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18.02.2026

Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau in der deutschen Industrie

Seit 2023 sind die Industrieumsätze in Deutschland um fast 5 % geschrumpft; der Beschäftigungsrückgang in diesem Zeitraum liegt bei 3,5 %.

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irrmago/123rf.com

Der Stellenabbau in der deutschen Industrie hält an: Im Lauf des Jahres 2025 sank die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen in Deutschland um 124.100 bzw. 2,3 %. Damit setzte sich der Negativtrend des Vorjahres fort, als bereits 56.000 Jobs gestrichen wurden. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sank die Zahl der Industriejobs in Deutschland um 266.200 – ein Rückgang um knapp 5 %.

Stärkster Beschäftigungsabbau in der Autoindustrie

Am massivsten fällt der Stellenabbau in der Automobilindustrie aus: Im vergangenen Jahr gingen fast 50.000 Auto-Jobs verloren, seit 2019 sogar 111.000. Damit schrumpfte die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche im vergangenen Jahr um 6,5 %, seit 2019 sogar um 13 %. Kräftige Einbußen gab es auch in der Textilindustrie mit einem Rückgang um 16 % und der Metallindustrie, wo die Zahl der Stellen seit 2019 um 13 % sank. Gegen den allgemeinen Negativtrend stieg die Beschäftigung in zwei Industriebranchen seit 2019: In der Chemie- und Pharmaindustrie sowie in der Elektroindustrie erhöhte sich die Zahl der Stellen um 3 bzw. 2 %.

Grund: Schwache Umsatzentwicklung

Der Grund für den aktuellen Stellenabbau in der deutschen Industrie ist die schwache Umsatzentwicklung: Im vergangenen Jahr schrumpfte der Industrieumsatz um 1,1 %, nachdem er im Vorjahr sogar um 3,5 % gesunken war – nicht inflationsbereinigt. Besonders schwach haben sich im vergangenen Jahr die Auto-, die Papier- und die Textilindustrie entwickelt mit Umsatzeinbußen von jeweils etwa drei %. Gestiegen ist hingegen der Jahresumsatz vor allem in der Metallindustrie: um 3 % – allerdings nach erheblichen Umsatzrückgängen in den beiden Vorjahren.

Das sind Ergebnisse des aktuellen EY-Industriebarometers. Die Studie analysiert die Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung in der deutschen Industrie und wichtigen Industriebranchen. Basis der Analyse sind Rohdaten, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht werden.

Insolvenzen steigen auf 12-Jahres-Hoch

Im Zeitraum Januar bis November 2025 wurden in Deutschland fast 1.483 Insolvenzverfahren von Industrieunternehmen eröffnet, elf % mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Stand seit dem Jahr 2013. Damit setzte sich 2025 der deutliche Aufwärtstrend bei der Zahl der Insolvenzen fort, der seit dem Jahr 2022 anhält. Im Vergleich zum Corona-Jahr 2021 hat sich die Zahl der Insolvenzen von Industrieunternehmen fast verdoppelt.

(EY vom 17.02.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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