• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Versicherer müssen in Digitalisierung und Aufstellung des Finanzbereichs investieren

15.11.2017

Versicherer müssen in Digitalisierung und Aufstellung des Finanzbereichs investieren

Beitrag mit Bild

Finanzbereiche von Versicherungsunternehmen investieren zu wenig in die Digitalisierung. Dies bestätigt aktuelle Befragung von Horváth & Partners. Auch das Finance-Betriebsmodell muss den neuen Anforderungen gerecht werden.

Finanzbereiche von Versicherungsunternehmen investieren zu wenig in die Digitalisierung. Dies bestätigt mehr als die Hälfte der Finanzchefs, die an einer Befragung der Managementberatung Horváth & Partners teilnahmen. Auch das Finance-Betriebsmodell muss den neuen Anforderungen gerecht werden. Über 70 Prozent erwarten, dass die verantworteten Bereiche des CFOs künftig zentralisiert organisiert werden.

Die Mehrheit der befragten Finanzentscheider ist der Meinung, dass ihre Unternehmen zu wenig in Digitalisierungsmaßnahmen im Finanzbereich investieren. Es gibt zwar positive Ausnahmen wie das Management Reporting, in dem rund 70 Prozent der Befragten die Digitalisierung bereits vorantreiben. In anderen wesentlichen Themenbereichen wie dem digitalen Forecast oder der strategische Planung finden derzeit noch zu wenige Investitionsmaßnahmen statt. Hier sieht Mark René Hertting, Finanzexperte bei Horváth & Partners, Verbesserungspotenzial: „Instrumente wie Digital Planning und Digital Forecast helfen Finanzchefs, bisherige Einschränkungen zu überwinden und sich als Gesamtunternehmen gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten.“

Robotics-Lösungen gewinnen an Bedeutung

Besonders im Fokus steht Robotic Process Automation (RPA). Über 80 Prozent der Finanzentscheider planen den Einsatz von Robotics-Lösungen für Prozesse im Bereich Transaktionen und Accounting. „Robotics-Lösungen bieten Versicherern enorme Vorteile für die effiziente Neugestaltung von Prozessen und Aufgaben. Die Softwareroboter können repetitive und zeitintensive Prozesse übernehmen und diese schnell und kostengünstig abwickeln“, erklärt Hertting. „Mitarbeiter werden entlastet und können sich um Spezialthemen kümmern.“

Der Finanzchef hat wenig Einfluss auf die unternehmensweite Digitalisierungsstrategie

Der CFO ist neben den klassischen Tätigkeitsfeldern zukünftig stärker in strategische Themen involviert: Rund 80 Prozent bestätigen einen wesentlichen Einfluss auf Unternehmens-, Kapital- und Risikostrategien. Die Digitalisierungsstrategie gestalten hingegen lediglich knapp 40 Prozent der Finanzchefs aktiv mit.

Gestiegene Anforderungen an das Finance-Betriebsmodell

„Top-Performer richten ihre CFO-Organisation nach Prozessen und Rollen im Unternehmen aus. Mit zunehmender Komplexität von Prozessen, einem wachsenden Aufgabenspektrum und gestiegener Verantwortung fungiert der CFO immer stärker als Berater des Managements und als Servicedienstleister für das Gesamtunternehmen“, sagt Hertting. Zudem stellen neue Regularien wie IFRS 17 besondere Anforderungen an den Integrationsgrad des Finance Target Operating Models (Betriebsmodells) eines Versicherers. Eine bessere Prozessqualität und Kostensenkung wird mit der Zentralisierung der Finanzbereiche, sowie der Verzahnung des Rechnungswesens, Controllings, Risikomanagements und dem Reporting vorangetrieben.

(Pressemitteilung Horváth & Partners vom 27.10.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©vege/fotolia.com

10.08.2026

Gebäudeenergieregister soll Finanzwirtschaft Daten liefern

Das geplante nationale Gebäudeenergieregister soll nach Angaben der Bundesregierung auch Finanzunternehmen bei der Bewertung und Finanzierung von Immobilien unterstützen. „Das Gebäudeenergieregister kann für Finanzunternehmen bei der Bepreisung von Krediten oder dem Zeichnungsgeschäft hilfreich sein, indem es erleichtert, energetische Kennzahlen verfügbar zu machen“, schreibt sie in der Antwort (21/7442) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis

Gebäudeenergieregister soll Finanzwirtschaft Daten liefern
Meldung

© vege/fotolia.com

06.08.2026

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand

Sechs von zehn Unternehmen, die kritische Rohstoffe direkt oder indirekt benötigen, befürchten Produktionsstopps oder Verzögerungen, sollte China seine Beschränkungen bei kritischen Rohstoffen wie Seltene Erden, Lithium oder Gallium ausweiten. 88 % rechnen mit höheren Beschaffungskosten, 71 % mit Lieferengpässen, vier von zehn droht der Verlust von Kunden. Das zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand
Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.08.2026

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper

Deutschlands Banken blicken so skeptisch auf die Wirtschaft wie seit dem Sommer 2019 nicht mehr. Laut dem aktuellen Bankenbarometer von EY erwarten 56% der 100 befragten Institute in den kommenden zwölf Monaten eine Eintrübung der Konjunktur. Nur 17% rechnen mit einer leichten Verbesserung. Eigenes Geschäft bleibt robust Trotz des schwierigen Umfelds bewerten 78% der Banken

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)