkret schlägt Bitkom unter anderem vor, in Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Erfolgsmessung neben etablierten akademischen Kennzahlen auch Ausgründungen und deren Begleitung durch Professorinnen und Professoren zu berücksichtigen. Zudem sollte die Grundlage für alternative Gründungsmodelle wie ein Gründungssemester geschaffen werden. Häufig fehlt es aber nicht nur an Unterstützung für Ausgründungen, sie werden teils auch aktiv behindert. So liegen die für das Start-up notwendigen Patente häufig bei den Forschungseinrichtungen, was zu langwierigen Verhandlungen, Handlungsunfähigkeit der Start-ups und somit Schwierigkeiten bei der Suche nach Kapitalgebern führt. Bitkom empfiehlt daher die Bereitstellung von transparenten und standardisierten Lizenzverträgen sowie die Entwicklung von Anreizen für Hochschulen, Start-ups Kaufangebote für Patente zu unterbreiten.

Darüber hinaus plädiert der Digitalverband Bitkom für den Ausbau von Netzwerken für Gründerinnen und Gründer, die aus der Wissenschaft kommen, und den Ausbau von finanzieller Unterstützung an, etwa durch die Entbürokratisierung bei der Einwerbung von notwendigen Forschungsmitteln.

Alle Bitkom-Vorschläge sind im Positionspapier „8 Punkte für mehr Ausgründungen aus der Wissenschaft“ nachzulesen, das hier zur Verfügung steht.

(Pressemitteilung Bitkom vom 04.11.2021)


Redaktion

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