• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Strategische Kostentransformation: Bereitschaft zu Einsparungen nimmt deutlich zu

17.12.2020

Strategische Kostentransformation: Bereitschaft zu Einsparungen nimmt deutlich zu

Beitrag mit Bild

© Zerbor - Fotolia.com

Angesichts der unsicheren konjunkturellen Aussichten sind viele Unternehmen in Deutschland bereit, den Gürtel enger zu schnallen. Knapp zwei Drittel (63%) ziehen laut einer Deloitte-Befragung Einsparungen in Betracht. Die Bereitschaft, Kosten zu senken, hat sich damit in Deutschland nahezu verdoppelt; vor Beginn der COVID-19-Pandemie waren lediglich 33 Prozent der Befragten bereit zu diesem Schritt.

Dabei geht es nicht nur um kosmetische Eingriffe. Auch die Bereitschaft zu größeren Einschnitten mit einem Einsparpotenzial von mehr als 10 Prozent hat zugenommen, wie die Studie „COVID-19 und die Kosten: Strategische Kostentransformation als Weg aus der Krise“ zeigt. Waren vor Corona noch 39 Prozent der Befragten bereit, Maßnahmen dieser Art zu ergreifen, so stieg dieser Anteil mit Blick auf die Situation nach der Pandemie auf knapp zwei Drittel (63%). „Wir sehen, dass die Bereitschaft. Kosten zu senken. in Deutschland nach Corona zugenommen hat, stärker als im weltweiten Durchschnitt“, sagt Dr. Ümit Aydin, Deloitte-Partner im Bereich Consulting und Experte für strategische Kostentransformation.

Für die Studie „COVID-19 und die Kosten“ hat Deloitte im Juni und Juli 2020 weltweit mehr als 1.000 Entscheider in 13 Ländern befragt, rund drei Viertel von ihnen sind Mitglieder des Vorstands und des oberen Managements. In Deutschland nahmen 79 hochrangige Manager vor allem aus den Branchen Energie, Gesundheit, Konsum und Telekommunikation teil.

„Achtsames Wirtschaften und flexibles Handeln sind durchaus angemessen“, erläutert Aydin. „Angesichts eines sich laufend verändernden Konsumentenverhaltens sowie der langfristigen Herausforderungen durch den technologischen Wandel sind Entscheider jedoch gut beraten, gezielt in die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens zu investieren.“ Die Erfahrung der Pandemie hat gezeigt: „Unternehmen mit einer stark digitalisierten Wertschöpfungskette verzeichnen in der aktuellen Situation ein überdurchschnittliches Wachstum. Damit Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens möglich sind, ist eine Kombination aus kurz- und langfristigen Sparmaßnahmen entscheidend.“

Schneller aus der Krise als die europäischen Nachbarn

Viele deutsche Unternehmen kommen nach eigener Einschätzung jedoch schneller aus der Krise heraus als im europäischen Vergleich. Fast jeder vierte Befragte (24%) sieht seinen Betrieb im Übergang von einem sich erholenden zu einem prosperierenden Unternehmen. Der europäische Durchschnitt liegt hier bei 15 Prozent. Ähnlich wie im europäischen Ausland erholt sich die Mehrheit der Unternehmen (59%) in Deutschland von der Krise oder ist im Begriff, dies zu tun, auch wenn diese Regeneration noch bis Ende 2021 beziehungsweise vereinzelt je nach Branche bis 2023 andauern wird.

COVID-19 wirkt sich unterschiedlich auf die Umsatzentwicklung der verschiedenen Branchen aus. Vergleichsweise gering ist der Kostendruck in der Chemiebranche. Deutlich größer ist er dagegen im Gastgewerbe und bei Industrieprodukten. „Dies erfordert eine Kombination aus strategischen sowie flexiblen, taktischen Sparmaßnahmen, um weiterhin in zukunftsrelevante Geschäftsbereiche investieren zu können“, resümiert Aydin. „Unternehmen sind gut beraten, ihre Prozesse weitgehend zu digitalisieren und zu automatisieren. Denn mittelfristig kommt eine zunehmende Digitalisierung der Erwartungshaltung der Kunden entgegen und die Firmen wappnen sich damit für die nächste Krise.“

Die deutschen Ergebnisse finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung Deloitte vom 10.12.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

22.01.2026

Digitalwirtschaft: 245 Milliarden Euro Umsatz 2026

Während viele Branchen mit schwacher Nachfrage ringen, zeigt sich die Digitalwirtschaft robust. Der Markt für IT und Telekommunikation (ITK) wächst 2026 voraussichtlich um 4,4 % auf 245,1 Milliarden Euro – getragen vor allem von Software und digitalen Infrastrukturen. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 3,9 % auf rund 235 Milliarden Euro zugelegt. Gleichzeitig legt auch die

Digitalwirtschaft: 245 Milliarden Euro Umsatz 2026
Meldung

© kritchanut/fotolia.com

22.01.2026

Transport- und Logistikdeals knacken die Marke von 200 Fusionen und Übernahmen

Die M&A-Aktivitäten im globalen Transport- und Logistiksektor sind im vergangenen Jahr wieder gestiegen: Zwischen Januar und Dezember 2025 wurden 207 Transaktionen mit einem Wert von mindestens 50 Millionen US-Dollar angekündigt – ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr, als 199 Fusionen und Übernahmen verkündet wurden. Erstmals seit 2022 wurde somit die Schwelle von 200 Deals pro

Transport- und Logistikdeals knacken die Marke von 200 Fusionen und Übernahmen
Meldung

©alfaphoto/123rf.com

20.01.2026

Deutsche Startups sammelten 2025 knapp 8,4 Mrd. Euro Risikokapital ein

Der Aufwärtstrend setzt sich fort: Startups aus Deutschland erhielten im Jahr 2025 knapp 8,4 Milliarden Euro Risikokapital von Investoren – mehr als 1,3 Milliarden mehr als in den zwölf Monaten zuvor (plus 19 %). Nachdem die Investitionen in Jungunternehmen 2022 und 2023 im Vergleich zum Rekordjahr 2021 deutlich eingebrochen waren, markiert 2025 damit das zweite Jahr

Deutsche Startups sammelten 2025 knapp 8,4 Mrd. Euro Risikokapital ein
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)