• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Steigende Inflation in Deutschland: Unternehmen droht ein erheblicher Margenverlust

02.06.2021

Steigende Inflation in Deutschland: Unternehmen droht ein erheblicher Margenverlust

Beitrag mit Bild

© Sergey Nivens/fotolia.com

Nachdem die Inflation 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie in den negativen Bereich eingebrochen ist, steigt sie seit Beginn dieses Jahres wieder stark an, die Verbraucherpreise schnellen in die Höhe. Auf die wirtschaftlichen Auswirkungen sind die meisten Unternehmen allerdings nicht vorbereitet. Die Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners sieht angesichts des zunehmenden Inflationsdrucks Handlungsbedarf für Unternehmen.

Die Inflation steigt wieder an. Doch es scheint, als hätten viele Unternehmen ‚vergessen‘, wie gutes Preismanagement in Zeiten steigender Verbraucherpreise funktioniert. Da dieser Skill in den vergangenen Jahren nicht erforderlich war, ist er schlicht von der Prioritätenliste gerutscht. Doch genau jetzt brauchen Unternehmen dieses Wissen wieder, stellen die Experten für Preisberatung fest. Sie müssten ihre Preispolitik genau überdenken, sonst drohe ihnen ein erheblicher Margenverlust.

Absatzsteigerungen und Kosteneinsparungen als Gewinntreiber

Auch die Ergebnisse der diesjährigen Global Pricing Study von Simon-Kucher zeigen, dass Unternehmen die Bedeutung von Pricing und Preisstrategien generell unterschätzen bzw. ihr nur wenig Beachtung schenken. So gaben in der Studie zwar nahezu 60% der Unternehmen an, dass sie ihren Gewinn im Jahr 2020 verbessern konnten. Als wichtigste Gewinntreiber nannten sie jedoch Absatzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Da Preiserhöhungen vergangenes Jahr nicht auf der Agenda standen, können die Margen durch eine steigende Inflation schnell wieder zunichte gemacht werden, so die Studienautoren.

Nur ein Drittel der anvisierten Preiserhöhung kann tatsächlich realisiert werden

Nur 20% der Unternehmen sehen laut der Global Pricing Study das Thema Preispolitik bzw. Preisgestaltung als Priorität auf ihrer unternehmerischen Agenda. Dazu kommt: Zwar planen die meisten Unternehmen dieses Jahr Preiserhöhungen, geben aber gleichzeitig an, dass sie im Schnitt nur ein Drittel ihrer anvisierten Preiserhöhung auch tatsächlich realisieren können. Selbst wenn Unternehmen Preissteigerungen in Höhe der Inflation durchsetzen können, droht ihnen ein erheblicher Margenverlust – wenn sie nicht jetzt umdenken und auf eine nachhaltige und durchdachte Preisstrategie setzen, warnen die Autoren der Studie.

In der Global Pricing Study befragt Simon-Kucher & Partners seit 2009 regelmäßig Unternehmen weltweit zu ihren Pricing- und Wachstumsstrategien. An der Global Pricing Study 2021 nahmen im Rahmen einer Online-Befragung im März dieses Jahres rund 2.200 Unternehmen aus über 27 Ländern und 36 verschiedenen Branchen und Industrien teil.

Weitere Informationen zur Global Pricing Study 2021 finden Sie hier.

(Pressemitteilung Simon-Kucher & Partners vom 02.06.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

pitinan/123rf.com

18.03.2026

Trendwende bei Investitionen in Sicht?

Die Investitionstätigkeit in Deutschland verzeichnet eine durchwachsene Entwicklung. Die staatlichen Investitionen sind zum Jahresende 2025 sprunghaft gestiegen, die privaten Wohnbauinvestitionen haben nach langem Rückgang einen Wendepunkt erreicht. Dagegen mussten die Unternehmensinvestitionen im vierten Quartal einen deutlichen Rückschlag hinnehmen – trotz zuvor eher positiver Signale. Dies zeigt der Investitionsmonitor März 2026 von KfW Research. Staat investiert

Trendwende bei Investitionen in Sicht?
Meldung

© bluedesign/fotolia.com

17.03.2026

Einbruch der Konjunkturerwartungen infolge des Nahost-Kriegs

Nach dem kräftigen Anstieg zum Jahresbeginn brechen die Erwartungen über die Konjunktur Deutschlands im März ein. Sie liegen mit minus 0,5 Punkten um minus 58,8 Punkte unter dem Vormonatswert. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich dagegen leicht verbessert. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 62,9 Punkten um plus 3,0 Punkte über dem

Einbruch der Konjunkturerwartungen infolge des Nahost-Kriegs
Meldung

olegdudko/123rf.com

16.03.2026

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück

Die Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik der seit Anfang 2025 amtierenden US-Regierung trifft auch den deutschen Mittelstand. 52 % der kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in die USA unterhalten, berichten über negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Für 36 % haben sich bisher keine Änderungen ergeben. Nur rund 7 % haben vom politischen Kurswechsel in den USA profitiert. Dies

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)