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14.09.2017

VÖB-Zinsexperten: EZB sucht sanften Weg zu strafferer Geldpolitik

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© Eisenhans/fotolia.com

Die geldpolitischen Strategien der Europäischen Zentralbank, EZB, und der US-Notenbank Fed bleiben die maßgeblichen Faktoren für die Entwicklung der Kapitalmärkte. Dies erklären Alexander Aldinger (BayernLB), Michael Klawitter (DekaBank), Hendrik Lodde (DZ BANK), Ulf Krauss (Helaba), Sintje Boie (HSH Nordbank), Elmar Völker (LBBW) und Dr. Jens Kramer (NORD/LB) gemeinsam auf der 45. Zinsprognose-Pressekonferenz des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, in Frankfurt/M.

Von der Fed erwarten die VÖB-Rentenstrategen, dass sie den Kurs einer strafferen Geldpolitik fortsetzt und in den nächsten zwölf Monaten weitere Zinserhöhungen folgen lässt. Auch die EZB sollte nach Ansicht der VÖB-Strategen grundsätzlich das Ziel einer strafferen Geldpolitik verfolgen, aber es bleiben zahlreiche Wege zum Ziel. Für 2018 erwarten die Experten, dass die EZB die Volumina ihrer Anleiheankäufe verringern wird. Konkrete Zeitpunkte und genaue Zahlen bleiben aber auch im folgenden Jahr die spannenden Fragen bei den Entscheidungen im Frankfurter Ostend. Die Inflationsrate in der Eurozone wird der EZB dabei aber weiterhin einen Spielraum lassen, denn sie wird in allen Prognosen auch im Jahr 2018 unter der EZB-Zielgröße von zwei Prozent verharren. Die EZB wird also weiterhin an einem sanften Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik arbeiten.

Starkes Wirtschaftswachstum erwartet

Für Deutschland und die Eurozone erwarten die VÖB-Kapitalmarktexperten im aktuellen Jahr noch ein starkes Wirtschaftswachstum von jeweils um die Zwei-Prozent-Marke. Auch im Jahr 2018 wird die Wirtschaft in Deutschland und der Eurozone wachsen, allerdings etwas schwächer. Die Tendenz beim Wirtschaftswachstum in den USA prognostizieren die VÖB-Zinsstrategen umgekehrt, dort erwarten sie die stärkere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018. In den USA wird die konkrete Umsetzung der Agenda von Präsident Trump für Ungewissheit sorgen und möglicherweise die Konjunkturentwicklung dämpfen. Weitere Maßnahmen zu einer intensiveren gemeinschaftlichen Fiskal- und Wirtschaftspolitik werden wohl die Märkte in der Eurozone bewegen.

Experten erwarten steigende Renditen bei Bundesanleihen und US-Treasuries 

Die Renditen der Bundesanleihen und der US-Treasuries sehen die VÖB-Kapitalmarktexperten auf Sicht von zwölf Monaten ansteigen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe wird in zwölf Monaten in einem Korridor von 2,45 bis 3,10 Prozent erwartet, das deutsche Gegenstück wird zwischen 0,75 und 1,30 Prozent rentieren. Der Renditeunterschied zwischen Bundesanleihen und US-Treasuries wird also auch weiterhin groß bleiben.

(Pressemitteilung VÖB vom 13.09.2017)


Redaktion

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