• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Weltweiter Anstieg der M&A-Aktivitäten für 2018 prognostiziert

17.11.2017

Weltweiter Anstieg der M&A-Aktivitäten für 2018 prognostiziert

Beitrag mit Bild

Laut dem Intralinks Deal Flow Predictor, einem Indikator für künftige M&A-Ankündigungen mit erwiesener Vorhersagegenauigkeit, wird die Zahl der weltweit angekündigten M&A-Transaktionen verglichen mit dem Vorjahr im ersten Quartal 2018 um etwa zwei Prozent zunehmen.

Laut dem Intralinks Deal Flow Predictor, einem Indikator für künftige M&A-Ankündigungen mit erwiesener Vorhersagegenauigkeit, wird die Zahl der weltweit angekündigten M&A-Transaktionen verglichen mit dem Vorjahr im ersten Quartal 2018 um etwa zwei Prozent zunehmen. Fördernd wirken dabei das allmählich anziehende globale Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflation in Industrie- und Schwellenländern, die lebhaften Märkte für Vermögenswerte und historisch niedrige Zinssätze.

Allerdings werden auch Risiken identifiziert. „Es gibt sowohl politische als auch finanzielle Risiken, die dem Szenario stetig steigender M&A-Aktivitäten entgegenstehen“, sagt Philip Whitchelo, Vice President Strategy & Product Marketing bei Intralinks. „Zunehmender Wirtschaftsnationalismus, Protektionismus und Beschränkungen des Welthandels und der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Integration haben sämtlich das Potenzial, Dealabschlüsse negativ zu beeinflussen. Angesichts der aktuellen Rekordhöhe der globalen Aktienmärkte und fast neun Jahren seit dem letzten Konjunkturtief könnte sich eine Kurskorrektur, die sich in einen ernsthafteren Ausverkauf verwandelt, auch negativ auf das Vertrauen der Händler auswirken.“

Prognose der vier „Weltregionen“

Für das erste Quartal 2018 prognostiziert Intralinks in drei der vier Weltregionen eine Zunahme der angekündigten M&A-Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr: für die Region Asien/Pazifik (APAC) etwa 14 Prozent, für Europa, den Mittleren Osten und Afrika (EMEA) rund sechs Prozent und für Lateinamerika (LATAM) rund drei Prozent. In Nordamerika (NA) wird aufgrund einer außergewöhnlich starken Vergleichsperiode im ersten Quartal 2017 ein Rückgang um rund 11 Prozent erwartet.

Für die einzelnen Regionen sagt der Deal Flow Predictor von Intralinks für die nächsten sechs Monate folgende Entwicklungen voraus:

  • In der APAC-Region sind in allen Gebieten Zunahmen der M&A-Aktivitäten im Frühstadium zu verzeichnen. Südostasien, Indien und Nordasien (China, Hongkong und Südkorea) werden hier den größten Beitrag leisten. In Japan sind die M&A-Aktivitäten im Frühstadium seit dem vierten Quartal 2016 erstmals wieder um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Trotz der politischen Instabilität auf der koreanischen Halbinsel und in Myanmar werden die stärkere globale Nachfrage und unterstützende haushalts- und geldpolitische Maßnahmen im größten Teil der APAC-Region zu einem kräftigen Wirtschaftswachstum und steigendem Vertrauen führen. Die größte Zunahme der M&A-Ankündigungen wird in den kommenden sechs Monaten in den Sektoren Immobilien, Materialien und Einzelhandel erwartet.
  • In der EMEA-Region werden zwei der größten M&A-Märkte, das Vereinigte Königreich und Deutschland, kaum noch zum Wachstum beitragen. In Deutschland sind die M&A-Aktivitäten gegen Ende 2017 zurückgegangen: Die Zahl der angekündigten Transaktionen sank in den ersten neun Monaten um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, im dritten Quartal 2017 gingen sie sogar um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Im Vereinigten Königreich gingen die M&A-Aktivitäten im dritten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent zurück. Der Rest der Region präsentiert sich solide: Osteuropa, der Mittlere Osten, Afrika, Nordeuropa, Spanien und Italien verzeichnen eine Zunahme der M&A-Aktivitäten im zweistelligen Bereich. Die größte Zunahme der M&A-Ankündigungen wird in den kommenden sechs Monaten in den Sektoren Materialien, Immobilien und Gesundheitswesen erwartet.
  • In LATAM sind die angekündigten M&A-Aktivitäten im vierten Quartal in Folge gestiegen. Die Wirtschaft der Region hat sich 2017 erholt und wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren weiterhin stetig wachsen. Angetrieben wird die Entwicklung durch den zunehmenden Konsum in Brasilien und Kolumbien, die Wirtschafts- und Währungsreformen in Argentinien und die Liberalisierung des Energiesektors in Mexiko. Die größte Zunahme der M&A-Ankündigungen wird in den kommenden sechs Monaten in den Sektoren Gesundheitswesen, Technologie, Medien & Telekommunikation (TMT) und Finanzwesen erwartet.
  • In NA tragen günstige Finanzierungskonditionen, ein boomender US-Aktienmarkt und hoher Optimismus seitens der Unternehmen und Verbraucher zum derzeit lebhaften M&A-Markt bei. Trotz des deutlichen Anstiegs der angekündigten M&A-Transaktionen im Jahr 2017 gingen allerdings die M&A-Aktivitäten im dritten Quartal 2017 um sieben Prozent zurück. Dies könnte auf Befürchtungen der US-Unternehmen im Hinblick auf die von der Trump-Regierung angekündigten Veränderungen des 23 Jahre alten Freihandelsabkommens mit Kanada und Mexiko hindeuten. Ein weiterer Aspekt sind steigende Geldkosten, da die US-Notenbank eine Politik der steigenden Zinsen verfolgt. Die größte Zunahme der M&A-Ankündigungen wird in den kommenden sechs Monaten im Gesundheitswesen und Energiesektor verzeichnet werden.

Mehr über den Intralinks Deal Flow Predictor und den aktuellen Report finden Sie hier.

(Pressemitteilung Intralinks vom 16.11.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©Alexander Limbach/fotolia.com

15.01.2026

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen

Weltweit planen Unternehmen, 2026 ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,7 % des jährlichen Umsatzes zu verdoppeln. 39 % der Unternehmen planen für 2026 KI-Investitionen in Höhe von mindestens 50 Millionen US-Dollar. Deutschland liegt mit 52 % über dem globalen Durchschnitt und belegt damit innerhalb der Europäischen Union (EU-Durchschnitt: 38 %) den Spitzenplatz. Das

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen
Meldung

©garagestock/123rf.com

14.01.2026

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung

Die deutschen Banken beachten klimabedingte Risiken aus regulatorischen Gründen immer stärker bei ihrer Kreditvergabe an Unternehmen. Im deutschen Mittelstand bekommen das vor allem größere Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten zu spüren. So berichteten 37 % der großen Mittelständler, die 2024 in Kreditverhandlungen waren, dass Nachhaltigkeit in den Gesprächen mit Banken und Sparkassen thematisiert wurde. Das

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.01.2026

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation

Der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen in Deutschland bleibt hoch. Inmitten umfassender Transformations- und Restrukturierungsprozesse stehen viele Organisationen vor der Herausforderung, einen Stellenabbau professionell, fair und zugleich wirksam umzusetzen, häufig unter erheblichem Zeit- und Kostendruck sowie mit begrenzten Vergleichswerten. Gleichzeitig wird über Restrukturierungen in der Praxis noch immer selten offen gesprochen. Um hier Transparenz zu schaffen,

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)