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19.01.2023

Venture-Capital-Investitionen brechen ein: Vierter Quartalsrückgang in Folge

Die weltweiten Risikokapitalinvestitionen sind im vergangenen Jahr weltweit deutlich eingebrochen. Insgesamt wurden 2022 insgesamt 493,6 Mrd. USD in Start-ups gesteckt – nach 730,5 Mrd. USD im Jahr 2021. Das entspricht einem Rückgang um 32%. Das zeigt der neue Venture Pulse von KPMG, für den regelmäßig die globalen Venture-Capital-Investitionen ausgewertet werden. Die Monate September bis Dezember 2022 stellten bereits das vierte rückläufige Quartal in Folge dar. Die Kombination aus wirtschaftlichem und geopolitischem Druck, turbulenten Kapitalmärkten und geringer IPO-Aktivität hat eindeutig ihren Tribut bei den Risikokapitalinvestitionen gefordert.

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© WrightStudio/fotolia.com

In Europa betrug der Rückgang auf Jahresfrist gesehen 21% (auf 99,8 Mrd. USD), Deutschland 26,6% (auf 13,2 Mrd. USD) und in Berlin gar 43,3% (auf 6,4 Mrd. USD). Vom weltweiten Abwärtstrend abkoppeln konnten sich lediglich Südafrika (+13,7%), Australien (+2%), Frankreich (+6,9%).

Wenige positive Ausnahmen – Viele Einhörner „ausgestorben“

Die Summe und der Wert der Exits sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls drastisch gesunken – von 1,427 Billionen USD bei 4.174 Exits im Jahr 2021 auf nur 308,8 Mrd. USD bei 2.997 Deals im Jahr 2022. Am deutlichsten war der Rückgang in den USA, wo der Gesamtwert der Exits von 753,2 Mrd. USD auf nur noch 71,4 Mrd. USD zurückging. Auch die Zahl der „Einhörner“ – Start-ups mit einer Bewertung von mindestens 1 Mrd. USD – ist deutlich gesunken. Zählten 2021 noch 1.010 Unternehmen zu dieser „Gattung“, so lag ihre Zahl Ende des vergangenen Jahres lediglich noch bei 637 (-34%).

Das Fenster für Börsengänge, insbesondere in den USA, dürfte wahrscheinlich bis weit in das Jahr 2023 hinein geschlossen bleiben. Da vielen Unternehmen die Barmittel ausgehen, wird es wahrscheinlich eine steigende Anzahl von Finanzierungsrunden und eine Zunahme der M&A-Aktivitäten geben.

Den “Q4’22 Venture Pulse Report – Global trends” finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung KPMG vom 18.01.2023)


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