• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Top-Konzerne 2023: Umsatzrückgang, aber Rekordgewinn

27.12.2023

Top-Konzerne 2023: Umsatzrückgang, aber Rekordgewinn

Viele Unternehmen wuchsen zuletzt nur noch leicht, oft mit Wachstumsraten unterhalb der Inflationsrate. Wachstumstreiber war 2023 die Automobilbranche.

Beitrag mit Bild

©number1411/fotolia.com

Deutschlands Top-Unternehmen konnten in diesem Jahr mehrheitlich ihre Umsätze steigern – unterm Strich ergibt sich für die 100 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen Deutschlands dennoch ein kumulierter Umsatzrückgang um neun %, der aus der stark rückläufigen Entwicklung bei den Energieversorgern resultiert. Aufgrund des stark gesunkenen Strompreises sank deren Umsatz um 44 %. Immerhin: 66 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands haben ihren Umsatz gesteigert, nur 34 Unternehmen verzeichneten einen Umsatzrückgang. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten noch fast alle – 93 % – Unternehmen ein Umsatzwachstum vermeldet.

Zweistelliges Umsatzplus in der Autoindustrie

Mit Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW belegen drei Autokonzerne die ersten drei Ränge im Umsatzranking. Die Autoindustrie ist auch die einzige Branche, die im Vergleich zum Vorjahr ein zweistelliges Umsatzplus schaffte: Während die Automobilhersteller und -zulieferer um 11 % wuchsen, gelang den sonstigen Industrieunternehmen nur ein Plus von 5 % und den Handelsunternehmen ein Wachstum von 4 %. Deutlich schlechter lief es für die Gesundheitsbranche, die nach dem Corona-Boom nun ein Umsatzminus von 12 % verbuchte. Logistikunternehmen schrumpften sogar um 14 %, die Chemiebranche verzeichnete ein Minus von 20 %.

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Entwicklung der 100 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen Deutschlands im Zeitraum Januar bis September 2023 durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

Autobauer führen auch das Gewinnranking an

Die Autokonzerne erwiesen sich in diesem Jahr erneut als besonders gewinnstark: Volkswagen führt mit einem neun-Monats-Gewinn von 16,2 Milliarden Euro das Gewinnranking an – vor der Deutschen Telekom (15,6 Milliarden Euro), Mercedes Benz (15,3 Milliarden Euro) und BMW (14,1 Milliarden Euro).

Nachdem im Vorjahr noch das Mainzer Biotechnologieunternehmen BioNTech mit einer Gewinnmarge von 71,7 % der profitabelste deutsche Konzern war, führt in diesem Jahr der Chipkonzern Infineon (24,1 %) das Margenranking an. Dahinter folgen die Energieversorger RWE (20,9 %) und MVV Energie (20,2 %). Mit einer Durchschnittsmarge von 8,3 % lag die Profitabilität etwa auf dem Vor-Pandemie-Niveau. „Einige Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Traummargen erwirtschaftet – in der Automobilindustrie etwa führte der Chipmangel zu massiven Lieferengpässen und zu der Situation, dass die Nachfrage das Angebot deutlich überstieg. Auch die Logistikbranche konnte zwischenzeitlich Rekord-Margen erzielen. Derartige Nachwehen der Pandemie und der weltweiten Lieferkettenunterbrechungen gehören aber inzwischen der Vergangenheit an, die Situation normalisiert sich“, erklärt Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY Deutschland. Jetzt bereite eher die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und die mangelnde Investitionsfreude der Unternehmen Sorgen, so Ahlers.

(EY vom 26.12.2023 / RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

©Sondem/fotolia.com

07.10.2026

Deutsche Auslandsinvestitionen: Seit 2010 mehr als verdoppelt

Deutsche Unternehmen haben den Wert ihrer Direktinvestitionen im Ausland seit 2010 mehr als verdoppelt. Der Bestand an deutschen Direktinvestitionen im Ausland lag im Jahr 2024 (letztverfügbarer Datenstand) bei 1.689 Milliarden Euro. Das zeigt eine vom Auswärtigen Amt geförderte IW-Analyse auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. Gründe hierfür sind vermehrt niedrige Produktionskosten im Ausland. Das

Deutsche Auslandsinvestitionen: Seit 2010 mehr als verdoppelt
Meldung

© pichetw/fotolia.com

06.10.2026

CFOs übernehmen zunehmend Steuerung von KI-Investitionen

Mit dem breiteren Einsatz von Künstlicher Intelligenz wächst auch der Einfluss von Finanzvorständen. Laut der globalen CFO-Studie des IBM Institute for Business Value unter 1.500 CFOs haben 62% inzwischen zusätzliche Verantwortung für Technologie- oder KI-Strategien übernommen. 56% verfügen über mehr Einfluss auf Portfoliosteuerung und Kapitalallokation, 54% gestalten stärker Geschäftsmodelle und Wachstumsstrategien. Finanzabteilungen noch nicht transformationsreif

CFOs übernehmen zunehmend Steuerung von KI-Investitionen
Meldung

© ferkelraggae/fotolia.com

05.10.2026

50 Milliarden Euro notleidende Kredite

Angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums reagieren zahlreiche Banken mit strengeren Kreditvergabestandards und höheren Anforderungen an Sicherheiten. Gleichzeitig gewinnen Debt Fonds und Private-Credit-Anbieter als alternative Finanzierungsquellen klar an Bedeutung. Wie die neue Deloitte-Studie Kreditmarkt-Insights 2026 zeigt, haben notleidende Kredite seit Anfang 2023 stark zugenommen und erreichen mittlerweile knapp 50 Milliarden Euro. Zugleich ist der Anteil der Kredite

50 Milliarden Euro notleidende Kredite
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)