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03.07.2025

Stimmungsaufhellung im Mittelstand setzt sich fort

Sowohl der Mittelstand als auch die Großunternehmen erwarten perspektivisch bessere Geschäfte, zeigt das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer.

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© bluedesign/fotolia.com

Die Stimmungsaufhellung im deutschen Mittelstand hat sich im Juni fortgesetzt. Das Geschäftsklima, der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, stieg zum vierten Mal in Folge – diesmal um 0,5 Zähler auf nun minus 14,2 Punkte. Damit lag es zwar weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt, der durch die Nulllinie markiert wird. Doch der Trend zeigt aufwärts.

Im KfW-ifo-Mittelstandsbarometer wertet KfW Research Ergebnisse der Konjunkturumfragen des ifo Instituts aus, unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und Hauptwirtschaftsbereichen. Innerhalb des Indexes stagnierte die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage im Mittelstand bei minus 16,6 Punkten. Die Unternehmen bewerteten aber die Aussichten auf Sicht von sechs Monaten erneut positiver als noch im Vormonat, der Indikator für die Geschäftserwartungen stieg um 1,0 Zähler auf nun minus 12,2 Punkte.

Auch bei den Großunternehmen verbesserten sich die Geschäftserwartungen – und zwar deutlich um 4,4 Zähler auf nun minus 9,3 Punkte. Dagegen sank bei den Großunternehmen die Bewertung der aktuellen Lage deutlich.

Hoffnung auf konjunkturelle Trendwende nimmt zu

Dass die Erwartungen, wie nun sowohl im Mittelstand als auch in den Großunternehmen zu beobachten ist, besser ausfallen als die Lageurteile, ist ein typischer Vorbote für eine beginnende Erholung. „Die Entwicklung deutet darauf hin, dass es für Deutschland nach einem konjunkturell eher schwachen Sommer perspektivisch aufwärts gehen wird“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. „Die deutschen Unternehmen gehen offenbar von einer gestiegenen Kompromissbereitschaft der USA bei Handelsfragen aus. Die anhaltende Erholung der Geschäftserwartungen ist aber sicherlich noch stärker auf ein gestiegenes Vertrauen der Unternehmen in die Binnenwirtschaft zurückzuführen.“

Bauunternehmen setzen auf Fiskalpaket der Bundesregierung

Positiv hervor stach im Juni – wie schon im Vormonat – die Stimmung in den großen Bauunternehmen. Dieses Wirtschaftssegment war im Mai 2025 das erste und ist bislang das einzige seit der russischen Invasion der Ukraine, in dem das Geschäftsklima nun wieder etwas besser ausfällt als im historischen Durchschnitt. Im Juni stieg die Stimmung hier weiter an, um 2,5 Zähler auf plus 4,2 Punkte. „Mit ihrem Schwerpunkt im öffentlichen Bau und im Tiefbau sind die Aussichten für die großen Bauunternehmen dank des neuen Fiskalpakets der Bundesregierung besonders vielversprechend“, so Dr. Dirk Schumacher.

(KfW vom 03.07.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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