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02.09.2026

Stimmung im Mittelstand verbessert sich deutlich

Mittelstand und Großunternehmen blicken wieder optimistischer auf Geschäftsentwicklung, Exporte und die deutsche Konjunktur.

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© bluedesign/fotolia.com

Die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat sich im August überraschend stark aufgehellt. Das Geschäftsklima stieg den vierten Monat in Folge, im August um beachtliche 4,5 Zähler auf minus 12,5 Punkte. Getragen wurde diese Positiventwicklung sowohl von einer verbesserten Bewertung der aktuellen Lage als auch noch stärker von deutlich optimistischeren Erwartungen an die Geschäftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten. Das Stimmungsbarometer bewegt sich zwar weiterhin unter der Nulllinie, die den langjährigen Durchschnitt markiert. Der Trend zeigt aber klar nach oben.

Das sind Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Dafür werden monatlich mehr als 9.500 Unternehmen aus allen relevanten Wirtschaftsbereichen nach ihrer aktuellen Situation und ihren Erwartungen befragt, differenziert nach Unternehmensgrößen.

Enorme Verbesserung der Exporterwartungen

Der Geschäftsklimaindex der Großunternehmen stieg mit 4,9 Zählern sogar noch stärker als der des Mittelstands. Er notiert damit nun, wie im Mittelstand, bei minus 12,5 Punkten.

Getrieben wird die Aufhellung des Geschäftsklimas bei den Mittelständlern wie den Großunternehmen vom Verarbeitenden Gewerbe und vom Großhandel. Auffallend ist die enorme Verbesserung der in der ifo-Umfrage berichteten Exporterwartungen – die aber nur im Verarbeitenden Gewerbe abgefragt werden. Für kleine und mittlere Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes kletterte der Index um 8,2 Zähler auf minus 1,7 Punkte und für Großunternehmen machte er einen gewaltigen Satz um 21,4 Zähler auf nun plus 8,6 Punkte.

KI-Boom hat auch Deutschland erfasst

Diese schlagartige und sehr starke Positiventwicklung ist überraschend. Das ifo Institut weist darauf hin, dass die deutschen Ausfuhren in die EU boomen und dass besonderer Export-Optimismus unter den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen herrscht. Das dürfte ein Hinweis sein, dass der weltweite Boom bei KI-Ausrüstungen auch Deutschland erfasst hat und sich in der Digitalisierungsbranche bei der – ohnehin schon guten – Auftragslage immer stärker bemerkbar macht.

„Die deutsche Wirtschaft hat sich in diesem Jahr deutlich robuster gezeigt als erwartet. Die Unternehmen haben die Auswirkungen der Nahost-Konflikte und der handelspolitischen Reibereien besser verkraftet als zu befürchten gewesen war. Eine vorsichtige Zuversicht kehrt nun in viele Unternehmen zurück. Sie schauen positiver als noch vor einigen Monaten auf ihre aktuelle Lage und künftige Geschäftsentwicklung. Die wirtschaftliche Entwicklung geht in die richtige Richtung. Wir haben unsere Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr auf 1,1 % angehoben, für 2027 erwarten wir nun ein Plus von 1,5 %“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

(KfW Research vom 01.09.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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