11.10.2016

Unternehmensbewertung: The Big Bang

Beitrag mit Bild

Die bisherige Ermittlung eines einheitlichen Basiszinses nach der Empfehlung des IDW ist in der aktuellen Niedrigzinsphase nicht mehr durchführbar. Die üblichen Berechnungsprogramme haben dies jedoch noch nicht erkannt. Somit besteht entsprechender Handlungsbedarf.

Die bisherige Ermittlung eines einheitlichen Basiszinses nach der Empfehlung des IDW ist in der aktuellen Niedrigzinsphase nicht mehr durchführbar. Die üblichen Berechnungsprogramme haben dies jedoch noch nicht erkannt. Somit besteht entsprechender Handlungsbedarf.

Wer Unternehmen bewertet, hat es üblicherweise mit sehr großen Zeithorizonten zu tun – bei Kapitalgesellschaften wird mangels eines vorbestimmten „Todes“ des Unternehmens sogar regelmäßig eine „ewige Rente“ der zukünftig zu erwartenden Cashflows unterstellt. Diese Annahme entpuppt sich allerdings gelegentlich als überaus grobe Keule, die in Bewertungskalkülen schnell zu unplausiblen oder sogar paradoxen Ergebnissen führen kann. Dabei sind es insbesondere Zinssätze und ihre Komponenten sowie Wachstumsraten, die derartige Paradoxien auslösen.

Paradoxie durch Basiszins?

Angesichts des aktuellen Renditetiefs am Kapitalmarkt drängt sich vor diesem Hintergrund die Frage auf, ob Unternehmensbewerter nicht aktuell in ein neues Paradoxon schlittern oder gar bereits geschlittert sind. Vor allem der historisch niedrige „Basiszins“ als Rendite der laufzeitäquivalenten sicheren Anlage könnte ein Verursacher entsprechender Unbill sein. Im Fachbeitrag „Der Basiszins im Renditetief: The Big Bang“ untersuchen die Autoren, inwieweit der Basiszins in seiner heute üblichen Ermittlung tatsächlich einer Paradoxiegefahr ausgesetzt ist. Ausgangspunkt dafür ist die vom IDW empfohlene Methode für die Basiszinsermittlung. Sie finden den Beitrag in DER BETRIEB vom 07.10.2016, Heft 40, Seite 2305 – 2307 sowie online unter DB1215634


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© designer49/fotolia.com

26.03.2026

M&A-Markt 2026: Private Equity treibt den Aufschwung

Der globale M&A-Markt dürfte im Jahr 2026 deutlich an Dynamik gewinnen. Vor allem Private-Equity-Investoren zeigen sich optimistisch und treiben die Erwartungen an die Transaktionsaktivität. Gleichzeitig verschieben sich die Schwerpunkte: Unternehmen passen ihre Portfolios gezielter an, insbesondere durch Carve-outs, und nutzen zunehmend neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von Transaktionen. Das zeigt der aktuelle KPMG

M&A-Markt 2026: Private Equity treibt den Aufschwung
Meldung

© pichetw/fotolia.com

24.03.2026

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer

Die Zahl der Gewinnwarnungen deutscher börsennotierter Unternehmen ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Nach einem Höchststand von 160 Gewinnwarnungen im Jahr 2023 und einem weiterhin hohen Niveau von 153 im Jahr 2024 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 118 Gewinnwarnungen registriert. Sinkende Umsätze sind für mehr als die Hälfte der Unternehmen der wichtigste Grund für die

Zahl der Gewinnwarnungen gesunken – CFOs planen konservativer
Meldung

©Egor/fotolia.com

23.03.2026

Aktionärsrechte im Rückzug: Krise der Corporate Governance

Die Corporate Governance börsennotierter Unternehmen steht seit Jahren zwischen Reformanspruch und Vertrauenskrise. Obwohl gesetzliche Vorgaben und der Deutsche Corporate Governance Kodex Transparenz, Kontrolle und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern sollen, zeigen sich in der Praxis immer wieder deutliche Defizite. Im Interview erläutert Robert Peres, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Initiative Minderheitsaktionäre, wo die strukturellen Schwächen liegen und warum

Aktionärsrechte im Rückzug: Krise der Corporate Governance
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)