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26.10.2016

Unternehmen nutzen ihre Finanzkraft, Investitionsschub bleibt aber aus

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Der Mittelstand präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben im Jahr 2015 an ihre starke Performance des Vorjahres angeknüpft: Ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %, weiter steigende Umsatzrenditen (plus 0,3 %) auf mittlerweile 7,3 %, eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 % und ein historisch niedriger Anteil an Unternehmen mit Verlusten unterstreichen die Stärke der mittelständischen Unternehmen.

Der Mittelstand präsentiert sich in hervorragender Verfassung. Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland haben im Jahr 2015 an ihre starke Performance des Vorjahres angeknüpft: Ein stabiles Umsatzwachstum von 3,3 %, weiter steigende Umsatzrenditen (plus 0,3 %) auf mittlerweile 7,3 %, eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von nahezu 30 % und ein historisch niedriger Anteil an Unternehmen mit Verlusten unterstreichen die Stärke der mittelständischen Unternehmen.

Der Mittelstand ist und bleibt die tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes: Die Zahl der Erwerbstätigen in KMU hat auch im Jahr 2015 weiter zugenommen. Mit 29,5 Millionen Personen ist sie um rund 460.000 bzw. 1,6 % gewachsen. Noch nie war der Anteil der KMU an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit so groß wie heute, er liegt aktuell bei 68,7 % (+0,6 Prozentpunkte). Das gesamtwirtschaftliche Plus im Jahresvergleich wird dabei allein vom Mittelstand getragen. Demgegenüber haben Großunternehmen und der öffentliche Sektor die Zahl der bei ihnen beschäftigten Personen um rund 180.000 reduziert. Das zeigen die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2016, der einzigen repräsentativen Erhebung im deutschen Mittelstand.

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zieht aus den Ergebnissen des aktuellen KfW-Mittelstandspanels folgende Schlussfolgerung : „Die deutsche Wirtschaft wächst auch 2016, auf die Binnenkonjunktur ist Verlass. Die Optimisten unter den Unternehmen gewinnen die Oberhand. Das spricht für eine robuste und positive Entwicklung im Mittelstand. Das solide Wachstumstempo bei Umsätzen und Beschäftigung wird vermutlich gehalten. Der Mittelstand wird seinem Ruf als Jobmotor mehr als gerecht, 2016 werden erstmals über 30 Millionen Menschen dort beschäftigt sein.“

Investitionen treten trotz günstigem Finanzierungsumfelds auf auf der Stelle

Trotz des immer noch günstigen Finanzierungsumfelds und weiter gesunkener Zinslast (minus 5 Mrd. EUR ggü. 2014) treten die Investitionen treten auf der Stelle, nicht zuletzt weil sich Kleinstunternehmen zurückhalten. Die Neigung der mittelständischen Unternehmen zur Kreditfinanzierung ihrer Investitionen ist in der Breite gesunken (510.000 KMU haben Kreditverhandlungen geführt). Die Fremdfinanzierung ist im abgelaufenen Jahr zurückgegangen, auch weil sich der Kreditzugang bei Kleinstunternehmen eingetrübt hat. Stattdessen greift der Mittelstand auf seine in den vergangenen Jahren aufgebauten Finanzpolster zurück: Mit 105 Mrd. Euro ist das Volumen an Investitionsausgaben, die durch Eigenmittel finanziert wurden, so groß wie noch nie. Der Eigenmittelanteil an der Investitionsfinanzierung liegt bei 53 %, ein Zuwachs um 4 Prozentpunkte.

Im Auslandsgeschäft scheint das Tief durchschritten: Erstmals seit drei Jahren konnte wieder ein leichter Zuwachs erzielt werden (+2,2 % auf 546 Mrd. EUR). Der Mittelstand profitiert von sich kontinuierlich verbessernden Bedingungen in Europa. Vor allem größere KMU zeigen eine stark verbesserte Performance im Auslandsgeschäft. Das Brexit-Votum wird in der kurzen Frist überschaubare Folgen für den Mittelstand haben. Trotz des Umsatzwachstums auf internationalen Märkten hat die direkte internationale Verflechtung der kleinen und mittleren Unternehmen abgenommen. Mit 628.000 Unternehmen sind fast 100.000 Unternehmen weniger im Ausland aktiv als im Jahr 2014.

Ein großes Fragezeichen steht weiter hinter den Investitionen: „Die Hoffnungen auf ein kräftiges Investitionsplus im Mittelstand haben sich nicht erfüllt. Auch 2016 wird es nur einen geringen Schub geben, zu verhalten sind die Planungen der Unternehmen. Es braucht aber mehr Investitionen, um dauerhaft mit dem starken Arbeitsmarkt Schritt zu halten und produktiver zu werden. Bereits heute ist die Gesamtwirtschaft dem Mittelstand bei der Produktivität um das Vierfache voraus. Da klafft eine große Lücke, und die ist ganz klar die Achillesferse der mittelständischen Unternehmen“, so Zeuner weiter.

(Pressemitteilung KfW vom 25.10.2016)


Redaktion

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