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12.07.2021

Start-ups und etablierte Unternehmen gehen im Corona-Jahr auf Abstand

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© tashatuvango/fotolia.com

Deutsche Start-ups gingen im vergangenen Jahr weniger Kooperationen mit etablierten Unternehmen ein. Zwar arbeiten drei Viertel (76%) der Start-ups mit Mittelständlern, Konzernen oder Global Playern zusammen. Vor einem Jahr waren es aber noch 90%. Am häufigsten entwickeln Gründerinnen und Gründer gemeinsam mit etablierten Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen (54%). Vier von zehn Start-ups (43%) kooperieren auf sonstige Art und Weise, z.B. im Rahmen von Gründerwettbewerben. Jedes Sechste (17%) gibt an, dass etablierte Unternehmen eine finanzielle Beteiligung bei ihnen halten. Das zeigt eine Befragung von mehr als 200 Start-ups, die vom Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben wurde.

In der Corona-Pandemie haben alle mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn Vieles im Alleingang schwieriger ist: Kooperationen wurden während Corona vernachlässigt – von beiden Seiten, erklären die Studienautoren. Dabei gelte es, gerade in Krisenzeiten zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen.

Mehrheit der Start-ups macht positive Erfahrungen bei Kooperationen

Dass sich Kooperationen lohnen, zeigen die Erfahrungen der Start-ups. Sechs von zehn (61%) derjenigen, die mit etablierten Unternehmen Produkte und Dienstleistungen entwickeln oder auf sonstige Art und Weise zusammenarbeiten, berichten von überwiegend positiven Erfahrungen. Ebenso viele (61%) konnten neue Kunden und Märkte erschließen und über die Hälfte (54%) ihr Produkt verbessern. Vier von zehn (41%) stellen durch die Zusammenarbeit eine größere fachliche und technologische Expertise bei sich fest, so die Analyse des Digitalverbands.

Zusammenarbeit muss auf Augenhöhe stattfinden

Doch nicht nur die Start-ups profitieren von der Kooperation, ebenso können die etablierten Unternehmen von den Start-ups lernen. So ergänzen sich beide Seiten aufgrund unterschiedlicher Stärken und Schwächen, wie 47% der Gründerinnen und Gründer berichten. Ein Viertel (27%) sagt allerdings, dass die etablierten Unternehmen mehr von ihnen profitieren als umgekehrt. Fast zwei Drittel (63%) der Start-ups geben an, dass ihnen die Prozesse bei den Betrieben viel zu langsam und aufwändig waren. Gleichzeitig sagt jedes Vierte, dass es die etablierten Unternehmen als arrogant gegenüber Start-ups erlebt hat. Die Zusammenarbeit muss auf Augenhöhe stattfinden. Eine Kooperation ist dann besonders wertvoll, wenn man in der Lage ist, die eigenen Schwächen und die Stärken des Partners zu erkennen und anzunehmen, so das Fazit der Studie.

(Pressemitteilung Bitkom vom 12.07.2021)


Redaktion

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