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13.03.2018

Vermögensverwalter wollen wachsen und sich für die digitale Ära rüsten

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© tashatuvango/fotolia.com

Zwar gehen 70% der Asset Manager davon aus, dass neue Technologien disruptiv auf ihr Geschäftsmodell wirken. Dennoch blickt das Gros der Anbieter sehr zuversichtlich nach vorn.

Die globale Asset-Management-Industrie will sich mit kräftigem Wachstum für die digitale Zukunft rüsten. Das geht aus dem 21. CEO-Survey (2018) der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Zwar glauben 70 Prozent der befragten Vorstandschefs, dass sich technologische Veränderungen in den nächsten fünf Jahren „disruptiv“ oder sogar „sehr disruptiv“ auf das eigene Geschäftsmodell auswirken werden. Zu fürchten scheint die Branche dieses Szenario allerdings nicht. Im Gegenteil: 87 Prozent der befragten Topmanager gehen in diesem Jahr von steigenden Umsätzen aus, 79 Prozent sehen sich auf organischem Wachstumskurs, 43 Prozent denken konkret über Zukäufe nach und 57 Prozent wollen ihre Belegschaft ausbauen. Dagegen planen nur 39 Prozent mit Kostensenkungen.

„Wer erfolgreich sein will, muss sich klar differenzieren“

„Auf den ersten Blick mag der kräftige Optimismus überraschen. Schließlich steht die Branche vor großen Herausforderungen – nicht nur im Zusammenhang mit der Digitalisierung“, sagt Markus Hammer, Leiter Asset & Wealth Management bei PwC Deutschland. Ein Beispiel: Dass die Gebühren unter Druck bleiben, gilt angesichts der Konkurrenz durch neuartige Vermögensverwalter („Robo Adviser“) und kostengünstige passive Investmentprodukte („ETFs“) als ausgemacht. 83 Prozent der befragten CEOs äußerten zudem die Sorge vor zu viel Regulierung, 80 Prozent warnten vor geopolitischen Unsicherheiten und 77 Prozent fürchten den Einfluss neuer Steuergesetze.

Zugleich eröffnen sich den Vermögensverwaltern allerdings auch gewaltige Chancen. So rechnet PwC damit, dass sich die globalen „Assets under Management“ bis 2025 verglichen mit 2016 fast verdoppeln werden, nämlich auf rund 145 Billionen Dollar. „Das ist ein Geschäft, das sich niemand entgehen lassen will. Allerdings werden von den steigenden Volumina nur die Asset Manager profitieren, die es schaffen, sich von der Masse der Anbieter klar zu differenzieren. Dazu kann eine expansive Geschäftspolitik gehören, um Skalenerträge zu erzielen. Mindestens ebenso wichtig ist es jedoch, zu  den technologischen Vorreitern zu zählen, um von der erwarteten Disruption eben nicht hinweg gespült zu werden – sondern sie sich zunutze zu machen.“

Deutschland ist nach den USA und China der wichtigste Markt

Optimistisch sind die Asset-Management-CEOs auch, was die Aussichten für die Gesamtkonjunktur betrifft. So gehen 50 Prozent von steigenden Wachstumszahlen aus, während nur zehn Prozent mit sinkenden Zuwachsraten rechnen. Trotz der rasanten Entwicklung in Asien bleiben die USA für die meisten Vermögensverwalter (48 Prozent) der wichtigste Auslandsmarkt. Dahinter folgen China mit 40 Prozent und Deutschland mit 25 Prozent. Erst danach wurden Großbritannien (22 Prozent) und Japan (12 Prozent) genannt.

Eine ähnlich disruptive Kraft wie neue technologische Entwicklungen könnte aus Sicht der CEOs das sich verändernde Kundenverhalten haben (73 Prozent). 58 Prozent meinten darüber hinaus, auch neue Vertriebsformen hätten das Potenzial, das hergebrachte Geschäftsmodell in den nächsten Jahren grundlegend infrage zu stellen.  Als große unmittelbare Risiken für das Geschäft gelten Cyber-Kriminalität (32 Prozent) und ein möglicher Mangel an Schlüsselqualifikationen (29 Prozent). 90 Prozent der CEOs stimmten derweil der Aussage zu, dass sie innerhalb ihrer Belegschaft – neben den digitalen Fähigkeiten – auch die „Soft Skills“ weiterentwickeln müssen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung PwC vom 13.03.2018)


Redaktion

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