• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück

16.03.2026

Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück

Die Zollpolitik der US-Regierung belastet den deutschen Mittelstand. Die Unternehmen sind außerdem sehr verunsichert über die künftige Entwicklung der US-Politik.

Beitrag mit Bild

olegdudko/123rf.com

Die Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik der seit Anfang 2025 amtierenden US-Regierung trifft auch den deutschen Mittelstand. 52 % der kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in die USA unterhalten, berichten über negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Für 36 % haben sich bisher keine Änderungen ergeben. Nur rund 7 % haben vom politischen Kurswechsel in den USA profitiert. Dies dürften insbesondere Unternehmen mit Produktionsstandorten in den USA sowie Unternehmen aus speziellen Branchen wie der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sein.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Sonderbefragung von KfW Research im Januar 2026 unter kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro.

KMU geben ihr US-Geschäft auf

Als Konsequenz auf die veränderte Lage geben viele Mittelständler ihr US-Geschäft auf. So ist der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA zwischen September 2019 und Januar 2026 deutlich von 18,7 % auf 11,3 % zurückgegangen.

Vor allem aus dem direkten und indirekten Export haben sich viele Unternehmen zurückgezogen: Im Januar 2026 hatten nur noch 5,8 % der insgesamt 3,9 Millionen deutschen Mittelständler Kunden in den USA, 2019 waren es noch 7,1 % und 2025 sogar 8,5 %. Zudem hatten im Januar 2026 lediglich 3,0 % noch Kunden in Deutschland oder anderen Ländern der Europäischen Union, die wiederum in die USA exportieren – nach 7,4 % im Jahr 2019 und 5,1 % im Jahr 2025.

Unternehmen sind sehr verunsichert

„Die Zollpolitik der US-Regierung belastet den deutschen Mittelstand. Die Unternehmen sind außerdem sehr verunsichert über die künftige Entwicklung der US-Politik. Verschärft wird die Lage durch das Urteil des US-Supreme Courts, der einen großen Teil der Zölle für unwirksam erklärt hat. Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben“, so Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

(KfW Research vom 15.03.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

© vege/fotolia.com

06.08.2026

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand

Sechs von zehn Unternehmen, die kritische Rohstoffe direkt oder indirekt benötigen, befürchten Produktionsstopps oder Verzögerungen, sollte China seine Beschränkungen bei kritischen Rohstoffen wie Seltene Erden, Lithium oder Gallium ausweiten. 88 % rechnen mit höheren Beschaffungskosten, 71 % mit Lieferengpässen, vier von zehn droht der Verlust von Kunden. Das zeigt eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Kritische Rohstoffe aus China: Sechs von zehn Firmen fürchten Stillstand
Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.08.2026

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper

Deutschlands Banken blicken so skeptisch auf die Wirtschaft wie seit dem Sommer 2019 nicht mehr. Laut dem aktuellen Bankenbarometer von EY erwarten 56% der 100 befragten Institute in den kommenden zwölf Monaten eine Eintrübung der Konjunktur. Nur 17% rechnen mit einer leichten Verbesserung. Eigenes Geschäft bleibt robust Trotz des schwierigen Umfelds bewerten 78% der Banken

Banken bleiben stabil, Kredite werden knapper
Meldung

©ngad/fotolia.com

04.08.2026

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck

Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter eingetrübt. Sowohl Private-Equity- als auch Venture-Capital-Investoren bewerten ihre Geschäftslage deutlich schlechter. Hauptbelastungen sind die hohe makroökonomische Unsicherheit, gestiegene Zinsen und schwierige Exitbedingungen. Private Equity: Investitionsbereitschaft steigt Der Geschäftsklimaindikator im Private-Equity-Segment sank um 17,4 Zähler auf -32,2 Punkte. Die aktuelle Lage wurde mit

Beteiligungskapitalmarkt bleibt unter Druck
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)