• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Unternehmen mit Immobilien sowie in den Freien Berufen erzielen die höchsten Veräußerungsgewinne

02.12.2022

Unternehmen mit Immobilien sowie in den Freien Berufen erzielen die höchsten Veräußerungsgewinne

In den Freien Berufen ist der durchschnittliche Veräußerungsgewinn seit 2001 kontinuierlich gestiegen. In der Land- und Forstwirtschaft setzte der positive Trend erst nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2010 ein. Im gewerblichen Bereich verlief die Entwicklung hingegen unstet. Auch ist der Preiseinbruch im Zuge der Krise in 2008/2009 noch nicht überwunden worden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Unternehmensveräußerungen – Verbreitung, Gewinne und Trends“.

Beitrag mit Bild

©rcfotostock/fotolia.com

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben darin die Fragen untersucht, wie viele Unternehmen jährlich in Deutschland verkauft werden und welche Gewinne erzielt werden. Dabei nutzten sie Steuerangaben zum Veräußerungsgewinn – der Verkaufspreis minus Verkaufskosten und Buchwert des Betriebsvermögens. Das Ergebnis: Rund 150.000 Frauen und Männer verkauften beispielsweise in 2016 Unternehmen oder Anteile an einer Gesellschaft. Insgesamt summierten sich in diesem Jahr die zu versteuernden Vermögenswerte auf über 12 Mrd. €. Der durchschnittliche Veräußerungsgewinn lag vor der Besteuerung bei 83.000 €.

Tatsächlich steht einer kleinen Anzahl an Verkäufen mit hohen Gewinnen eine große Anzahl an Veräußerungen mit niedrigem Gewinn, wenn nicht gar einem negativen Betrag gegenüber, berichten die Studienautoren. In Branchen, in denen typischerweise Immobilien zum Betriebsvermögen gehören, würden Höchstwerte erzielt. Ebenso bei Unternehmensverkäufen in den Freien Berufen, wie z.B. in der Wirtschaftsberatung und im Gesundheitswesen.

Anstieg des Durchschnittsalters bei den Verkäuferinnen und Verkäufern

Ein weiteres Ergebnis: Rund zwei Drittel der über 55-jährigen Selbständigen in den Freien Berufen und der Land- und Forstwirtschaft nutzen die staatliche Steuervergünstigung für Selbständige, die einen Freibetrag bei einem Veräußerungsgewinn von bis zu 181.000 € gewährt. Zudem beobachteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur einen Anstieg des Durchschnittsalters bei den Verkäuferinnen und Verkäufern, sondern auch besonders eine Zunahme des Anteils der über 75-Jährigen. Das deute darauf hin, dass mehr Unternehmerinnen und Unternehmer eine Nachfolgelösung außerhalb der Familie wählen.

Weitere Informationen zur Studie „Unternehmensveräußerungen – Verbreitung, Gewinne und Trends“ finden Sie hier.

(Pressemitteilung IfM Bonn vom 29.11.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

© Zerbor - Fotolia.com

15.10.2026

Cyberrisiken und KI setzen CEOs unter Druck

Die schwache Konjunktur bleibt für CEOs weltweit das größte Risiko. Laut dem aktuellen CEO Outlook Survey von EY-Parthenon nennen 44 % die wirtschaftliche Unsicherheit als zentrale Belastung. Cyberrisiken und Datenschutzbedrohungen folgen mit 40 %, technologische Umbrüche einschließlich KI mit 34 %. In Deutschland stehen Konjunktur- und Cyberrisiken mit jeweils 40 % gleichauf. Für die Studie

Cyberrisiken und KI setzen CEOs unter Druck
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

14.10.2026

Steigende Kreditkosten: UKs CFOs setzen auf Sparkurs statt Expansion

Seit mehr als drei Jahren stehen geopolitische Konflikte an der Spitze der Risikoliste britischer Finanzchefs, zeigt die aktuelle Deloitte UK CFO Survey. Besonders die Eskalation des US-Iran-Konflikts und Ölpreise von über 100 US-Dollar je Barrel verstärken die Sorge vor Inflation und steigenden Zinsen. Finanzierungskosten auf Zweieinhalbjahreshoch Die Finanzchefs erwarten binnen zwölf Monaten eine Inflationsrate von

Steigende Kreditkosten: UKs CFOs setzen auf Sparkurs statt Expansion
Meldung

© weerapat1003/fotolia.com

13.10.2026

Klimaschutz als Milliardenchance für Unternehmen

Deutschlands Klimatransformation erfordert bis 2045 Investitionen von sechs Billionen Euro. Für Finanzvorstände wird die Finanzierung zum strategischen Thema. Entscheidend sind Kapitalkosten, Investitionsprioritäten und die Mobilisierung privaten Kapitals. Unternehmen müssen Investitionen deutlich steigern Laut einer Prognos-Studie im Auftrag der KfW sind jährlich 290 Milliarden Euro für die Klimaneutralität erforderlich. Knapp die Hälfte davon, rund 140 Milliarden

Klimaschutz als Milliardenchance für Unternehmen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)