• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Steigende Nachfrage für Sustainability-Linked Loans (SLL) im Mittelstand erwartet

08.04.2022

Steigende Nachfrage für Sustainability-Linked Loans (SLL) im Mittelstand erwartet

Nach Ansicht der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen beziehen immer mehr Unternehmen Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Finanzierungen ein. Häufig kommen dabei Sustainability-Linked Loans (SLL) zum Einsatz, bei denen die Verzinsung an Nachhaltigkeitskomponenten geknüpft ist. Neben ESG-Ratings erfolgt die Bindung vor allem an sogenannte Nachhaltigkeitsindikatoren, wie z.B. die Höhe der Treibhausgas-Emissionen. Der Zugang zu dieser Finanzierung setzt verlässliche Informationen über die nichtfinanzielle Unternehmensleistung voraus, die bislang jedoch vor allem von großen, kapitalmarktorientierten Unternehmen berichtet werden.

Beitrag mit Bild

©arthonmeekodong/123rf.com

Im Jahr 2021 erreichten die Sustainability-Linked Loans weltweit ein Volumen von 428 Mrd. USD. In Europa lag der Marktanteil von Konsortialkrediten mit einer an Nachhaltigkeitskriterien gekoppelten Zinsmarge bereits bei rund 40 %. Nach Ansicht von Alexander Rasch aus dem Sustainable Finance Advisory der Helaba wird die Nachfrage nach nachhaltigkeitsbezogenen Darlehen auch in den nächsten Jahren weiter steigen. „Ein wesentlicher Grund für die steigende Nachfrage besteht darin, dass auch mittelständisch geprägte Unternehmen Finanzierungen mit einem ESG-Element künftig einfacher darstellen können“, so Rasch.

Eine grundlegende Rolle wird dabei nach Ansicht der Experten der Helaba und BDO der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zukommen. Die kommende Berichterstattung nach der CSRD kann als Grundlage und damit als Chance angesehen werden, wenn es darum geht, Stakeholdern wie Kreditgebern und Investoren verlässliche Nachhaltigkeitsinformationen zur Verfügung zu stellen. Insbesondere die konkrete Ausgestaltung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) wird diese Chance unterstützen.

Die künftige CSRD sieht im Vergleich zur derzeitigen Rechtslage eine deutliche Ausweitung des Anwendungsbereichs vor. In Deutschland wären dann statt bisher ca. 550 Unternehmen von öffentlichem Interesse zukünftig ca. 15.000 Unternehmen von den Berichtspflichten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung betroffen – darunter erstmalig zahlreiche große mittelständische Unternehmen. Nach Ansicht von Nils Borcherding aus dem Sustainability-Services Bereich von BDO können insbesondere von dieser Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung neu betroffene Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt werden.

Der politische Entscheidungsfindungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Auf der Zielgeraden wird insbesondere um eine zeitliche Verschiebung der ursprünglich für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2023 geplanten Erstanwendung für große Unternehmen um ein bzw. zwei Jahre gerungen. Unternehmen sollten sich dennoch bereits frühzeitig mit den kommenden Änderungen der CSRD beschäftigen, rät Borcherding. „Dabei sollte die vielfach neue Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht als Belastung, sondern als Chance für die Unternehmen gesehen werden.“

Hier finden Sie die vollständige Publikation.


Weitere Meldungen


Meldung

©tashatuvango/ fotolia.com

14.07.2026

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief

Die Investitionsbereitschaft deutscher Mittelständler ist so niedrig wie seit Beginn der Erhebung 1995 nicht mehr. Nur noch 52% der Unternehmen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Das zeigt eine Umfrage der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken unter mehr als 1.000 Firmen. Hohe Kosten bremsen Unternehmen Die Geschäftserwartungen bleiben schwach:

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.07.2026

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt

Die staatliche Kaufprämie hat den deutschen Elektroautomarkt im zweiten Quartal deutlich belebt. Mit knapp 208.400 Neuzulassungen wurde ein neuer Quartalsrekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 54%. Von dem Wachstum profitieren jedoch vor allem ausländische Hersteller. Deutsche Konzerne wachsen langsamer Die deutschen Autobauer steigerten ihre Elektroverkäufe zwar um 31%, ihr gemeinsamer Marktanteil sank

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt
Meldung

© pichetw/fotolia.com

13.07.2026

Globales M&A-Geschehen zeigt sich resilient

Der globale M&A-Markt hat das erste Halbjahr 2026 als Spiel zweier Hälften erlebt: Auf einen rekordverdächtigen Start folgte im zweiten Quartal ein spürbarer Rückgang. Das zeigt der aktuelle Quarterly Deal Performance Monitor (QDPM) von WTW, der in Zusammenarbeit mit dem M&A Research Centre der Bayes Business School erstellt wird. Auf Basis der Aktienkursentwicklung schnitten Käuferunternehmen,

Globales M&A-Geschehen zeigt sich resilient
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)