• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Studie: Die Blockchain elektrisiert die deutsche Finanzindustrie

24.03.2016

Studie: Die Blockchain elektrisiert die deutsche Finanzindustrie

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, enorme Umwälzungen in der Finanzbranche auszulösen: Zahlreiche Geschäftsmodelle könnten neu entstehen, viele etablierte dagegen überflüssig werden. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Unternehmensberatung Cofinpro und des „IT Finanzmagazins“ unter 86 Branchenexperten. Eine Bedrohung sehen die Befragten vor allem für die traditionellen Banken, große Chancen dagegen für Börsen und Handelsplätze.

Die Blockchain kann den Finanzsektor nachhaltig verändern, denn sie hat enormes disruptives Potenzial. Davon sind die Studienteilnehmer überzeugt. 58% bezeichnen die mit der Technologie anstehenden Umbrüche sogar als eine „Revolution“ für die Branche.

Blockchain bedroht Retailgeschäft traditioneller Banken

Gerade etablierte Geschäftsmodelle im kleinteiligen Retailgeschäft traditioneller Banken könnten nach Ansicht der Befragten der neuen Technologie zum Opfer fallen: Zwei von Drei rechnen vor allem für diese Institute mit negativen Auswirkungen. Große Chancen sehen sie dagegen für Börsen und Handelsplätze. Denn insbesondere beim Handel, bei der Abwicklung und der Verwaltung von Wertpapieren kann die Blockchain Prozesse schneller, günstiger und transparenter machen.

„Im Zahlungsverkehr sehen wir mit der Krypto-Währung Blockchain bereits erste Anwendungen, doch das Potenzial ist insgesamt begrenzt, da dieser Bereich in den vergangenen Jahren ohnehin bereits von vielen Innovationen und Investitionen profitiert hat. Im Wertpapierbereich dagegen liegen Riesenchancen für die Technologie“, sagt Dirk Ungemach-Strähle, Blockchain-Experte bei der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro. „Das gilt beispielsweise für die Abwicklung von Aktien, Bonds und derivativen Finanzinstrumenten. Mit Hilfe von sogenannten Smart Contracts könnten unter anderem Zinszahlungen oder Rückzahlungen bei Laufzeitende automatisch ausgeführt werden, ohne dass jemand im Hintergrund dies veranlassen muss.“

Technologie könnte sich relativ schnell etablieren

Wenn sie auch enorme Chancen bietet – die große Mehrheit der Befragten ist sich allerdings ebenfalls darüber im Klaren, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt und viele Ansprüche bisher nicht erfüllt. Doch es wird ihrer Meinung nach nicht lange dauern, bis sie zur Reife kommt. Denn mehr als jeder Zweite geht davon aus, dass sich die Blockchain bereits im Laufe der nächsten drei Jahre beispielsweise im Wertpapierbereich durchsetzen wird. Für Dirk Ungemach-Strähle steht fest: „Noch steht die Blockchain vor ihrer Bewährungsprobe bei der Anwendung über den Zahlungsverkehr hinaus. Doch absehbar ist: Es gibt aktuell nur wenige technologische Entwicklungen mit einem derart großen Potenzial, insbesondere im Wertpapier- und Kreditbereich.“

(Pressemitteilung Cofinpro vom 01.03.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© vege/fotolia.com

26.02.2026

Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China

Der deutsche Mittelstand sorgt sich um seine internationale Konkurrenzfähigkeit. Eine Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel im September 2025 ergab: Mehr als 40 % aller im globalen Wettbewerb stehenden deutschen Mittelständler rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition in den kommenden drei Jahren – das sind gut doppelt so viele wie zweieinhalb Jahre zuvor. Nur 23 % gehen von einer Verbesserung

Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China
Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

25.02.2026

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Schlussquartal 2025 leicht gewachsen, nachdem es im Vorquartal noch stagniert hatte. KfW Research betrachtet die Entwicklung als eine gute Ausgangsbasis für das laufende Jahr. Die volkswirtschaftliche Abteilung der KfW bleibt daher bei ihrer optimistischen Sicht auf die Wachstumschancen Deutschlands und geht für 2026 von einer Steigerung des BIP um

KfW Research erwartet 1,5 % Wachstum im Jahr 2026
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

24.02.2026

Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust

Deutschlands Startups sind beim Blick auf die Lage des eigenen Unternehmens gespalten: Rund ein Drittel (35 %) berichtet von einer Verbesserung im vergangenen Jahr, fast ebenso viele (30 %) aber von einer Verschlechterung. Für weitere 35 % ist die Lage unverändert. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bitkom Research unter 133 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Jedes

Startup-Stimmung 2026: Zwischen Zuversicht und Frust
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)