• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Technologie- und Medienkonzerne beherrschen Top Ten der erfolgreichsten Aktien

13.07.2018

Technologie- und Medienkonzerne beherrschen Top Ten der erfolgreichsten Aktien

Beitrag mit Bild

© fotomek/fotolia.com

Technologie- und Medienunternehmen dominieren die Top Ten der weltweit besten Aktien von Großkonzernen. Das ist ein Ergebnis des diesjährigen „Value Creators“-Rankings der Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG).

Mit dem Ranking ermittelt BCG seit 20 Jahren, welche Aktien über den Zeitraum der jeweils vergangenen fünf Jahre den größten Wert geschaffen haben. Dafür berechnen die Experten der Boston Consulting Group den „Total Shareholder Return (TSR)“, in den Metriken wie Aktienkursverlauf und Ausschüttungen einfließen.

Betrachtet man die nach Marktwert 200 größten Firmen, haben es neun Technologie- und Medienunternehmen unter die besten zehn geschafft. Angeführt wird die Liste vom amerikanischen Technologiekonzern Nvidia, gefolgt vom Streaming-Anbieter Netflix aus den USA. Auf Rang drei steht der Halbleiterhersteller Broadcom, der im Berechnungszeitraum noch in Singapur ansässig war und mittlerweile seinen Hauptsitz in die USA verlegt hat. „In der 20-jährigen Geschichte der ‚Value Creators‘ haben wir mit einer Ausnahme noch nie eine so dominante Branche gesehen“, sagt BCG-Senior-Partner Axel Roos. Ein vergleichbares Bild habe es nur zur Zeit des Dotcom-Booms gegeben. Die Gefahr einer Blase sieht Roos aber aktuell nicht: „Um die Jahrtausendwende lag die durchschnittliche Rendite der Tech-Konzerne zehn Prozentpunkte über der anderer Branchen. Heute gibt es eine solche Abkopplung nicht. Außerdem verstehen Unternehmen heute viel besser, wie sie mit Daten und Technologie nachhaltig Wert schaffen können.“

Deutsche Aktien erfolgreich, aber schwächer als internationale Konkurrenz

Auch der Deutsche Aktienindex wird – gemessen am TSR – mit Infineon von einem Technologieunternehmen angeführt. Zwar haben deutsche Unternehmen ihren Aktionären hohe Erträge gebracht, im internationalen Vergleich schneiden sie jedoch – wie europäische Unternehmen insgesamt – schlechter ab. Betrachtet man die nach Marktwert 200 größten Konzerne weltweit, schaffte es ein deutsches Unternehmen in die Top 50: Die Deutsche Post liegt hier auf Rang 46. Im DAX-Ranking belegt sie Rang drei – die Erst- und Zweitplatzierten Infineon und Continental sind aufgrund ihres Marktwertes nicht im Ranking der 200 größten Unternehmen vertreten. Der TSR-Median unter den DAX-30-Unternehmen liegt bei zwölf Prozent. Zum Vergleich: Die weltweit besten fünf Großkonzerne erzielen Ergebnisse zwischen 46 und 76 Prozent. Die US-Unternehmen liegen im globalen Vergleich der 200 größten Firmen vorne: Fünf haben es unter die Top Ten und 14 unter die besten 20 geschafft. In der Gesamtliste der Unternehmen aller Größen stammen sieben der besten zehn aus Asien. Unter den besten 100 befinden sich 60 Prozent asiatische Unternehmen. Für Hady Farag, Experte für Unternehmensentwicklung bei BCG, eine zukunftsweisende Entwicklung: „Die großen US-Konzerne haben viele Herausforderer heute womöglich noch gar nicht auf dem Schirm. Viele der großen Werttreiber werden in Zukunft aus Asien kommen.“

Unternehmen profitieren vom Bullenmarkt

Insgesamt haben Unternehmen weltweit in den vergangenen fünf Jahren überdurchschnittlich viel Wert für ihre Aktionäre geschaffen. Der globale TSR-Median liegt bei gut 15 Prozent – der Median im 20-Jahres-Verlauf bei rund zehn Prozent. „Die guten Ergebnisse spiegeln offensichtlich die Hausse an den Börsen wider“, sagt Axel Roos. Mit Blick auf eine mögliche Zinswende und unsichere politische Rahmenbedingungen gibt er jedoch zu bedenken, dass diese Entwicklung auch bald ein Ende nehmen kann. Dann könnten europäische Unternehmen im „Value Creators“-Ranking wieder aufsteigen. „So wie sie in Boom-Zeiten weniger stark vom Aufschwung profitieren, erweisen sich Mischkonzerne in Krisenzeiten als stabiler – und von diesen Unternehmen gibt es in Europa mehr als in anderen Regionen“, erläutert Roos.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung BCG vom 06.07.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie
Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com

26.01.2026

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust

96 % der europäischen Topmanager und 85 % der Bürger halten daher den Schutz der europäischen Wirtschaftsinteressen für zwingend notwendig. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen „European Competitiveness Barometer“ der Boston Consulting Group (BCG), für das 850 Topmanager und 6.400 Bürger in 30 europäischen Ländern befragt wurden. Vier von fünf der befragten Führungskräfte und Bürger fordern

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust
Meldung

© Kara / fotolia.com

26.01.2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau

Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee kommt langsamer voran als politisch geplant. Das zeigt eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG). Zwar haben sich die neun Anrainerstaaten auf ein gemeinsames Ziel von 120 Gigawatt (GW) Offshore-Windleistung bis 2030 verständigt, doch aktuell sind erst rund 34 GW installiert. Um das Ziel zu erreichen, müsste

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)