Deutschlands Startups sind beim Blick auf die Lage des eigenen Unternehmens gespalten: Rund ein Drittel (35 %) berichtet von einer Verbesserung im vergangenen Jahr, fast ebenso viele (30 %) aber von einer Verschlechterung. Für weitere 35 % ist die Lage unverändert. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bitkom Research unter 133 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Jedes elfte Startup rechnet in diesem Jahr mit der Pleite
Deutlich skeptischer fällt der Blick auf die allgemeine Lage deutscher Startups aus: Nur 19 % haben im vergangenen Jahr eine Verbesserung gesehen, 37 % hingegen eine Verschlechterung. Rund jedes elfte Startup (9 %) befürchtet im Laufe der kommenden zwölf Monate eine Insolvenz. „Viele Startups kommen voran, aber ebenso viele kämpfen mit der schwierigen konjunkturellen Lage. Was allen helfen würde: leichterer Zugang zu öffentlichen Aufträgen, weniger Regulierung und mehr Möglichkeiten, Daten für innovative Services und Technologien einzusetzen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Deutschland hat in den vergangenen Jahren ein international wettbewerbsfähiges Startup-Ökosystem aufgebaut. Die Startup-Szene braucht gerade unter den anhaltend schwierigen konjunkturellen Bedingungen eine engagierte politische Flankierung.“
Nur die Hälfte würde wieder in Deutschland gründen
Aktuell würde nur die Hälfte der Gründerinnen und Gründer (50 %) wieder in Deutschland gründen. 20 % würden sich für ein anderes EU-Land entscheiden, nur 7 % für die USA und 11 % für ein anderes Land der Welt. 8 % wollen oder können dazu keine Angabe machen und 5 % würden überhaupt nicht erneut gründen.
(Bitkom vom 24.02.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)

