11.03.2025

Vertrauen in digitale Assets wächst

Das Interesse an Digital Assets ist ungebrochen und Investierende allokieren einen signifikanten Anteil ihres Gesamtvermögens in diese Anlagen.

Beitrag mit Bild

©Travis/fotolia.com

Insgesamt gibt es wie auch im vergangenen Jahr weiterhin ein hohes Interesse an Kryptowährung. Im Durchschnitt investieren die Befragten mehr als ein Viertel (29 %) ihres gesamten Vermögens in digitale Assets (2024: 27 %). Der durchschnittliche Anteil der Digital Assets am Gesamtvermögen der Investierenden steigt damit gegenüber der ersten Erhebung im Jahr 2022 stetig an. Über die Hälfte (61 %) der Investierenden haben mehr als 20 % ihres Vermögens in digitale Vermögenswerte angelegt. Die Mehrheit (76 %) derjenigen, die einen signifikanten Anteil ihres Vermögens (über 50 %) in digitale Assets investiert haben, haben einen mittel- (3 bis 5 Jahre) bis langfristigen (über 5 Jahre) Anlagehorizont.

Tatsächliche Nutzung überschaubar

Wie im Vorjahr zeigt sich eine hohe Diskrepanz zwischen Registrierung an einer Kryptobörse und der tatsächlichen Nutzung. Für die Investierenden sind bei der Auswahl ihrer bevorzugten Krypto-Börsen die wichtigsten Kriterien Sicherheit (82 %, unverändert gegenüber dem Vorjahr), Ein- und Auszahlmöglichkeiten (66 %, zu Vorjahr + 1 %) sowie Transaktionskosten (66 %, zu Vorjahr + 4 %). Die Anzahl der handelbaren Kryptowährungen gewinnt gegenüber der Studie im Vorjahr erneut an Relevanz. Für die Sicherheit ihrer Kryptowährungen und Serviceleistungen nehmen Investierende weiterhin tendenziell höhere Transaktionskosten in Kauf.

„Digitale Assets wie Kryptowährungen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das hat unterschiedliche Gründe. Einerseits sorgen Regulierungen wie die europäische Markets in Crypto Assets Regulation für mehr Klarheit und Transparenz, andererseits zieht der Markt nach. In den USA werden erste Bitcoin-ETFs zugelassen und auch traditionell geprägten Finanzinstitute im deutschsprachigen Raum bieten ihren Kunden die Möglichkeit in digitale Assets zu investieren“, erklärt Bernd Oppold, Partner Financial Services KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Sicherheitsbedenken: Marktmanipulation, Regulatorik und Finanzkriminalität

32 % der Investierenden schätzen ihre Anlage in Digital Assets als eher sicher ein (zum Vorjahr: – 2 %), 68 % geben „eher riskant“ (zum Vorjahr: + 2 %) an. Anleger halten laut Befragung Marktmanipulation (47 %), Regulatorik (57 %) und Finanzkriminalität (51 %) für die größten Risiken.

Bitcoin und Ethereum bleiben die Favoriten, Solana verzeichnet starken Anstieg

Die älteste Kryptowährung Bitcoin, führt weiterhin das Portfolio der befragten Investierenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit 90 % (zu Vorjahr – 1 %) an. Auf Platz zwei folgt Ethereum (79 %, zu Vorjahr + 1 %). Platz drei belegt mit 60 % in diesem Jahr Solana und verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg von 13 %. Auf Platz vier der beliebtesten Digital Assets liegt Ripple (48%) und auf Platz fünf folgt Cardano (46%) und verliert somit zwei Plätze im Ranking. Insgesamt sind 80 % der Investierenden in den Top 10 der Kryptowährungen investiert.

Das sind die Ergebnisse einer Studie von KPMG und BTC-ECHO mit über 2.400 Teilnehmenden, die das Anlageverhalten und die Präferenzen von Krypto-Investierenden im deutschsprachigen Raum detailliert untersucht hat.

(KPMG vom 10.03.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

© Denis Junker / fotolia.com

04.06.2026

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck

Späte Zahlungen und steigende Forderungsausfälle setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Die schwache Konjunktur verschärft die Situation – mit direkten Folgen für Liquidität und Lieferketten. Das aktuelle Atradius-Zahlungsbarometer für Deutschland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der wirtschaftlichen Lage. „Während sich die Kreditbedingungen der Banken in ganz Westeuropa verschärfen, ist der Druck auf deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck
Meldung

© Olivier Le Moal/fotolia.com

03.06.2026

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking

Das weltweite Angebot an Stablecoins dürfte sich bis 2030 auf das Fünf- bis Zwölffache erhöhen. Digitale Bargeldinstrumente sind dabei, die Architektur des Zahlungsverkehrs grundlegend zu verändern – für Banken wird es damit zur dringenden strategischen Priorität, ihre Rolle in diesem Ökosystem neu zu definieren. Das hat die Studie „From Hype to Hard Value: Stablecoin and

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking
Meldung

pitinan/123.rf.com

02.06.2026

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Das Vertrauen in Maschinen wächst dagegen: 39 % der Menschen in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre Finanzplanung zu optimieren. Das zeigt der aktuelle „AI Sentiment Index 2026 – Fokusthema Finanzen“ von EY, für den weltweit rund 18.000 Menschen in 23 Ländern befragt wurden, darunter 1.000 in Deutschland. Damit

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)