• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Stimmung im deutschen Mittelstand verschlechtert sich

07.08.2024

Stimmung im deutschen Mittelstand verschlechtert sich

Hinter dem bisher erwarteten Konjunkturaufschwung stehen nach der Trendwende bei den KfW-Unternehmensbefragungen nun wieder größere Fragezeichen.

Beitrag mit Bild

rawpixel/123rf.com

Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand hat sich im Juli zum dritten Mal in Folge verschlechtert – und zwar dieses Mal deutlich: Es sinkt im Vergleich zum Vormonat um 4,2 Zähler auf minus 17,7 Punkte. Negative Indikatorwerte weisen auf eine unterdurchschnittliche Konjunkturlage hin.

Innerhalb des Geschäftsklimaindex sinkt die Beurteilung der aktuellen Lage um 4,2 Zähler auf minus 15,9 Punkte. Damit notiert der Indikator wieder fast so tief wie zu Jahresbeginn. Die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten sinken ebenfalls stark um 4,0 Zähler auf minus 19,7 Punkte.

Für das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer wertet die KfW Ergebnisse der ifo-Konjunkturumfragen aus, unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und Wirtschaftszweigen.

Stimmungseintrübung in kleinen und großen Unternehmen

Die Stimmungseintrübung betrifft im Juli kleine und mittlere Unternehmen aus allen Bereichen. Am stärksten ist sie im Dienstleistungssektor ausgeprägt, gefolgt vom Einzelhandel. Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich bewerten die Lage aber weiterhin deutlich besser als Unternehmen aus anderen Sektoren. Auch in den Großunternehmen sinkt das Geschäftsklima im Juli. Mit einem Minus von 2,1 Zählern auf minus 22 Punkte ist der Rückgang etwas weniger ausgeprägt als im Mittelstand. Allerdings lag das Geschäftsklima der Großunternehmen in den letzten Monaten auch schon recht deutlich unter dem Klima der mittelständischen Unternehmen, sodass nun eine Annäherung stattfindet.

Hoffnungsschimmer durch Erholung des Konsumklimas

„Das Geschäftsklima der deutschen Unternehmen ist das dritte Mal in Folge gesunken. Es handelt sich um mehr als eine rein erwartungsgetriebene Stimmungseintrübung, denn auch die Geschäftslage der befragten Unternehmen hat sich wieder verschlechtert“, sagte Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. „Hinter dem bisher erwarteten Konjunkturaufschwung stehen nach der Trendwende bei den Unternehmensbefragungen und dem leichten Rückgang des BIP im zweiten Quartal nun wieder größere Fragezeichen. Doch es gibt auch unter den aktuellen Indikatoren Hoffnungsschimmer. Vor allem hat sich die Erholung des Konsumklimas bis zuletzt fortgesetzt.“

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer finden Sie hier.

(KfW Research vom 06.08.2024 / RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

olegdudko/123rf.com

16.03.2026

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück

Die Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik der seit Anfang 2025 amtierenden US-Regierung trifft auch den deutschen Mittelstand. 52 % der kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in die USA unterhalten, berichten über negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Für 36 % haben sich bisher keine Änderungen ergeben. Nur rund 7 % haben vom politischen Kurswechsel in den USA profitiert. Dies

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück
Meldung

Matthias Töke

12.03.2026

KI, Regulierung, Private Equity: Finanzinstitute am Wendepunkt

Der Finanzsektor steht vor einem tiefgreifenden Umbruch: Künstliche Intelligenz, veränderte regulatorische Rahmenbedingungen und neue Akteure wie Private-Equity-Investoren verschieben etablierte Spielregeln. Im Interview ordnet Matthias Töke von Baker McKenzie ein, warum Finanzinstitute jetzt grundlegende Weichenstellungen vornehmen müssen und welche Entscheidungen über ihre Zukunftsfähigkeit entscheiden werden. CF: Herr Töke, viele sprechen von einem Wendepunkt für Finanzinstitute. Worin

KI, Regulierung, Private Equity: Finanzinstitute am Wendepunkt
Meldung

©vizafoto/fotolia.com

12.03.2026

Höchste Ausfallrate seit Finanzkrise erwartet

Die Ausfallrisiken deutscher Unternehmen steigen spürbar. Wie die aktuelle Default Study 2026 von Creditreform Rating zeigt, erhöhte sich die empirische Ausfallrate im Jahr 2025 auf 1,88 %. Für das Jahr 2026 erwartet die Ratingagentur einen weiteren Anstieg auf 2,08 %. Damit würde die Zwei-Prozent-Marke erstmals seit der globalen Finanzkrise wieder überschritten. Die Entwicklung spiegelt die weiterhin schwache

Höchste Ausfallrate seit Finanzkrise erwartet
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)