• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Wertsteigerungspotenziale in der Investor Relations-Praxis

17.06.2019

Wertsteigerungspotenziale in der Investor Relations-Praxis

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Die digitale Entwicklung hat zu einem rapiden Wandel etablierter Geschäftsmodelle und zu einer höheren Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände und langfristiger Werttreiber für einen fairen Unternehmenswert geführt. In diesem Umfeld ist die Investor Relations mehr denn je aufgefordert, über kurz- und langfristige sowie finanzielle und nichtfinanzielle Werttreiber im heutigen Spannungsfeld kurzfristiger Disclosures und der vermehrten Forderung langfristiger Investoren nach einer nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung zu kommunizieren. Das ist das Ergebnis einer vom Deutschen Investor Relations Verband DIRK und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY durchgeführten Befragung von mehr als 300 Investor Relations-Manager börsennotierter Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Marktstudie beschäftigt sich mit Fragen und Einblicken rund um die Kommunikation kurz- und langfristiger Werttreiber und Wertsteigerungspotenzialen in der IR. Die Umfrage zeigt, dass die IR-Officer Verbesserungspotenziale im Bereich der finanziellen und nichtfinanziellen langfristigen Werttreiber sehen. Insgesamt lassen sich vier wesentliche Ansätze identifizieren:
1. Bessere Positionierung der nichtfinanziellen Erklärung bei allen IR-Stakeholdern, insbesondere bei Analysten, die im Kapitalmarkt eine Einschätzung zur fairen Unternehmenswertspanne geben. Wichtigste Bereiche sind Umwelt und Soziales/Mitarbeiter.
2. Bessere Kommunikation der nichtfinanziellen und langfristigen Werttreiber. Wichtige Werttreiber sind die Fähigkeit zur Innovation und Disruption, die Mitarbeiter im Unternehmen sowie die Fähigkeit, neue Talente zu gewinnen. Diese gilt es genau zu analysieren und transparenter zu machen.
3. Bessere Finanzkommunikation der finanziellen bzw. messbaren langfristigen Werttreiber wie Kundenzufriedenheit, das Portfolio an Patenten und Lizenzen sowie Mitarbeiterstruktur, -fluktuation und -zufriedenheit.
4. Ausgewogenere Kommunikation aller Werttreiber für das Erreichen eines fairen und nachhaltigen Unternehmenswerts. Die Etablierung von Standards und klaren Messgrößen sind der Schlüssel für eine bessere Vergleichbarkeit gerade bei nichtfinanziellen Werttreibern.
Langfristige und nicht-finanzielle Werttreiber werden für Investoren immer wichtiger
So besteht trotz der Kurzfristigkeit des Kapitalmarktes die Chance, den Fokus bei allen IR-Stakeholdern auf ein umfassenderes Bild aller Werttreiber für eine nachhaltige Unternehmenswertsteigerung zu lenken. Die Marktstudie zeige erneut, welchen Wertbeitrag die Investor Relations-Funktion gerade in der Kommunikation langfristiger Werttreiber in Ergänzung zur Pflicht-Finanzberichterstattung leisten könne.
Für viele Investoren werden langfristige und nicht-finanzielle Werttreiber immer wichtiger, um die Performance und die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beurteilen zu können, stellen die Studienautoren fest. Besonders im volatilen und unsicheren Kapitalmarktumfeld sind diese Werttreiber ein wichtiger Anker für einen nachhaltigen und fairen Unternehmenswert in der IR-Praxis, so das Fazit der Studie.
Die Studie finden Sie hier zum Download.
(Pressemitteilung DIRK und bei EY vom 13.06.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie
Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com

26.01.2026

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust

96 % der europäischen Topmanager und 85 % der Bürger halten daher den Schutz der europäischen Wirtschaftsinteressen für zwingend notwendig. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen „European Competitiveness Barometer“ der Boston Consulting Group (BCG), für das 850 Topmanager und 6.400 Bürger in 30 europäischen Ländern befragt wurden. Vier von fünf der befragten Führungskräfte und Bürger fordern

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust
Meldung

© Kara / fotolia.com

26.01.2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau

Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee kommt langsamer voran als politisch geplant. Das zeigt eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG). Zwar haben sich die neun Anrainerstaaten auf ein gemeinsames Ziel von 120 Gigawatt (GW) Offshore-Windleistung bis 2030 verständigt, doch aktuell sind erst rund 34 GW installiert. Um das Ziel zu erreichen, müsste

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)